Mithilfe von KI lassen sich kostengünstig und schnell Bilder und Videos erstellen. Eine Analyse zeigt, wie sich durch solche Inhalte der YouTube-Feed verändert. Die Ergebnisse unterscheiden sich je nach Markt teilweise stark.
KI-Inhalte fluten den YouTube-Feed
Der Bericht stammt vom Softwareunternehmen Kapwing und wurde Ende November 2025 veröffentlicht. Untersucht wurden dabei die »Trending«-Kategorie in YouTube in verschiedenen Ländern sowie Shorts (via xataka).
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Der KI-Hype frisst sich selbst – Tech-Jahresrückblick 2025
Vorab wurden zwei Kategorien festgelegt und definiert:
- KI-Slop bezeichnet KI-generierte Inhalte, die oft von niedriger Qualität sind
- Brainrot bezeichnet Videos von niedriger Qualität ohne wirklichen Inhalt, die den »mentalen oder intellektuellen Zustand des Betrachters während des Betrachtens korrodieren« sollen
Beide sind in erster Linie dazu da, die Aufmerksamkeit der Nutzer zu erregen. Viele Kanäle, die solche Inhalte hochladen, produzieren ganze Massen solcher Videos. Was funktioniert, wird dann wiederholt, wodurch die Inhalte immer gleichförmiger und besser im Erregen von Aufmerksamkeit werden.
So wurde untersucht: Kapwing hat sich in den unterschiedlichen Ländern die »Top 100 Trending«-Kanäle angesehen und Aufruf- sowie Followerzahlen notiert. Zudem wurden neue Accounts erstellt, um zu ermitteln, welche Shorts ein Nutzer ohne Wiedergabehistorie angezeigt bekommt.
Laut dem Bericht besteht der YouTube-Feed je nach Land zu 21 bis 33 Prozent aus »KI-Slop«-Inhalten und »Brainrot«-Inhalten. Die Art der Nutzung ist dabei regional unterschiedlich.
Die in Spanien gelisteten Kanäle haben etwa zusammengenommen mehr als 20 Millionen Subscriber, womit das Land im Ranking ganz vorne liegt. Die meisten Views haben hingegen KI-Kanäle aus Südkorea gesammelt.
Der KI-Kanal, der weltweit die meisten Abonnenten hat, ist ein US-amerikanischer Channel, der allerdings spanischsprachigen Content erstellt. Der Kanal mit den meisten Aufrufen stammt aus Indien. Dieser soll laut dem Bericht jährlich knapp 4.25 Millionen US-Dollar umsetzen.
Wenig überraschend sind Kanäle, die Inhalte auf Englisch, Spanisch, Hindi, Portugiesisch und Arabisch erstellen, auch am erfolgreichsten, da diese Sprachen nun mal weltweit mit am meisten gesprochen werden. Dazu kommen Länder wie Südkorea, Singapur oder Indoniesen, in denen viele Menschen leben.
Zum Stand der Analyse hatten allerdings auch KI-Kanäle aus Deutschland satte 1.23 Milliarden Aufrufe gesammelt. Zudem scheint festzustehen, dass Nutzer, die neu auf YouTube kommen, kaum an solchen KI-Inhalten vorbeikommen, egal aus welchem Land sie stammen.
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