Egal wer gewinnt - wir verlieren...

Also ich bin schon ein bisserl entäuscht. Das Game mit dem Clash der beiden Film-Ikonen (eigentlich sind's ja drei, die Marines erinnern mich sehr an die...

von GROBI75 am: 05.04.2010

Also ich bin schon ein bisserl entäuscht. Das Game mit dem Clash der beiden Film-Ikonen (eigentlich sind's ja drei, die Marines erinnern mich sehr an die 'Starship Trooper' :) ) fühlt sich schon wirklich sehr konsolig an. Grade der Marine ist auf das Nötigste reduziert. In anderen Shootern ist die Figurenführung wesentlich agiler. Es steuert sich nicht schwammig oder so, aber man fühlt sich doch schon arg eingeschränkt, wenn man sich nichtmal ducken oder über Kimme und Korn zielen kann. Der PC-Shooter ist da so konditioniert, das ist eine massive Umgewöhnung.

Die Kampagne des Soldaten versucht das durch seine Inszenierung wett zu machen. Auch das klappt nur teilweise. Es gibt sehr schöne Momente wie der gesamte Anfang, der erste Fight gegen den Predator ist ziemlich nett gemacht, aber ansonsten dominiert der Durchschnitt. Das ist alles nicht übel, es gibt Schreckmomente zum zusammenzucken und wenn Facehugger in der Nähe sind, macht sich gepflegte Nervösität breit. Beim stoischen Motion-Tracker-Fiepen sowieso, aber entgegen meiner ersten Einschätzung ist das nicht 'Call of Duty' im 'Dead Space', die Klassen erreicht es definitiv nicht.
Zum Mittelmaß gesellt sich eine allenfalls solide Grafik. Prinzipiell schön gemacht. Besonders der Dschungel gefällt mir, aber es mangelt an Abwechslung, ausser Wald, Labore und etwas Tempel-Anlagen gibt's nicht viel zu sehen.

Die Spielmechanik des Predator bzw. Alien wuchten das Spiel minimal über den Durchschnitt, denn die zu Steuern ist wirklich mal etwas anderes und macht durchaus Laune. Das ganze Spiel ist aber schon mehr 'Aliens' als 'Predator' für meinen Geschmack. Obwohl der auch seinen recht hübschen Dschungellevel inklusive 'Ausstellungsstücke' hat.

Ein zickiges Game. Es gibt viele nette Sachen, aber auch schlicht dumme Gameplay-Entscheidungen wie die nicht abzubrechenden Animationen inmitten der Action. Dagegen steht der wirklich gute Einstieg der Marine-Kampagne und ein an sich akzeptabler und atmosphärischer MP. Allerdings bin ich da auch CoD-verkorkst. Es befriedigt überhaupt nicht, wenn man ein Spiel gewinnt, weil es ausser belangloser Skins keine Belohnungen gibt. Ranking-Systeme sind für MPs aber mittlerweile unabdingbar. Das titelgebende und verheissungsvolle 'Aliens vs Preadtor' ist also eher ein Kräftemessen für Zwischendurch...

Trotzdem. Von der Fan-Seite her gibt's eigentlich nicht viel zu Meckern, die beiden Universen verknüpft das Spiel weitaus intelligenter als die grottigen Filme! Dürfte bei den Streifen aber natürlich auch eine Budget-Frage gewesen sein. Das wussten die Macher und haben das mit den verschiebaren Wänden im Tempel des ersten Films quasi als einziges Element aus den AvPs ins Spiel in den Mulitplayer übernommen. Als ich das im Film gesehen habe, dachte ich mir schon, dass es in einem Game besser funktionieren würde. So war's dann auch...

Beinharte Fans der Viecher können ruhig man den berühmten Blick riskieren, den UK-Import gab's(?) zum fairen Preis von zwanzig Euro. Der Rest trifft sich bei 'Bad Company 2' oder in der 'Metro 2033'.

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Wertung
Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

genau richtig

Bugs:

Nein

Spielzeit:

Mehr als 10, weniger als 20 Stunden



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