Brüste! Brüste!!! Brüste!!!!!!!

Falls ich mit der Überschrift noch immer nicht die Aufmerksamkeit zumindest der männlichen Leser hier habe, noch ein Bild mit dem evolutionären...

von ArminCH am: 27.05.2013

Falls ich mit der Überschrift noch immer nicht die Aufmerksamkeit zumindest der männlichen Leser hier habe, noch ein Bild mit dem evolutionären Vorgänger des weiten Ausschnitts:

Ja, das ist wirklich Metro: Last Light. Und soviel vorab - die übertriebene Animation von wackelnden Titten und knackigen Hinterteilen der Frauen ist einer der kleineren Kritikpunkte an einem ansonsten wirklich guten Spiel. Ja, mir hat Metro: Last Light wirklich gut gefallen, ich kann es guten Gewissens weiterempfehlen, aber ganz ohne Macken kommt auch dieses gottseidank aus dem THQ Untergang gerettete osteuropäische Kleinod auch nicht aus.

1. Technik & Design:

Machen wir uns nichts vor: Das Spiel sieht über große Teile wirklich großartig aus. Die Stationen sind großartig belebt, jede Menge NPCs ohne allzugroßen Klonalarm und vor allem eine sehr glaubwürdig mit allerlei Unrat, Gerümpel, Röhren, Zäunen, Obstacles verzierte Umgebung machen das Erkunden der Stationen zu einem Hochgenuss.


Die Außenareale mit ihren weitläufigen Landschaften und einem wirklich grandiosen Panorama lassen im ersten Moment die Kinnlade runterklappen.

Aber wie sieht es in der namensgebenden Metro selbst aus?

Keine Sorge: Auch in den Tunneln der Metro selbst zeigt die hauseigene Engine, was sie drauf hat: Dynamisches Licht wirft dynamische Schatten, und das Ganze wirkt so als hätte jemand die ebsten grafischen Tricks des Doom 3 Lightcastings mit der Power einer Unreal 3 gekreuzt. Beeindruckend. Aber ein Hauch Kritik muss erlaubt sein:


Denn kommt man zu nahe an ein Objekt oder besser gesagt dessen Oberfläche heran, wirkt diese durch zu niedrige Auflösung und fehlendes oder in Punkto realer Beschaffenheit fehlerhaftes Shading eben wie eine Textur - und nicht wie eine reale Oberfläche. Das haben an manchen Stellen Spiele wie Dead Island Riptide, aber partiell auch schon mal ein Billigstgame wie das von mir trashgelobte Into the Dark besser gelöst.

Egal - das Gesamtbild ist sehr, sehr stimmig, und gemeinsam mit einem wirklich guten Sounddesign sorgen die technischen Grundlagen für die notwendige Atmosphäre um das Gameplay zu genießen.

2. Das Gameplay

Metro ist ein Shooter und will auch gar nichts anderes sein. Und als solcher funktioniert das Game auch hervorragend. Die Lernkurve, das Balancing, die Dramaturgie, das Pacing zwischen hektischen, adrenalintreibenden Begegnungen und Szenen sowie den ruhigeren Abschnitten in den Stationen funktioniert hervorragend. Für einen Shooter ebenfalls wichtig: Die Knarren sind abwechslungsreich, machen richtig Spaß und lassen sich upgraden.



Natürlich wurde die spielerisch sinnvolle Einteilung in Normal- und Militärmunition beibehalten, inklusive des damit verbunden Währungssystems.

3. Die Story

Hier halte ich mich aus Spoilergründen vornehm zurück, aber einige Details seien zu nennen: Man schlüpft wieder in die Haut von Artyom, und ja, sein telepathischer Kontakt zu den Schwarzen spielt eine wichtige Rolle. Aber groß herausgestrichen wird der Konflikt zwischen den Roten und dem Reich, und das ganze in einer für mich als Fan der Romane zu drastischen Schwarz / Weiß Zeichnung, und das trotz der Mitarbeit von Glukhovsky persönlich.

Mein Fazit:

Metro: Last Light ist großteils ein sehr guter, streckenweise sogar richtig grandioser Shooter. Aber eben nur das. Ich erwarte ja gar keine Adventure Einlagen, aber ein paar tiefgreifendere Rollenspielanleihein hätte das grandiose Setting von Romanautor Glukhovsky durchaus vertragen. Auch kann ich mir kaum vorstellen, dass dieser die Möpse- und Ärscheparaden im Spiel haben wollte. Wenn ja, dann ist er vielleicht eben auch nur ein alter Lustmolch.

Wie auch immer:


Ich sollte das Spiel nicht nach dem beurteilen, was ich aus Metro gemacht hätte, sondern als das, was es ist: ein wirklich großartiger Shooter, der derzeit beste in diesem Jahr, das sich immerhin der Halbzeit entgegenbewegt.

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Wertung
Pro und Kontra
  • Sehr gute Technik
  • Spannendes Gameplay
  • Glaubwürdige Metro Atmosphäre
  • Spannende Inszenierung
  • Großartiges Art Design
  • kleine Macken wie niedrige Detailtexturen
  • Wackelpuddingmöpse
  • subjektiv wahrgenommene Abweichungen zur "Romanwelt"

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

genau richtig

Bugs:

Nur sehr wenige

Spielzeit:

Mehr als 5, weniger als 10 Stunden



Kommentare(10)

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