Mein PC treibt mich in den Wahnsinn, aber diesmal ist nicht Windows schuld, sondern meine Maus

Es war eine subtile, aber dennoch grausame Art, jemand in den Wahnsinn zu treiben. Doch ich hätte mir mein Leid viel früher und sehr leicht ersparen können.

Video starten 2:21 Wie mich meine Maus jahrelang verrückt gemacht hat und wie leicht ich das direkt hätte ändern können

Eins muss ich direkt unumwunden zugeben: Ich hätte mich nicht so lange mit dem Problem herumschlagen müssen, das ich hier thematisiere.

Wo genau liegt die Schwierigkeit?

  • Es handelt sich um einen hochfrequenten Ton, der beim Bewegen meiner Maus auftritt.
  • Das ist mal mehr und mal weniger stark der Fall, und eben weil es nicht immer gleich stark auftritt, macht es mich nicht immer gleichermaßen wahnsinnig.
  • Dieser Umstand ist wohl auch der Grund dafür, dass mich mein Mausproblem jahrelang begleitet hat, obwohl es sich letztlich denkbar leicht aus der Welt schaffen ließ.

Als mein PC beziehungsweise Windows mich zuletzt in den Wahnsinn getrieben hat, sah das noch ganz anderes aus, wie ihr in meinem passenden Artikel dazu aus dem Jahr 2021 erfahrt.

Bevor ich euch die simple Lösung für mein aktuelles Problem in Textform schildere, interessiert mich, ob euch schon mal solche Geräusche beim Bewegen der Maus aufgefallen sind? Nehmt daher gerne an der folgenden Umfrage dazu teil:

So klingt das Geräusch

Wie sich das Ganze bei mir anhört, erfahrt ihr im Video zu Beginn dieses Artikels und über den Player unten.

Ich kann das Fiepen in der Sound-Datei klar hören, allerdings tritt ein deutliches Hintergrundrauschen auf. Es kommt von meinem (nicht abschaltbaren) Netzteillüfter.

Meine Versuche, es durch verschiedene Mikrofone bei der Aufnahme sowie danach per Software möglichst zu entfernen, waren erfolglos.

Eine Frage der Hertzzahl

Auf die Lösung meines Problems bin ich schnell gestoßen, als ich endlich mal damit angefangen habe, mich genauer damit zu beschäftigen.

  • Ein ähnliches Geräusch kenne ich von Grafikkarten, insbesondere dann, wenn sie sehr hohe Bildraten im vierstelligen Bereich erzeugen.
  • Das kann beispielsweise in Menüs von Spielen der Fall sein, wo derart hohe FPS-Zahlen gerne zum berühmt-berüchtigten Spulenfiepen führen.
  • Mit Pech passiert das auch schon bei deutlich niedrigeren Bildraten, aber das Grundproblem dahinter hat mich auf die Idee gebracht, die Hertzzahl meiner Maus anzupassen.

Dabei handelt es sich um die Abfragerate des Nagers. Je höher die Hertzzahl ist, desto öfter kommuniziert die Maus also mit Windows, um die aktuelle Zeigerposition mitzuteilen.

Und siehe da: Senke ich den Wert von den üblichen 1.000 Hertz auf 500 Hertz, wie auf dem Bild zu den Treibereinstellungen oben zu sehen, ist das nervige Geräusch praktisch komplett verschwunden.

Im Windows-Alltag merke ich dadurch keine Verschlechterung der Genauigkeit, auch wenn ich beim Spielen von kompetitiven Titeln wie League of Legends dann doch lieber wieder auf 1.000 Hertz umschalte.

Das Problem tritt übrigens unabhängig von der verwendeten Maus auf.

  • Entscheidend ist also an meinem PC nicht das Modell, sondern die Hertzzahl, die anliegt. Getestet habe ich es unter anderem mit der Turtle Beach Kone 2 Air, der Roccat Kone Pro Air, der Asus ROG Harpe Ace und der Logitech G305.
  • Dass ich das Geräusch so gut wahrgenommen habe, liegt gleichzeitig auch daran, dass mein Mini-ITX-Gehäuse auf meinem Schreibtisch sehr nah neben mir steht.
  • Ich gehe zu guter Letzt davon aus, dass ein Wechsel des Mainboards das Problem ebenfalls beheben würde. Aber die Lösung über den Treiber ist dann doch deutlich flotter umsetzbar.

Lasst mich gerne in den Kommentaren wissen, ob ihr so ein Problem auch schon mal hattet, was für eine Maus ihr verwendet und mit welcher Hertzzahl ihr sie betreibt!

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