Die Gaming-Landschaft hat sich in den letzten Jahren stark verändert und ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht.
Während vor einiger Zeit noch eine starke Trennung zwischen PlayStation-, Xbox- und PC-Spielen herrschte, wird diese immer weiter aufgeweicht.
Seit 2022 bringt Sony vermehrt ehemalige PS4- und PS5-Exklusivtitel auf den PC. Helldivers 2 erschien sogar gleichzeitig auf der PlayStation 5 und Steam.
Ein ehemaliger CEO von Sony hat jetzt mehr über diesen Strategiewechsel verraten.
PC-Ports sind für Sony wie »Geld drucken«
Wer spricht da? Shūhei Shu
Yoshida hat jahrelang bei Sony in der Spiele-Sparte gearbeitet und war unter anderem Präsident der Dachorganisation aller Entwicklungsstudios der japanischen Firma. Er gehörte zum Team, das die erste PlayStation entwickelte und war auch danach an zahlreichen Konsolen und Titeln beteiligt.
Im Januar ist Yoshida nach über 30 Jahren bei Sony zurückgetreten. In einem Interview mit Sacred Symbols+ (via Push Square) hat der Industrie-Veteran jetzt über die letzten Jahre bei PlayStation gesprochen.
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Darum geht's: Neben dem Release der PS5 stand in diesem Zeitraum vor allem die zunehmende Aufhebung der Marken-Exklusivität im Fokus.
Seit 2022 hat Sony mit God of War, Uncharted, The Last of Us, Horizon, Ghost of Tsushima, Ratchet & Clank und Marvel's Spider-Man im Grunde alle aktuell wichtigen Marken mit Ausnahme von Astro Bot auf dem PC veröffentlicht.
Yoshida selbst hatte diese Entwicklung wohl schon früher angestoßen. Die Firma konnte aber erst mit dem Argument überzeugt werden, dass PC-Spieler möglicherweise in der Zukunft eine PlayStation-Konsole kaufen würden, wenn sie erst einmal Fans der Exklusiv-Marken wären.
Zudem gibt es große Märkte wie den in China, in dem Konsolen eine deutlich kleinere Rolle spielen als etwa in Europa oder den USA.
Um diese zu erreichen, musste Sony laut Yoshida den Exklusiv-Zwang zumindest teilweise aufgeben.
Ob diese Strategien letztlich aufgegangen sind, ist unklar. So oder so hat Sony aber offenbar sehr viel Geld mit den PC-Ports verdient.
Da solche Ports deutlich günstiger sind als die Entwicklung komplett neuer Spiele, spricht Yoshida sogar davon, dass es »fast wie Geld drucken« wäre.
Von diesen Gewinnen profitieren aber wiederum auch die Spieler selbst. Durch die Mehreinnahmen können nämlich neue Großproduktionen finanziert werden.
Die Kosten für die Entwicklung von AAA-Titeln sind in den letzten Jahren explodiert. Ob diese nur durch die Verkäufe auf einer Konsole gedeckt werden können, ist fraglich. Und solange Sony nicht am Account-Zwang festhält, kommen die PS5-Spiele auch bei PC-Spielern sehr gut an.
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