WhatsApp bekommt 2022 neun lang erwartete Neuerungen

Dieses Jahr erwarten WhatsApp-Nutzer einige neue Funktionen in der App. Unter anderem bekommt ihr einen unsichtbaren Modus und könnt Bilder ohne Komprimierung versenden.

von Géraldine Hohmann,
11.01.2022 12:33 Uhr

Von allen deutschen Internetnutzern haben sagenhafte 80 Prozent WhatsApp auf ihrem Handy installiert - laut dem Digital 2021 Germany Report. Und wenn auch ihr zu diesem 80 Prozent gehört, dann erwarten euch 2022 einige interessante Neuerungen in der App, von denen viele bereits seit Jahren heiß erwartet werden. Wir haben euch die wichtigsten neuen Features aufgelistet, die im Laufe des Jahres ihren Weg in die Updates finden werden.

Bilder in besserer Qualität versenden

»Schick mir das Bild lieber nicht bei WhatsApp, dann ist die Qualität wieder so schlecht«, haben vermutlich alle WhatsApp-Nutzer schon einmal gesagt. Denn bisher komprimierte die App Bilder beim Versenden so stark, dass die Auflösung nichts mehr mit dem Originalbild zu tun hatte. Damit soll 2022 Schluss sein, denn künftig dürft ihr selbst entscheiden, in welchem Modus ihr Bilder verschickt. Zur Wahl stehen die Modi Automatisch, Beste Qualität und Datensparmodus.

Unsichtbarer Modus

Bisher gab es in den Datenschutzeinstellungen drei Möglichkeiten, euren Online-Status sichtbar oder unsichtbar zu machen. Entweder konnte niemand sehen, wann ihr zuletzt in der App wart, oder nur eure Kontakte oder alle Nutzer. Bald lässt sich diese Funktion auf einzelne Nutzer zuschneiden, so könnt ihr beispielsweise Ausnahmen hinzufügen und euren Status nur für bestimmte Nummern sichtbar machen.

Sprachnachrichten außerhalb des Chats abhören

Es soll ja Leute geben, die ihren Freunden 20-minütige Sprachnachrichten schicken. Bisher kann man beim Abhören die App nicht anderweitig nutzen, um zum Beispiel parallel andere Nachrichten zu beantworten, denn bei jedem Verlassen des Chats springt die Sprachnachricht wieder an den Anfang. Das soll sich 2022 ändern - dann könnt ihr die Nachricht weiter im Hintergrund laufen lassen und nebenbei anderen Aktivitäten frönen.

Pausenfunktion bei Sprachnachrichten

Auch die nächste Neuerung soll den Komfort der Sprachnachrichten verbessern: Künftig ist Schluss mit langen unangenehmen Pausen, in denen ihr nach dem roten Faden sucht oder eure Katze vom Bett scheucht. Denn ihr sollt auch während einer Aufnahme die Pausentaste betätigen und einfach später weiter aufnehmen können.

Weitere Neuerungen

  • Emoji-Reaktionen: Einige Messenger wie Telegram oder Microsoft Teams haben die Funktion bereits, nun kommt es auch zu WhatsApp - die Möglichkeit, mit einem Emoji direkt auf eine Nachricht zu reagieren.
  • Gruppen und Communities: Zusätzlich zu den einfachen Chatgruppen sollen auch Communities mit Unterordnern erstellt werden können - etwa Uni-Jahrgänge als Community mit verschiedenen Vorlesungen als Gruppen.
  • Alte Nachrichten löschen: Bisher konnte man eigens verfasste Nachrichten bis zu 68 Minuten nach dem Versenden für andere Nutzer löschen. In Zukunft soll das auch noch mehrere Monate nach dem Versenden möglich sein.
  • Nachrichten anderer löschen: In Gruppenchats sollen Moderatoren die Möglichkeit bekommen, auch fremde Nachrichten zu löschen, um vor allem große Gruppen zu moderieren.
  • Multi-Geräte-Beta: Aktuell läuft die Testphase für die neue Multi-Geräte-Funktion, mit der ihr WhatsApp langfristig auf vier unterschiedlichen Geräten nutzen könnt, ohne euch andauernd neu via WhatsApp Web verknüpfen zu müssen.

Werbung bei WhatsApp

Die zehnte Neuerung hingegen dürfte von den wenigsten heiß erwartet gewesen sein: 2022 soll wie schon zuvor angekündigt Werbung ihren Weg in den Messenger finden. Zunächst werden sie allerdings nur beim Anschauen der Statusmeldungen eurer Kontakte auftauchen.

Wenn ihr mehr über das Thema Datenschutz und personalisierte Werbung erfahren wollt, empfehlen wir euch einen Blick in unseren großen Report zum Thema:

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