Im vergangenen November kündigte Microsoft für Windows 11 eine neue Vorschauversion an, die sich den Datei-Explorer zur Brust nimmt. Mittels Preloading im Hintergrund soll das zentrale Bedienelement des Betriebssystems wieder schneller reagieren.
Darauf baut offensichtlich die nächste Vorschauversion für Windows 11 auf, die zurzeit lediglich im Windows-Insider-Programm verfügbar ist und das OS auf Build 26220.7523 hebt. Neben zahlreichen KI-Features, die die Entwickler aktuell testen, versteckt sich in den Notizen eine Änderung, die hoffentlich positive Auswirkungen auf die RAM-Auslastung hat.
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Doppelindexierung im Visier
Diese Hoffnung äußert zumindest Windows Latest, das über die Änderungen in der Windows-11-Vorschau zuerst berichtete. Die Änderung versteckt sich in folgender Entwickleraussage:
Verbesserungen an der Suchperformance des Datei-Explorers durchgeführt, indem die doppelte Dateiindexierung eliminiert wurde.
Mit Indexierung ist gewissermaßen ein digitales Verzeichnis aller Dateien, ihrer Eigenschaften (Name, Größe, Änderungsdatum, Inhalt) und ihrer genauen Speicherorte gemeint. Der Datei-Explorer verlässt sich hierfür auf den »Windows Search Indexer«.
- Microsoft verspricht zwar, dass diese ausgelagerte Funktion smart arbeitet, doch kommt es immer mal wieder vor, dass Dateien in das sinnbildliche digitale Verzeichnis mehrfach eingetragen werden – eine Doppelindexierung entsteht.
- In solchen Fällen scannt oder verarbeitet Windows dieselben Dateien oder Ordner mehrmals.
Durch Vermeidung doppelter Dateioperationen im Windows Search Indexer soll die Anzahl der Festplattenzugriffe, die CPU-Auslastung sowie die im Hintergrund durchgeführten Indexierungsaufgaben sinken.
Microsoft spricht in diesem Kontext von schnelleren Suchergebnissen und geringerem Systemressourcenverbrauch. Insbesondere die RAM-Auslastung könne laut Windows Latest hiervon profitieren – und der ist aktuell ziemlich teuer.
Übersichtlicheres Kontextmenü
Zeitgleich führt Microsoft eine weitere Änderung ein, die nicht unbedingt Ressourcen schont, aber vielleicht ja die Augen: Das Kontextmenü, das ihr beim Rechtsklick auf eine Datei aufrufen könnt, wird weiter optimiert.
Scheinbar testen die Entwickler noch verschiedene Konfigurationen, wie genau seltener genutzte Funktionen gruppiert werden sollten; klar ist aber auch, dass Optionen wie »Zu ZIP-Datei komprimieren« oder »Als Desktophintergrund festlegen« den wichtigeren Features nicht mehr im Weg stehen sollen.
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