„Skyrim auf Speed“? Schnell? Ja! Skyrim! NEIN!

Um ehrlich zu sein verstehe ich nicht wie man dieses Spiel so beschreiben kann. Es gibt nicht viele Gemeinsamkeiten mit Skyrim. Vielleicht die Art und Weise wie...

von - Gast - am: 24.02.2012

Um ehrlich zu sein verstehe ich nicht wie man dieses Spiel so beschreiben kann. Es gibt nicht viele Gemeinsamkeiten mit Skyrim. Vielleicht die Art und Weise wie man Schlösser knackt, aber ansonsten fällt mir da auch nicht viel ein.

Der Anfang

Naja, es fängt alles damit an, dass man stirbt.
ÄHM? Warte mal… Ich bin tot?
Okay, nicht ganz, sonst würde man ja Nichts zum Erzählen haben. Man wird, wie kann man es auch anders erwarten, wiederbelebt und schon kann die Handlung losgehen. Mit einem rostigen Schwert, das wir schnell auftreiben können, stürmen wir ins Kampfgetümmel.

Handlung

AHA wo wollt ich nochmal hin? Oft hab ich mir diese Frage gestellt. Man verspürt in keinster Weise den Drang die Haupthandlung wirklich zu verfolgen. Denn von einer dunklen Bedrohung verspür‘ ich oft sehr wenig. Liegt vielleicht auch an der farbenfrohen und gut beleuchteten Umgebung, die doch einen sehr idyllischen Eindruck hinterlässt. Lieber beschäftige ich mich mit ein paar Nebenquests und stürze mich in Kämpfe. Ja, denn da liegt die große Stärke von KoA. Das schnelle Kampfsystem.

Nach eigentlich starkem Start flacht die Story schnell ab. Dabei sind die Voraussetzungen für eine gute Handlung kaum besser. Das Schicksal ist Dreh und Angelpunkt des Spiel. Wer bis jetzt der Ansicht war man könne das Schicksal nicht ändern wurde eines besseren belehrt. Zumindest hätte ich das am Anfang gedacht. Gekommen ist es ganz anders.

Nachdem der Held wiederbelebt worden war, ist er ein unbeschriebenes Blatt. Er kann sein Schicksal in seine eigenen Hände nehmen. Er allein kann bestimmen wie seine Zukunft auszusehen hat. Klingt doch eigentlich sehr spannend und aufregend oder? Da gibt es leider nur ein Problem. Die Geschichte ist vorgeschrieben und auch wenn es scheint, dass der Held freie Hand hat, so ist man umso mehr gefangen in den Schreibfedern der Autoren. Es gibt kaum Entscheidungsmöglichkeiten oder unterschiedliche Folgen unserer Taten. Alles ist eigentlich vorbestimmt. Von wegen ich kann das Schicksal verändern. Nix da!

Grafik/Sound

Grafisch hat das Spiel einen Comicstil, den ich persönlich sehr passend und stimmig finde, doch etwas matschige Texturen nehme ein wenig die Atmosphäre raus. Außerdem lässt die Vegetation und die Umgebung etwas zu wünschen übrig. Die Animationen sind dagegen sehr spektakulär und der Sound kling satt.

Gameplay

Zu den ganz großen Stärken von KoA gehört das Kampfsystem. Hier überzeugt das Spiel vollkommen mit starken Effekten und schnellen Kombinationen. Dabei macht es keinen Unterschied welche Klasse man nimmt. Ob Magier, Schurke oder Krieger. Die starken Kampfszenen sind gleichermaßen beeindruckend und machen Spaß. Zudem gibt es auch die Möglichkeit Klassen zu verbinden. Beispielsweise könnte man einen Schurken/Magier spielen. So macht das Kämpfen mit mehr Möglichkeiten auch gleich doppelt so viel Spaß!

Allein die begrenzte Freiheit schränkt das Gameplay etwas ein. Die Welt ist schlauartig gebaut und man kann nicht wie beispielsweise in Skyrim nach Herzenslust die Welt erkunden. Aber vielleicht gefällt manchen eine direkte Welt mit schnellen aneinander geketteten Handlungssträngen besser. Auch hier muss ich aber einen Kritikpunkt in Sachen Inventar erwähnen. Das Inventar ist vergleichbar wie in Skyrim sehr unübersichtlich in Listenform angelegt. Jedoch gibt es einen großen Pluspunkt in Sachen Skillverteilung. Hier gibt es sehr übersichtliche und einfache Talenbaumübersichten.

Fazit

Kingdoms of Amalur: Reckoning ist trotz nicht allzu vieler Gemeinsamkeiten zu Skyrim keinesfalls ein schlechtes Rollenspiel, sondern sehr unterhaltsam durch viel Action und Effekten geprägt. Schade ist nur, dass die Handlung keine Tiefe hat, vor allem weil man merkt, dass gerade dort viel Potenzial steckt. Trotzdem kann ich es allen Rollenspiel/Fantasy Fans empfehlen. Ignorieren sollte man dieses Spiel keinesfalls. Ein Blick darauf lohnt sich.

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Wertung
Pro und Kontra
  • Grafik: Comicstil, gut beleuchtet
  • Sound: Sound immer passend, gute Sprecher
  • Balance: Magier, Schurke, Krieger sind alle gut spielbar
  • Atmosphäre: Gute Atmosphäre doch...
  • Bedienung: Bedienung ist ganz gut...
  • Umfang: Große Welt mit vielen Quests...
  • Quests / Handlung: Viele Quests doch...
  • Charaktersystem: Übersichtliche Verteilung der Skills
  • Kampfsystem: Actionreich, spektakulär
  • Items: viele verschiedene Items
  • Grafik: Matschige Texturen
  • Sound: Nichts
  • Balance: Gegnger sind manchmal zu schwach
  • Atmosphäre: ...etwas flache Story
  • Bedienung: ...jedoch merklich auf Game-Pad ausgelegt
  • Umfang: ...doch schlauchartig und wenig Freiheit
  • Quests / Handlung: ...wenig abwechslungsreich
  • Charaktersystem: Nichts
  • Kampfsystem: Nichts
  • Items: Nichts

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

eher leicht

Bugs:

Nur sehr wenige

Spielzeit:

Mehr als 40, weniger als 100 Stunden



Kommentare(1)

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