Die PlayStation 5 hat gewonnen - das muss jetzt sogar Xbox-Chef Phil Spencer indirekt anerkennen. In einem Interview mit XboxEra verkündet er einen Strategiewechsel bei Konsolenbesitzer Microsoft. »Ich versuche nicht mehr, sie alle auf die Xbox zu bringen«, sagte Spencer mit Blick auf Spieler, die Nintendo- oder PlayStation-Systeme bevorzugen.
Der Wettstreit zwischen den zwei großen Konsolenrivalen Microsoft und Sony scheint damit zumindest für die aktuelle Generation abgehakt, die erdrückende Marktmacht der PS5 (fast dreimal so viele verkaufte Konsolen wie Xbox Series X/S) scheint auch bei den Xbox-Offiziellen mächtig Eindruck geschindet zu haben.
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The Outer Worlds 2 ist eins der Microsoft-Spiele, das auf Exklusivität pfeift und auch für die PlayStation erscheint
Was hat Phil Spencer genau gesagt?
»Wir verdienen mehr auf unserer eigenen Plattform«, gab Phil Spencer auf die Fragen im Podcast zu, »aber es gibt Spieler, die PlayStation oder Nintendo bevorzugen, und ich möchte sie nicht ignorieren, indem ich sage, dass wir nicht versuchen sollten, dort ein Geschäft aufzubauen und Fans für unsere Franchises zu finden. Ich versuche nicht mehr, sie alle auf die Xbox zu bringen.«
Spencer, der inzwischen den Titel CEO von Microsofts Gaming-Sparte führt, ergänzte: »Die Leute haben alle so viel in unsere Spiele investiert. Lassen wir einfach mehr Leute spielen, und ja, die 70 Prozent, die wir mit Spielen auf anderen Plattformen verdienen, helfen uns dabei, ein großartiges Portfolio aufzubauen, wie wir es auf der Dev Direct gezeigt haben, und ich hoffe, dass sich das auch für den Rest des Jahres fortsetzen wird.«
Microsoft gibt den Kampf (fast) auf
Spencers Kommentare werden als Bestätigung des seit mehreren Monaten vorgelebten Kurswechsels bei Microsofts Xbox-Sparte gesehen. Zwar will das Unternehmen weiter Hardware produzieren - auch weil auf der eigenen Plattform beim Spieleverkauf mehr Erlöse in der eigenen Tasche verbleiben -, die Zeit der Xbox-Exklusivspiele scheint aber endgültig vorbei.
Immer mehr Titel sollen künftig parallel auf allen Plattformen erscheinen, inklusive der des jahrzehntelangen Konkurrenten Sony. Dabei werde es laut Spencer künftig auch keine Zeitexklusivität mehr geben wie zuletzt bei Indiana Jones und der Große Kreis.
Es ist das Ende einer Ära. Wie die Fan-Lager der beiden Konsolen auf diese neue Situation reagieren werden, bleibt derweil abzuwarten. Der sogenannte Konsolenkrieg wurde über die Jahre erbittert ausgefochten und ließ tiefe Gräben zwischen den beiden Hauptakteuren entstehen.
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