Fast alle haben ihn zu Hause: den Ventilator. Spätestens wenn draußen die 30-Grad-Marke geknackt wird, kommt man im Büro, dem Wohn- und Schlafzimmer fast nicht mehr ohne aus.
Brennt aber der Planet und es gibt eine Hitzewelle, dann ist der Ventilator eine denkbar schlechte Lösung.
Befindet sich die Umgebung auf Zimmertemperatur, ist ein Ventilator praktisch. Er setzt die Luft in Bewegung und bläst auf uns. Gerade wenn unsere Körper mit einem Schweißfilm benetzt sind, fühlt es sich angenehm frisch an. Der Luftstrom trägt außerdem dazu bei, dass Schweiß schneller verdunstet.
Ist die Umgebungstemperatur zu hoch, bringt der Ventilator nichts mehr. Das liegt einfach gesagt daran, dass er die Luft nicht abkühlt, sondern nur bewegt. Oder anders: Liegt die Umgebungstemperatur über 35 Grad Celsius (via Utopia) kann das dazu führen, dass es sich sogar heißer anfühlt, als es ist. Hier geht es dann auch um das eigene Empfinden und euch geht es ohne Ventilator vielleicht sogar besser als mit.
Ventilatoren haben noch weitere Nachteile:
- Sitzt man permanent im Zug, kann das zu Muskelverspannungen führen. Unser Körper ergreift von selbst Maßnahmen, wenn es zu heiß oder halt ist. Allerdings reagieren die Thermorezeptoren auf unserer Haut bei permanenter kalter Luft nicht, wodurch die Durchblutung unserer Haut sich nicht erhöht.
- Allergiker können auf Ventilatoren reagieren, weil die Hausstaub oder Pollen aufwirbeln. Die Partikel können darüber hinaus die Nebenhöhlen reizen.
Alternativen zum Ventilator
Klimaanlage
Egal, ob festverbaut oder mobil: Eine Klimaanlage kann im Sommer ein Lebensretter sein. Für viele ist es die beste Möglichkeit, die Raumtemperatur auf erträglichem Level zu halten.
Warum Klimaanlagen so gut funktionieren: Im Gegensatz zu einem Ventilator kühlen sie die Umgebung herunter. Im Wesentlichen entzieht eine Klimaanlage der Luft durch einen Kreislauf von Kompression und Expansion Wärme. Dadurch wird der Raum tatsächlich kühler.
Auch, wenn Klimaanlagen technisch gesehen die beste Lösung sind, haben sie ihre Nachteile.
- Sie sind teuer in der Anschaffung. Selbst mobile Einheiten kosten auf Idealo minimal mehrere hundert Euro.
- Sie sind teurer im Betrieb. Verivox kommt in einem Rechenbeispiel auf rund 55 Euro pro Jahr (10 Stunden Nutzung am Tag an 30 Tagen). Würde man einen Ventilator zu denselben Konditionen laufen lassen, kämen laut Ökostrom 3,25 Euro dabei heraus.
- Es muss für Abluft gesorgt werden. Das funktioniert bei mobilen Geräten in der Regel über einen Schlauch, der aus dem Fenster gehängt wird.
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Dieser Ventilator aus Japan hat ein besonderes Extra, aber dafür kostet er auch viel Geld
Verdunstungskühler (Aircooler)
Aircooler (via Amazon) kann man als eine Art Zwischenschritt vom Ventilator zur Klimaanlage bezeichnen. Sie nutzen keine Kühlflüssigkeit, um die Umgebungsluft herunterzukühlen, sondern Wasser. Das verdunstet von einem feuchten Pad oder Filter im Gerät. Dieser Prozess entzieht der vorbeiströmenden Luft Wärme.
Die Vorteile sind:
- Geringerer Stromverbrauch als Klimaanlagen.
- Umweltfreundlicher, weil keine Kühlflüssigkeit verwendet wird.
- Erhöht die Luftfeuchtigkeit bei trockener Luft.
Allerdings haben Aircooler auch Nachteile. Sie kühlen nur um wenige Grad ab und sind daher nicht vergleichbar mit Klimaanlagen. Darüber hinaus hängt die Kühlleistung stark von der Luftfeuchtigkeit ab. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit kann das im Extremfall sogar Schimmel fördern.
Ist es draußen richtig heiß, gibt es ein paar Dinge, die ihr so oder so tun könnt, um es euch erträglicher zu machen:
- In den frühen Morgenstunden lüften und die Fenster tagsüber geschlossen halten.
- Rollläden oder Jalousien herunterlassen, um die Hitze auszuschließen.
- Falls vorhanden: Markisen oder Sonnensegel nutzen, um Sonnenstrahlen abzufangen, bevor sie die Fensterscheiben erreichen.
- Nur leichte Kleidung tragen.
- Ein kaltes, feuchtes Tuch in den Nacken.
- Kaltes Wasser auf Handgelenke oder an die Ohrläppchen.
- Viel trinken.

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