WhatsApp ist überall: Manche Oma versorgt die komplette Verwandtschaft mit Status-Updates, mancher Vater muss sich den Messenger herunterladen, weil die Krabbelgruppe nur über WhatsApp organisiert wird.
Der beliebteste Messenger der Welt ist eben auch auf der ganzen Welt beliebt, will man meinen.
Weit gefehlt – ausgerechnet in dessen Heimatland, den USA, nutzen die Menschen lieber andere Dienste. Und sogar einen, der den meisten bei uns schon als veraltet gilt.
2:34
Galaxy Z Flip7: Samsung stellt neue Generation der Klapphandys vor
Der beliebteste Messenger der Welt ist kaum auf jedem Dritten US-amerikanischen Handy
Laut Statista verwendeten 2023 fast 85 Prozent der Deutschen WhatsApp. Für die USA hingegen verkündete Mark Zuckerberg laut The Verge vor ziemlich genau einem Jahr stolz, 100 Millionen monatliche Nutzer zu erreichen, was in etwa jedem dritten US-amerikanischen Internetnutzer (nach DataReportal) entspricht
Die Gründe für die mangelnde Beliebtheit in den USA sind teilweise nachvollziehbar, jedoch auch überraschend. Die Webseite Medium zählt vier populäre Gründe auf:
- Dominanz von anderen Messengern: In den USA nutzen laut Statista über die Hälfte der Menschen ein iPhone. Insofern stellt es für viele Nutzer kein Problem dar, einfach Apples hauseigenen Messenger iMessage zu verwenden. Ebenfalls extrem beliebt in den USA: der Facebook Messenger.
- Weniger Auslandsreisen: US-Amerikaner reisen nicht so viel in andere Länder wie etwa Europäer, allein wegen der schieren Größe des Landes. Insofern haben US-Amerikaner auch nicht so viele Kontakte im Ausland, die eine Kommunikation über Ländergrenzen hinweg erfordern.
- Eine SMS-Kultur: Anders als in anderen Ländern sind SMS-Flatrates schon immer verbreitet gewesen. Die Kosten pro SMS, die für viele Deutsche etwa einen kostenlosen Kurznachrichtendienst nötig gemacht haben, waren in den Vereinigten Staaten nie ein Anreiz.
- Skepsis gegenüber Meta: Trotz Popularität des Facebook Messengers und der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der WhatsApp-Chats seien US-Amerikaner gegenüber Mark Zuckerbergs Konzern skeptisch. Wenn dort Leute nach einem alternativen Messenger suchen, landeten sie eher bei Signal als bei WhatsApp.
WhatsApp-Nutzung ist eine Gewohnheitssache
Das Misstrauen gerade gegenüber Meta ist auch bei uns groß: Gerade als der Konzern seinen Chatbot Meta AI ohne große Ankündigung auf WhatsApp gebracht hat, wollten die meisten bei uns vor allem wissen, wie man den wieder wegbekommt.
Aber dauerhaft von WhatsApp zu wechseln, gilt bei uns als schwierig: Großeltern werden über das Gedeihen der Enkelkinder über den Messenger auf dem Laufenden gehalten, ganze Schulklassen und Sportvereine organisieren sich in WhatsApp-Gruppen.
Der Blick in die USA zeigt aber, dass das nicht allein etwa an benutzerfreundlicheren Features der App liegen kann. Wie bei allen sozialen Medien ist hier die Plattform besonders stark, wo eben die meisten sind.
Euch hier in Deutschland nutzt diese Information, sofern ihr nicht spontan euren Lebensmittelpunkt in die USA verlegen wollt, also nicht besonders viel. Allerdings gibt es vielleicht dem einen oder anderen WhatsApp-Aussteiger in spe ein kleines Argument mit auf den Weg: In Amerika machen die das auch so.
Was meint ihr dazu? Wusstet ihr schon, dass WhatsApp ausgerechnet in den USA gar nicht so beliebt ist? Und würdet ihr den Meta-Messenger auch gerne hinter euch lassen, aber seht euch aktuell nicht in der Lage? Schreibt uns eure Meinung und Erfahrungen in die Kommentare!

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.