Im folgenden beziehe ich mich nur auf den Singleplayer, den ich bei einem Freund genießen durfte, - den Multiplayer habe ich selber noch nicht gespielt.
Nachdem Modern Warfare 1 alle Erwartungen an ein gelungenes Action Spiel mehr als erfüllt hatte und mich dank spannender Missionen, einer rundum schlüssigen Handlung und trotz manchmal aufkommender Schießbuden Action durch genial gescriptete Ereignisse zu beeindrucken wusste, traf ich mich mit einem Freund um genau den gleichen Spaß zu haben, wie beim Vorgänger.
Das Intro der Kampagne weckte alte Errinerungen an den ersten Teil, den ich gerne spielte und spiele.
Die Grafik scheint sich seit dem letzten Teil noch weiter verbessert haben. Es ist offenkundig, dass es sich bei der Engine immer noch um die altgediente handelte, aber bessere Texturen und Effekte, die von allein Seiten auf einen einprasselten, taten ihr übriges um einen wieder in den Bann zu ziehen.
Das erste Level in Afghanistan war packend und gut und auch die nächste Mission in der Arktis konnte uns begeistern.
Besonders der Anfang der Mission, wo man am Abgrund sitzt und in ein verschneites alpines Tal guckt, ist einfach atemberaubend.
Danach ging es - leider - stetig bergab.
Die Handlung wurde immer unverständlicher, bzw weit hergeholt, warum ich ein Massaker in ein Spiel gehört, bzw grade nicht, wurde an anderer Stelle besser erläutert - warum ich in diesem Moment den Ober Terroristen nicht einfach umlege, blieb mir bis heute schleierhaft.
Ab da folgte ein Schauplatzwechsel auf den nächsten.
Die Favela in Rio war spielerisch insgesamt am anspruchsvollsten und machte Spaß, doch da war das Zenit des Spielspaßs und der Logik auch schon überschritten.
Die Geschichte wurde zur Belanglosigkeit, - (warum ich eine halbe stunde 2 Burgerketten verteidige sei mal dahingestellt) - und das Missionsdesign nervig, - siehe Burgermission - wo man dauernd zwischen den Gebäuden die Position wechseln muss. Unnütze Rennerei kombiniert mit idiotischen Gegnern raubten schließlich den letzten Respekt vor der Atmosphäre, die im ersten Teil noch wesentlich besser rüberkam.
So verlegten wir uns darauf, ab nun möglichst viele Gegner zu messern, auf den unteren Schwierigkeitsgraden kein problem, Handlung war sowieso nur noch nebensache.
Zu recht, wenn man die unsinnigen Turns der Handlung und die nicht vorhandene Auflösung eben jener bedenkt.
Das dann die gegnerischen Soldaten sich hinter Autos ducken, deren Türen fehlen und somit super Opfer darstellen, Gegner zwei Meter hinter dir stehen und es nicht fertig bringen, dich mit ihrem MG auch nur anzuschießen und ausgeführte gegnerische Mannöver, die so nicht mal ein Zombie leisten würde, da dem selbst sein 'Leben' zu viel wert wäre um ins Kreuzfeuer zu rennen, ist dann nur noch das kleinere Manko.
Insgesamt zwar witzig inszeniert mit einigen WOW Effekten, aber auf einem Niveau, das ich mir bei einem so hoch gehypten Spiel anders vorgestellt hätte und einer Handlung, die wie im Titel beschrieben, selbst für Herrn BOll zu blöd wäre..
Da der Multiplayer jedenfalls für alteingesessene Dedicated Server / COD 4 Fans nix zu sein scheint, höchstens ne Empfehlung für den Low Budget Bereich...
Modern Warfare 2 - Uwe Boll Inszenierung zum Mitballern
Im folgenden beziehe ich mich nur auf den Singleplayer, den ich bei einem Freund genießen durfte, - den Multiplayer habe ich selber noch nicht gespielt.Nachdem...
von quicked am: 16.11.2009

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