Drei Monate vor dem Ende von Windows 10 hat die Hälfte aller Unternehmen immer noch nicht gewechselt - eine Branche trifft es besonders hart

Im Oktober 2025 endet der Support für Windows 10. Viele Unternehmen sind noch nicht bereit für den Wechsel.

Der Umstieg auf Windows 11 geht langsamer voran, als er müsste. Der Umstieg auf Windows 11 geht langsamer voran, als er müsste.

Das Support-Ende von Windows 10 rückt immer näher. Ab dem 14. Oktober 2025 bekommt das Betriebssystem keine kostenlosen Sicherheitsupdates mehr. Ein Bericht zeigt, wie schlecht einige Branchen auf diesen Tag vorbereitet sind.

Windows 11: Nur die Hälfte aller Unternehmen ist bereit

Das Ende von Windows 10 kommt dabei keineswegs überraschend. Microsoft hatte schon 2021, also bei der Vorstellung von Windows 11, angekündigt, dass der Support von Windows 10 bis Ende 2025 eingestellt werden soll.

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Das IT-Monitoring und -Analyse-Unternehmen ControlUp hat kürzlich einen neuen Bericht zum Umstieg auf Windows 11 vorgelegt. Der Fokus liegt dabei auf Unternehmens-Endpoints, also letztendlich Arbeitsplätze, an denen Windows genutzt wird.

Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick:

  • Nur 50 Prozent der Unternehmens-Endpoints nutzen schon Windows 11
  • Education (77  Prozent) und Tech (73  Prozent) führen die Migration an
  • Europa ist führend mit 70  Prozent Migration
  • Im Gesundheitswesen müssen 19  Prozent der Geräte komplett ersetzt werden

Branchen-Vergleich: Dass ausgerechnet die Tech- und die Education-Branche am weitesten fortgeschritten sind, überrascht kaum. Tech setzt sich direkt mit neuen Technologien auseinander und in der Bildung ist der Einsatz von digitalen Hilfen in den letzten Jahren stark gestiegen. Dadurch sind viele neue Laptops beispielsweise direkt mit Windows 11 angeschafft worden.

Auf der anderen Seite stehen das Gesundheitswesen mit bisher 41 Prozent Windows-11-Nutzung und der Finanzsektor mit 45 Prozent. In beiden Branchen gibt es oft komplexe, über viele Jahre gewachsene und sensible Infrastrukturen, die den Umstieg verlangsamen.

Besonders schwer trifft es dabei das Gesundheitswesen. Hier sind offenbar 19 Prozent aller Geräte schon so alt, dass der Umstieg auf Windows 11 gar nicht möglich ist. Knapp ein Fünftel aller in dieser Branche verwendeten Endpoints müsste also noch bis Oktober ausgetauscht werden.

Allgemein lässt sich festhalten, dass vor allem große Unternehmen mit mehr als 10.000 Windows-Geräten hinterherhinken. Dort ist der Aufwand natürlich auch am größten.

Regionale Unterschiede: Europa liegt beim Umstieg im weltweiten Vergleich mit knapp 70 Prozent vorne. Andere Regionen kommen durchschnittlich auf 66 Prozent. In Amerika (Nord und Süd) sind es »nur« 43 Prozent, obwohl fast 90 Prozent bereit für Windows 11 wären.

Es ist nahezu ausgeschlossen, dass bis Oktober wirklich alle Unternehmen den Wechsel auf Windows 11 abgeschlossen haben. Das könnte natürlich langfristig zu Sicherheitsproblemen führen. Kurzfristig dürften aber vor allem die Kosten steigen. Gegen einen Aufpreis bietet Microsoft nämlich zumindest zeitweise weitere Updates für Windows 10 an.

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