Windows 11 im neuen Glanz: Microsoft möchte jahrzehntealte Design-Relikte endlich loswerden

Microsoft räumt auf: Der optische Flickenteppich in Windows 11 soll verschwinden. Alte UI-Relikte werden durch das moderne WinUI-Framework ersetzt.

Das Design von Windows 11 wird vereinheitlicht.
(Bildquelle: Rawf8 über adobe stock) Das Design von Windows 11 wird vereinheitlicht. (Bildquelle: Rawf8 über adobe stock)

Jahrzehntealte Menüs neben modernen Elementen – das Design von Windows 11 ist vielen Nutzern ein Dorn im Auge, doch das soll sich nun drastisch ändern.

Wie das Portal Windows Latest berichtet, plant Microsoft eine umfassende Runderneuerung seines aktuellen Betriebssystems, um die Benutzeroberfläche optisch und technisch zu vereinheitlichen.

Alte Elemente, die teilweise noch aus der Windows-95-Ära stammen, sollen in den kommenden Monaten schrittweise durch das moderne Native-UI-Framework WinUI ersetzt werden.

Video starten 5:54 Windows 11 verlangt zwei Extras, aber hast du sie schon aktiviert? Wie du es herausfindest und sie einschaltest

Vom Flickenteppich zur einheitlichen Linie

Die Oberfläche von Windows 11 gilt seit dem Release als Flickenteppich. Neben modernen Fluent-Design-Elementen stoßen Nutzer im Alltag immer wieder auf Fenster und Dialoge, deren Ursprung bis in die Ära von Windows 95 zurückreicht.

Grund dafür ist die historische Entwicklung verschiedener Frameworks – von Win32 über MFC und WPF bis hin zu UWP. Dieser Wildwuchs soll jetzt durch die konsequente Umstellung auf das Framework WinUI beendet werden.

Explorer, Kopier-Dialog und Ausführen-Fenster im Fokus

Erste konkrete Früchte der Überarbeitung sollen sich bereits in aktuellen Test-Build zeigen:

  • Neues Eigenschaften-Fenster: Das Eigenschaften-Fenster im Datei-Explorer wurde vollständig auf WinUI-Basis neu entwickelt und setzt auf moderne Fluent-Steuerelemente.
  • Klassische Dialoge: Der Datei-Kopierdialog wurde bereits portiert, der allgemeine „Datei öffnen“-Dialog soll in Kürze folgen.
  • Mehr Tempo beim Ausführen-Fenster: Selbst der alte Windows-R-Dialog wurde auf WinUI umgestellt.
  • Beseitigung alter Relikte: Im Dialog zum Wechsel auf ein lokales Benutzerkonto fliegen veraltete Hinweise auf die Charms-Leiste aus Windows 8 endlich raus.
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Das Startmenü als größte Hürde

Die größte Herausforderung bei der Runderneuerung bleibt das Startmenü. Bislang setzt Microsoft hier teilweise auf React-Native-Komponenten, plant aber auch hier den Wechsel zu WinUI.

Gut zu wissen: React Native ist ein Open-Source-Framework, das ursprünglich von Meta entwickelt wurde. Es ermöglicht Entwicklern, Benutzeroberflächen mit JavaScript oder TypeScript unter Verwendung der React-Bibliothek zu erstellen. Diese werden anschließend als native, plattformspezifische Benutzeroberflächenelemente gerendert.

Mehr zu Windows 11: Windows 11: Bevor das neue Startmenü kommt, will Microsoft erst einmal schlanker werden

Fazit & Ausblick: Microsoft möchte mit dem Schritt auch das Vertrauen von Entwicklern zurückgewinnen, die wegen der ständigen Framework-Wechsel zuletzt vermehrt auf träge Web-Wrapper-Apps auswichen. Dass man es diesmal ernst meint, zeigt auch die Beseitigung der Versionsnummer: Aus „WinUI 3“ wird künftig schlicht WinUI – ein Signal, dass so schnell kein neues Framework folgen soll.

Jetzt ist eure Meinung gefragt. Stoßen euch Design-Elemente in Windows 11 sauer auf oder seid ihr mit dem Gesamtbild zufrieden? Schreibt uns dazu gerne unten einen Kommentar.


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