PS5 unterwegs zocken - mehr oder weniger
Mit dem Backbone ist Playstation Remote Play tatsächlich eine ganz wunderbare Option, um unterwegs zu zocken.
Remote Play? Das ist eine App von Sony, mit der ihr das Handy mit eurer Playstation verbinden könnt. So könnt ihr unterwegs zocken, solange die Internetverbindung stimmt.
Meiner Erfahrung nach braucht ihr dafür mindestens eine stabile 50mbit-Leitung. In Bus und Bahn ist das schon eher schwierig. Hin und wieder findet man allerdings doch mal ein gutes WLAN-Netzwerk.
Meine größte Angst vor dem Test war der Input-Lag. Wie gut würde ich Spiele spielen können, bei denen es auf Reaktionszeiten ankommt, wie zum Beispiel Elden Ring oder Call of Duty?
Die Antwort: Es ist nicht perfekt, aber besser als gedacht. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit habe ich tatsächlich wenig Probleme, von gelegentlichen Lags mal abgesehen. Das kann aber auch an meiner Internetleitung liegen.
Trotz der kleineren Schwierigkeiten fühlt es sich verdammt gut an, auf einer Art Handheld-Konsole die aktuellsten Playstation-Spiele zu zocken.
Wieso erzähle ich euch überhaupt von Remote Play? Immerhin gibt es auch noch andere Möglichkeiten, Remote Play zu nutzen, richtig? Richtig! Nur ist Remote Play ein wesentlicher Bestandteil des Spaßes, den mir das Backbone gebracht hat - wenn auch »nur« indirekt.
Zu den Alternativen zum Backbone kommen wir übrigens gleich.
The Bad and the Ugly
Wie am Anfang erwähnt, ist das Backbone noch lange nicht perfekt. Das hat hauptsächlich einen Grund: Die Verarbeitung mancher Tasten.
Auch wenn ich mit dem generellen Look sehr zufrieden bin und die meisten Tasten zufriedenstellend sind, hatte ich doch mehr erwartet. Immerhin haben die BackboneLabs mit Sony kooperiert, um das offizielle Tastendesign nutzen zu dürfen. Zudem prangt ein Playstation-Logo auf der Rückseite.
Die Trigger waren eine Enttäuschung. Ich bin zwar nicht davon ausgegangen, DualSense-Niveau zu bekommen, doch für die L2 und R2 gibt es eigentlich keine Entschuldigung. Sie haben weder Widerstand noch Druckpunkte. Das ist alles andere als befriedigend oder hochwertig.
Außerdem: Wenn ich zwei Richtungstasten auf dem Digipad gleichzeitig drücke, um beispielsweise diagonal zu laufen, ist der Druckpunkt bei der zweiten Taste kaum noch zu spüren. Wenn ich sie einzeln drücke, ist hingegen alles in Ordnung.
Die restlichen Tasten sind da deutlich besser gelungen, doch ein Backbone 2 hätte da noch deutlich Luft nach oben.
Gibt’s Alternativen?
Allerdings! Das Backbone ist nicht die einzige Option, wenn es darum geht, eurem Handy eine Controller-Erweiterung zu verpassen. Zum Beispiel das Razer Kishi oder das ShanWan vom gleichnamigen chinesischen Hersteller.
Einen Eindruck mehr gefällig? Kollege Chris Werian von der GamePro hat sich das Backbone One auch näher angeschaut. Was er davon hält, erfahrt ihr hier:
Wie die Alternative von Razer abgeschnitten hat, erfahrt ihr im Test bei Mein-MMO.
Fazit
Jan Stahnke
@Sicknor
Das Backbone One ist in meinen Augen eine tolle Möglichkeit, unterwegs oder auf der heimischen Couch zu spielen.
Der Look im Playstation-Design konnte mich komplett überzeugen. Auch die Bedienung könnte unkomplizierter kaum sein. Vor allem bringt es mir endlich wieder Spaß am Mobile-Gaming, denn das war seit der großen Handheld-Flaute nach dem Aussterben des Nintendo DS kaum möglich.
Die App macht die Bedienung noch leichter und der erleichterte Zugriff per Knopfdruck fühlt sich durchaus komfortabel an.
Das größte Manko sind und bleiben die Trigger-Tasten, die allem Anschein nach jemand vergessen hat, zu optimieren.
Dennoch bleibt mir nichts anderes übrig, als eine Kaufempfehlung für jeden auszusprechen, der keine Switch hat oder sie wie ich nie benutzt. Vor allem Retro-Fans kommen auf ihre Kosten. Der Preis beläuft sich auf circa 120 Euro.
Was denkt ihr zum Backbone One? Spielt ihr mit dem Gedanken euch eines zu besorgen? Habt ihr schon Erfahrungen mit ähnlichen Produkten gemacht? Was war euer Favorit? Schreibt es uns unten in die Kommentare!
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