Chinesischer E-Auto-Hersteller will »fliegende« Autos bauen – es soll schon 2027 losgehen

Xpengs fliegendes Auto verbindet einen Elektro-Van mit einem eVTOL-Flugmodul. Erste Auslieferungen sollen Ende 2026 starten.

Ist es ein Auto? Ist es ein Flugzeug? Nein, der »Land Aircraft Carrier« ist ... irgendwie beides. (© Aridge) Ist es ein Auto? Ist es ein Flugzeug? Nein, der »Land Aircraft Carrier« ist ... irgendwie beides. (© Aridge)

Fliegende Autos klingen nach Science-Fiction, sollen aber schon im nächsten Jahr Realität werden – zumindest, wenn es nach Brian Gu, dem Präsident des chinesischen Autobauers Xpeng geht.

Am Rande der Beijing Auto Show 2026 bestätigte dieser gegenüber dem Branchenmagazin Reuters, dass die großflächige Auslieferung des »Land Aircraft Carrier« genannten Transportmittels noch 2027 beginnen soll.

Erste Einheiten könnten laut Gu noch Ende 2026 an Kunden gehen – sofern die Zulassung durch Chinas Luftfahrtbehörde CAAC rechtzeitig vorliegt.

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Was der »Land Aircraft Carrier« eigentlich ist

Beim Land Aircraft Carrier handelt es sich nicht um ein fliegendes Auto im klassischen Sinne, wie ihr es vielleicht auch auf Filmen wie »Blade Runner« (1982) oder »Das fünfte Element« (1997) kennt. Stattdessen baut Xpeng auf ein modulares System aus zwei Fahrzeugen:

  • Das Bodenmodul ist ein sechsrädriger Elektro-Van für bis zu fünf Personen mit einer Reichweite von über 1.000 Kilometern. Ein (fast) klassisches Elektroauto eben.
  • Das Luftmodul ist indes ein zweiköpfiges Elektro-Fluggerät mit sechs ausklappbaren Rotoren, das wie ein Hubschrauber senkrecht startet sowie landet und sich laut Hersteller per Knopfdruck aus dem Heck des Vans aus- und wieder einfahren lasse.
  • Der Van fungiert hierbei zeitgleich als das mobile Ladegerät für das Flugmodul.
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Zwischen 7.000 Vorbestellungen und Zulassungshürden

Eigenen Angaben zufolge hat Xpeng bereits mehr als 7.000 Vorbestellungen für den Land Aircraft Carrier erhalten. Einen endgültigen Preis hat das Unternehmen bisher nicht genannt; als »Ziel« gibt das Unternehmen maximal 2 Milliionen Yuan aus, was etwa 250.000 Euro entspricht.

Das größte Hindernis auf dem Weg zur Massenproduktion ist aber die noch ausstehende Regulierung.

  • Die CAAC hat zwar den Antrag auf Musterzulassung bereits angenommen, prüft derzeit aber noch die Produktionszertifizierung.
  • Ohne diese Freigabe ist eine Auslieferung im großen Maßstab nicht möglich – auch wenn die Produktionsinfrastruktur laut Xpeng schon bereits steht.

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In Guangzhou betreibt nämlich die Xpeng-Submarke Aridge eine 120.000 Quadratmeter große Fabrik, die Unternehmensangaben zufolge die weltweit erste Massenproduktionsalage für fliegende Autos ist.

Vor rund einem Jahr (via SCMP) gab die damals noch unter »AeroHT« firmierende Submarke an, auch Europa mit den »fliegenden Autos« im Visier zu haben: CEO He Xiaopeng erklärte im Rahmen der internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in München an, dass man auf »ein baldiges Debüt in Deutschland und anderen europäischen Märkten« hoffe.

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