Bevor ihr neue Geräte kauft: So holt ihr das Maximum aus eurem WLAN-Repeater heraus

Netzwerk-Tipp für besseren Empfang: Der Ethernet-Port am Repeater ist oft ein Problemlöser bei langsamem Internet.

Der Ethernet-Port am WLAN-Router kann die Qualität eures Internets deutlich verbessern. (Bildquelle: GameStar Tech; wavemovies Adobe Stock) Der Ethernet-Port am WLAN-Router kann die Qualität eures Internets deutlich verbessern. (Bildquelle: GameStar Tech; wavemovies / Adobe Stock)

Gutes Internet ist in Deutschland immer ein Thema, sei es der vor allem in ländlichen Regionen immer noch andauernde Netzausbau, Tarifverträge oder einfach eine gute Verbindung zur eigenen Wohnung.

Denn ein langsames und hängendes Internet kann schnell zu einem störenden Problem werden, wenn Verbindungen immer wieder abbrechen, Streams zu stottern beginnen oder der Ping bei einem Spiel gefühlt ins Unendliche schießt.

Wege, um die Internetprobleme zu lösen, gibt es einige, wovon viele selbst behoben werden können. Indem ihr etwa ein Softwareupdate bei eurem Router durchführt oder euren Repeater an einen anderen Ort stellt.

Ein Ethernet-Kabel an einem WLAN-Repeater anzubringen, kann auch eine hilfreiche Lösung sein – die manche nicht kennen.

Darum kann der Ethernet-Port die Lösung sein

In vielen Haushalten sind WLAN-Repeater ohne Kabel im Einsatz, die das Funksignal eines Routers aufnehmen und weiterreichen. Das klappt zwar einwandfrei, sollte der Repeater weiter weg stehen oder das Signal durch dicke Wände gehen, wird die Verbindung aber deutlich geschwächt.

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Die Folge sind die üblichen Probleme wie Einbrüche in der Verbindung oder ein langsamer Download. Um dagegen etwas zu machen, hilft der unscheinbare Ethernet-Port am Gerät. Und das gleich auf zwei Arten:

Volle Performance als Access Point: Verbindet ihr den Repeater per LAN-Kabel direkt mit dem Router, wandelt er sich technisch zu einem Access Point. Das Kabel transportiert die volle Bandbreite verlustfrei zum Zielort, wo der Repeater erst dann ein frisches, starkes WLAN-Signal ausgibt.

Kabelverbindung für Konsolen und PCs: Der Port funktioniert auch andersherum. Steht der Repeater im Raum, könnt ihr Gaming-PCs, PlayStations, Xboxen oder Smart-TVs per Kabel direkt an den Repeater anschließen. Je nachdem, wie gut das WLAN-Modul am Empfänger-Gerät ist, kann das einen deutlichen Unterschied in der Geschwindigkeit des Internets machen.

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Alternativen: Was tun, wenn kein Kabel verlegt werden kann?

In manchen Fällen ist es keine Option, ein LAN-Kabel quer durch die Wohnung zu ziehen. Bei größeren Distanzen stößt ein kabelloser Router aber irgendwann doch an seine Grenzen. In dem Fall kann ein Mesh-Repeater eine gute Alternative sein.

Im Gegensatz zu älteren Standard-Repeatern nutzt das Mesh-Gerät denselben Netzwerknamen (SSID) wie eure Router. Dadurch wählen eure Smartphones oder Laptops nahtlos das stärkste Signal, ohne dass die Verbindung kurz abgreift. 

Für größere Wohnungen oder Häuser bringt ein Mesh-System zusammen mit mehreren Nodes (Einheiten), die dauerhaft untereinander kommunizieren und die Datenlast intelligent verteilen, so eine stabile Verbindung. In der Anschaffung sind diese zwar recht teuer, bieten euch dadurch aber eine verlässliche Internetverbindung ohne Abbrüche.

Mögliche Lösungen bei langsamem Internet

Bevor ihr zu der teuren Lösung greift, solltet ihr zunächst schauen, ob euer Internetproblem nicht an einer anderen Stelle liegt. Für eine schlechte Router-Verbindung können mehrere Tricks hilfreich sein – unter anderem:

  • Der Klassiker – Router neustarten: Ein schlichter Neustart leert den Arbeitsspeicher des Routers, trennt verwaiste Verbindungen und wählt bei vielen Modellen automatisch einen weniger überlasteten Funkkanal.
  • Speedtest per Kabel machen: Schließt einen Laptop oder PC per LAN-Kabel direkt an den Router an. Entspricht die Geschwindigkeit dort schon nicht eurem Vertrag, liegt das Problem beim Anbieter, der Leitung oder eurem Router – nicht an eurem Repeater.
  • Standort des Repeaters korrigieren: Der Repeater gehört auf die halbe Strecke zwischen Router und Zielgerät. Steht er bereits im Funkloch, kann er auch nur ein schlechtes Signal aufgreifen und weiterleiten.
  • Störquellen meiden: Mikrowellen, Bluetooth-Anschlüsse, wasserführende Leitungen, dicke Stahlbetonwände oder große Metallflächen dämpfen das Signal massiv. Platziert Router und Repeater möglichst frei und leicht erhöht im Raum.

Sollte eure Verbindung dann immer noch nicht besser sein, bleibt euch noch die Lösung mit dem Ethernet-Kabel. Sofern ihr beim Verlegen des Kabels kein Problem habt.


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