Wenn ihr Windows nutzt, solltet ihr diese 4 Schritte kennen, um euer Betriebssystem wieder schlanker und schneller zu machen

Mit der Zeit sammelt sich bei einer Windows-Installation immer mehr unnötiger Ballast an. Wir zeigen euch, wie ihr ihn am schnellsten loswerdet.

Es ist eine gute Idee, Windows von Zeit zu Zeit etwas aufzuräumen. (Bildquelle: KI-generiertAdobe Firefly) Es ist eine gute Idee, Windows von Zeit zu Zeit etwas aufzuräumen. (Bildquelle: KI-generiert/Adobe Firefly)

Dank schneller Datenträger wie SSDs, CPUs mit vielen Kernen und steten Optimierungen von Windows verzeiht es euch das Betriebssystem von Microsoft so gnädig wie noch nie, wenn ihr euren PC nicht aufräumt.

Das bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, dass es sich nicht lohnen würde, gelegentlich mal ein wenig Klarschiff zu machen.

Sowohl unnötiges Starten von Programmen und Diensten als auch eine überfüllte Festplatte können im Alltag stören, etwa durch einen langsameren Windows-Betrieb oder zu wenig Platz für die Installation eines neuen Spiels.

Wie ihr Windows am schnellsten wieder auf Vordermann bringt, zeigen wir euch in diesem Einsteiger-Guide.


Video starten 5:54 Windows 11 verlangt zwei Extras, aber hast du sie schon aktiviert? Wie du es herausfindest und sie einschaltest


1. Autostart aufräumen

Programme sollten euch fragen, ob sie automatisch mit Windows starten sollen oder nicht. Oftmals ist es aber so, dass sie das nach der Installation ganz ungefragt tun.

Je mehr Programme mit dem PC gestartet werden, desto mehr Ressourcen werden im Hintergrund beansprucht. Tools, die ihr nicht immer braucht, solltet ihr deshalb aus dem Autostart entfernen.

  1. Klickt mit der rechten Maustaste auf die Taskleiste und öffnet den Task-Manager. Alternativ könnt ihr auch Strg + Shift + Esc drücken.
  2. Wählt links in der Leiste das Symbol aus, das an eine Tempoanzeige im Auto erinnert (Autostart von Apps). Sortiert die Übersicht anschließend am besten nach der Spalte Status.
  3. Programme, die ihr nicht bei jedem PC-Start braucht, könnt ihr mit der rechten Maustaste anklicken und den Autostart auf Deaktivieren stellen.

Kaputt machen könnt ihr dabei nichts, da sich die Einstellung jederzeit wieder rückgängig machen lässt.

Wer seinen Autostart mit Hilfe des Task-Managers aufräumt, spart wertvolle System-Ressourcen. (Bildquelle: Nils RaettigGameStar Tech) Wer seinen Autostart mit Hilfe des Task-Managers aufräumt, spart wertvolle System-Ressourcen. (Bildquelle: Nils Raettig/GameStar Tech)

2. Große Dateien und Ordner mit WizTree finden

Es gibt viele kleine Programme, mit denen ihr auf einen Blick seht, welche Dateien und Ordner den meisten Speicherplatz auf eurem PC belegen.

So könnt ihr leicht herausfinden, was den Speicherplatz am stärksten beeinflusst und Kandidaten für das manuelle Löschen ausmachen. Aber Vorsicht: Löscht nur etwas, wenn ihr sicher seid, worum es sich handelt und dass ihr es nicht mehr braucht.

Bei Programmen und Spielen empfiehlt sich außerdem eine saubere Deinstallation, etwa über den passenden Spiele-Client wie Steam oder die Windows-Übersicht aller installierten Programme (Systemsteuerung -> Apps -> Installierte Apps).

Wir empfehlen euch das Tool WizTree, da es sowohl eine praktische grafische Darstellung bietet als auch mehrere Sortierungsmöglichkeiten wie die größten Ordner oder die größten Einzeldateien. Für die private Nutzung ist es kostenlos.

Schnell erkennen, wo sich die größten Speicherfresser auf dem PC befinden: Mit WizTree kein Problem. (Bildquelle: Nils RaettigGameStar Tech) Schnell erkennen, wo sich die größten Speicherfresser auf dem PC befinden: Mit WizTree kein Problem. (Bildquelle: Nils Raettig/GameStar Tech)

3. Nicht mehr benötigte Dateien automatisch löschen

Während ihr bei der Nutzung von WizTree selbst auswählen müsst, welche Dateien ihr löscht und welche nicht, nimmt euch die Windows-Funktion der Datenträgerbereinigung diese Auswahl größtenteils ab.

Ihr findet sie, indem ihr den entsprechenden Begriff in das Suchfeld des Startmenüs eingebt. Klickt ihr unten links auf Systemdateien bereinigen, werden euch noch mehr Daten zum Löschen angeboten.

Den größten Speicherplatzgewinn dürftet ihr über die temporären Dateien sowie mögliche Überreste vorheriger Windows-Installationen freigeben können. Nicht mehr benötigte Daten von Windows Update sind auch aussichtsreiche Kandidaten.

Riesige Datenmengen lassen sich über die Datenträgerbereinigung normalerweise nicht löschen, aber Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist. (Bildquelle: Nils RaettigGameStar Tech) Riesige Datenmengen lassen sich über die Datenträgerbereinigung normalerweise nicht löschen, aber Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist. (Bildquelle: Nils Raettig/GameStar Tech)

4. Unerwünschte Dienste aussortieren

Dieser Schritt ist eher etwas für Fortgeschrittene, aber in jedem Fall einen Blick wert. Dienste können ähnlich wie Programme automatisch mit Windows gestartet werden, ohne dass ihr etwas davon mitbekommt.

Ihr seht dann in der Regel kein aktives Programm in der Taskleiste oder in ihrem Infobereich, aber einer oder mehrere Prozesse werden automatisch ausgeführt und laufen im Hintergrund, was ebenfalls Ressourcen beansprucht.

Das ist oftmals zwingend nötig für einen reibungslosen Windows-Betrieb mit all seinen Funktionen. Allerdings können auch manuell installierte Tools Dienste starten, die ihr möglicherweise nicht benötigt.

Gebt im Suchfeld des Startmenüs Dienste ein und öffnet das Tool. Sortiert die Übersicht dann nach dem Starttyp und geht die Dienste durch, bei denen hier Automatisch steht. Ändert den Status bei Diensten, die ihr eindeutig zuordnen könnt, zu Manuell.

Viele Dienste braucht Windows, um sauber arbeiten zu können. Es schleichen sich aber immer mal wieder auch unnötige Zusatzdienste hier hinein. (Bildquelle: Nils RaettigGameStar Tech) Viele Dienste braucht Windows, um sauber arbeiten zu können. Es schleichen sich aber immer mal wieder auch unnötige Zusatzdienste hier hinein. (Bildquelle: Nils Raettig/GameStar Tech)

Um einen Dienst ganz aus dem Spiel zu nehmen, könnt ihr auch Deaktiviert auswählen. Das solltet ihr aber nur tun, wenn ihr völlig sicher seid, dass ihr den Dienst nicht benötigt.

Ist unklar, um was für einen Dienst es sich handelt, hilft oftmals eine Internetsuche nach der genauen Bezeichnung. Falls ein Dienst einem Tool zuzuordnen ist, das ihr nicht mehr benötigt, deinstalliert ihr am besten gleich das ganze Programm.

Habt ihr noch weitere Tipps und Tools parat, um einen Windows-PC aufzuräumen? Schreibt eure Empfehlungen gerne in die Kommentare!

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