Nach einer monatelangen Update-Odyssee, bei der Fehler auf Hotfix auf Fehler auf Hotfix folgten, hat Microsoft die offizielle Veröffentlichung des Oktober-Updates für Windows 10 bekannt gegeben - und zwar ausnahmslos für alle Nutzer.
Ursprünglich sollte das Update 1809 im Oktober 2018 über die Windows-Update-Funktion flächendeckend an Windows-10-Rechner verteilt werden. Allerdings musste Microsoft die Auslieferung bereits nach drei Tagen einstellen, weil es offenbar zu Speicherproblemen kam. Microsoft veröffentlichte daraufhin am 13. November 2018 eine neue Version des Updates.
Aber auch diese Version verursachte Probleme: Ein Display-Treiber von Intel harmonierte nicht mit dem Update, weshalb Microsoft PC-Systeme mit AMD Radeon HD 2000 und 4000 Grafikkarten sowie PCs mit VPN Clients von F5 von dem Update ausschloss.
In der Folge kam es zu weiteren Fehlern - unter anderem funktionierte die Suchleiste des Windows Media Players nicht mehr, für bestimmte Dateitypen konnte man kein Windows-Programm zum Öffnen festlegen oder es kam zu Kompatibilitätsproblemen mit der Sicherheitssoftware Morphisec.
Alte Windows-Versionen klar in der Überzahl
Ab dem 18. Dezember 2018 gab Microsoft das Update dann für alle Nutzer über die manuelle Update-Suche frei, bevor die automatische Aktualisierung auf Version 1809 für den Großteil der Nutzer ab dem 17. Januar 2019 funktionierte. Laut Bleepingcomputer waren aber bis vor kurzem immer noch einzelne Windows-10-Systeme vom automatischen Update auf Version 1809 ausgeschlossen.
Mittlerweile hat Microsoft aber auch diese Beschränkung aufgehoben und liefert das Update automatisch an alle Windows-10-Nutzer aus. Die aktuelle und vorerst finale Version des Oktober-Updates stammt der offiziellen Windows-Webseite zufolge vom 12. März 2019.
Trotzdem bleiben die Windows-10-Nutzer skeptisch: Einem Bericht von TheInquirer zufolge haben bislang erst 26,4 Prozent der Anwender ihr Windows 10 auf Version 1809 aktualisiert. Die Mehrheit der Windows 10 Rechner (66,3 Prozent) läuft hingegen mit Version 1803.
Wer bislang auf ein Update zu Version 1809 verzichtet hat, wartet möglicherweise auf Version 1903, das sogenannte April-Update, das theoretisch in wenigen Wochen erscheinen soll. Momentan befindet sich das Update noch in der Testphase über Microsofts Insider-Programm. Ob der Hersteller das Update pünktlich im April an alle Windows-10-Nutzer ausliefern kann, ist derzeit noch offen.
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