Notepad & Paint werden optional – Urgesteine bald keine Windows-Pflicht mehr

Microsoft will Nutzern mehr Freiheiten bei der Gestaltung ihres Windows-Betriebssystems geben. Standardprogramme wie Notepad und Paint verschwinden deshalb möglicherweise langfristig aus der Sammlung vorinstallierter Apps.

von Sara Petzold,
06.02.2020 11:05 Uhr

Windows 10 soll Nutzern künftig mehr Gestaltungsraum bei der App-Auswahl bieten. Windows 10 soll Nutzern künftig mehr Gestaltungsraum bei der App-Auswahl bieten.

Wer Microsofts Betriebssystem Windows auf dem eigenen PC installiert, bekommt eine Reihe von Standardprogrammen mitgeliefert, die sich nicht deinstallieren lassen. Urgesteine wie die Softwares Notebook und Paint befinden sich deshalb auf den Rechnern aller Windows-Nutzer - ob sie wollen oder nicht.

Doch das wird sich voraussichtlich bald ändern: Denn Microsoft plant für das nächste Funktionsupdate für Windows 10, das als Version 20H1 im ersten Halbjahr 2020 erscheinen soll, offenbar eine signifikante Neuerung in Bezug auf Standardprogramme.

Microsoft hat den Build 19551 von 20H1 bereits an Tester des Insider-Programms ausgeliefert. Dieser Build beinhaltet laut WindowsLatest die Möglichkeit, bestimmte Standardprogramme wie Paint, Notepad und WordPad zu deinstallieren. Nutzer können die zugehörige Software damit erstmals vollständig aus ihrem Windows-System entfernen.

Das Notepad gehört neben Paint bald zu den optionalen Programmen unter Windows. Das Notepad gehört neben Paint bald zu den optionalen Programmen unter Windows.

Deinstallation auf einen Klick

Wer die Programme deaktivieren möchte, findet sie künftig in den Systemeinstellungen unter Optionale Features. Ein Klick auf das zugehörige Icon öffnet einen Tab, der die Deinstallation der jeweiligen App erlaubt. Die Deinstallation erfordert anschließend einen Systemneustart.

Sowohl Paint als auch Notepad bleiben vorerst als standardmäßig vorinstallierte Windows-10-Apps erhalten. Ob Microsoft die beiden Programme langfristig aus Windows 10 entfernt, bleibt aber offen. Die Arbeit an Version 20H1 gilt derweil als abschlossen - das Update soll voraussichtlich im April oder Mai 2020 erscheinen.


Kommentare(72)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.

Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen oder schließen