Kaum ein Filmprojekt hat je wieder so viel Handarbeit noch in die letzten Details gesteckt wie Der Herr der Ringe. Bis heute gilt Peter Jacksons Trilogie nicht nur als Meilenstein der Filmgeschichte, sondern auch als Leuchtturm für alle, die menschliche Kreativität und Kunst schätzen.
Ein Beispiel sorgt gerade in den sozialen Medien wieder für Staunen: In Die Rückkehr des Königs ist kurz ein gefallener Olifant zu sehen – ihr wisst schon, die Riesenelefanten, auf denen die Haradrim in der großen Schlacht vor den Toren Minas Tiriths reiten.
Hobbit Merry liegt daneben, daher bildet der Kadaver die Hintergrundkulisse für die kurze Szene, in der sein bester Freund Pippin ihn findet. Man hätte sicherlich mit digitalen Tricks arbeiten können, so wurden ja auch die lebendigen Tiere erschaffen. Aber statt CGI seht ihr hier eine schwer beeindruckende Handwerksleistung.
Ein »echter« Olifant nur für die hübsche Kulisse
Sechs Künstler haben in sechs Wochen Arbeit den lebensgroßen Olifanten aus einer speziellen Modelliermasse geschnitzt, die von einer Stahlkonstruktion im Inneren getragen wurde. Für den Transport zum Drehort musste das gewaltige Teil in elf Stücken auf Lastwagen geladen und durch Neuseeland geschafft werden.
All das, damit es kurz einen schicken Hintergrund bildet, auf den viele wohl nicht mal besonders achten.
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Zum Einsatz kamen erstmal Kettensägen, dann feinere Werkzeuge, um dem Olifanten eine glaubhafte Hauttextur zu verleihen. Im offiziellen Bonusmaterial zum Film sind viele der Details zumindest kurz aus der Nähe zu sehen, bis hin zu den ganzen Pfeilen, die aus dem gefallenen Monstrum ragen.
Wie jedes Mal, wenn dieses Werk wieder durch die sozialen Medien geistert, fallen auch jetzt die Kommentare wieder voller Begeisterung aus. Viele bedauern, dass heutzutage aus Kosten- und Logistikgründen bei vielen Blockbustern fast nur auf digitale Animation gesetzt wird.
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Der Herr der Ringe: Die Gefährten - Unglaublich, dass dieser Film über 25 Jahre alt ist
Und natürlich kritisieren viele angesichts dieser menschlichen Meisterleistung auch den Einsatz generativer KI. Etwa so:
Weg mit der KI. Das ist richtige Kunst von Anfang bis Ende!
Instagram/senioritaalejandroManche wünschten, es gäbe eine einfache Möglichkeit, all die Filmobjekte live aus der Nähe zu sehen:
Ich bete, dass Peter Jackson endlich die Lager öffnet und ein Museum aufmacht.
Isntagram/ladymacbettZwar wird es am Set wohl nie wieder so zugehen wie damals 1999 bei Der Herr der Ringe, aber mehr Mittelerde von Peter Jackson steht trotzdem an: Er arbeitet derzeit an The Hunt for Gollum, einem Kinofilm über Gandalf und Aragorn auf den Spuren von Sméagol.
Jüngst wurde mit Shadows of the Past noch ein weiterer Mittelerde-Film angekündigt, für den Comedian Stephen Colbert Regie führt. Auch dort ist Peter Jackson als Produzent an Bord.
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