Verschwundene SSDs nach Windows-Update: Microsoft äußert sich - Controller-Hersteller stellt Untersuchung ein

Die im Netz kursierenden SSD-Probleme unter Windows 11 wurden sowohl von Microsoft als auch von Phison untersucht. Beide konnten keine Zusammenhänge feststellen.

Das SSD-Problem unter Windows 11 soll weder an Microsoft noch an Phison liegen. Das SSD-Problem unter Windows 11 soll weder an Microsoft noch an Phison liegen.

Vor rund zwei Wochen tauchten Nutzerberichte in sozialen Medien auf, wonach bestimmte SSD-Festplatten unter Windows nach größeren Dateiübertragungen einfach verschwinden. Der vermeintliche Schuldige war schnell ausgemacht: Das August-Update für Windows 11 24H2 soll dahinterstecken.

Microsoft selbst wehrt sich nun gegen die Anschuldigungen – und auch Phison, ein Hersteller für SSD-Controller, die besonders oft betroffen sein sollen, will mit der Sache nichts zu tun haben.

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SSD-Probleme unter Windows 11: Niemand will's gewesen sein

Der Reihe nach: Mitte August meldeten sich im japanischen Raum auf der Plattform X erste Nutzer, bei denen das SSD-Laufwerk nicht mehr erkannt wird, wenn große Datenmengen geschrieben werden.

Dabei kann es sich sowohl um Installationen großer Updates wie bei Cyberpunk 2077 oder grundsätzliche Verschiebungen von Dateien handeln (etwa für ein Backup).

Als Ursache hierfür wurde der KB5063878-Patch in den Raum gestellt, den Microsoft im Rahmen des Patchdays August veröffentlicht hat - aus einer zeitlichen Korrelation wurde so ein kausaler Zusammenhang hergestellt.

Microsoft selbst wehrt sich allerdings gegen diese Interpretation. Gegenüber Bleeping Computer erklärten die Entwickler, dass man »nach einer gründlichen Untersuchung keine Verbindung zwischen dem KB5063878-Update und den SSD-Problemen« feststellen konnte.

Auch Phison, der als Hersteller des SSD-Controllers mit einer auffälligen Häufung in den Berichten zu finden war, hat in diesem Kontext eine eigene Untersuchung gestartet – und keine Fehler gefunden.

Wie am 18. August angegeben, wurde Phison auf die Windows 11 Updates KB5063878 und KB5062660 aufmerksam, die möglicherweise mehrere Speichermedien, darunter auch einige von Phison unterstützte, beeinträchtigt haben.

Als Reaktion darauf widmete Phison über 4.500 kumulative Teststunden den gemeldeten potenziell betroffenen Laufwerken und führte mehr als 2.200 Testzyklen durch. Es war uns nicht möglich, das gemeldete Problem zu reproduzieren, und bisher haben weder Partner noch Kunden berichtet, dass ihre Laufwerke von diesem Problem betroffen sind.

Phison via TechPowerUp

Damit bleibt die Frage, was die Ursache für die SSD-Probleme ist und wie weitverbreitet diese tatsächlich sind.

Die Phison-Pressemitteilung zu diesem Thema wird immerhin mit einem Hinweis abgeschlossen, dass ihr bei größeren Datenbewegungen darauf achten sollt, dass eure SSD ordentlich gekühlt ist, um »potenzielles Drosseln und dauerhafte Performance« zu gewährleisten.

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