Ausgabe 01/2016

14.12.2015 00:00 Uhr

Disruptiver Dampf

Manchmal passen affige Startup-Hipster-Buzzwords wie »disruptiv« eben doch am besten. Zum Beispiel, wenn man wie Heinrich Lenhardt in unserer Titelstory den Aufstieg des Steam-Betreibers Valve zur PC-Spiele-Weltmacht nachzeichnet. Denn als disruptiv bezeichnet man laut Wikpedia eine Technologie, die »ein bestehendes Produkt oder eine bestehende Dienstleistung möglicherweise vollständig verdrängt«. Fragen Sie doch mal im Spieleladen um die Ecke, ob diese Definition auch auf Steam zutrifft. Ach, Sie haben keinen Spieleladen mehr in der Nähe? Auch nicht in der nächsten größeren Stadt? Eben! Steam hat unser Hobby umgekrempelt wie kaum eine andere technische Neuerung – im Guten wie im Schlechten. Wir beleuchten die Geschichte von Steam (und damit die von Valve), diskutieren Vor- und Nachteile, und tauchen ein in die Welt der Steam-Statistiken, die einen spannenden, überraschenden und teils absurden Einblick in die Spieler-Gewohnheiten bieten.
Die Titelstory zu Steam ist für uns ein Experiment. Denn zum ersten Mal in der Geschichte von GameStar packen wir damit kein Spiel aufs Cover, sondern ein großes, übergreifendes Thema, von dem wir glauben, dass es viele unserer Leser ebenso betrifft (laut einer Umfrage auf gamestar.de haben 99 Prozent der User einen Steam-Account) wie interessiert. Und das wir im Heft – anders als auf unserer Website – als lange Lesestrecke hübsch aufbereiten können, ohne den schnellen News-Zyklen im Internet hinterherlaufen zu müssen. Was ist Ihre Meinung dazu? Wir freuen uns über Lob und Kritik an [email protected].

Mehr für mehr

Wer GameStar in den letzten Monaten aufmerksam gelesen hat, dem sind bestimmt etliche Veränderungen aufgefallen. Die vielleicht wichtigste: Der Magazinteil mit Reports, Hintergrundberichten und Retro-Artikeln ist deutlich gewachsen. Hier lesen Sie aufwändig recherchierte Texte, die auch nicht gratis auf unserer Website zu finden sind, sondern die wir zahlenden Lesern – also Ihnen – vorbehalten! Dass gute Texte von guten Autoren auch gutes Geld kosten, liegt auf der Hand. Zugleich leiden wir – wie fast alle Zeitschriften, egal in welcher Branche – unter rückläufigen Anzeigenbuchungen. Und just Anzeigen waren für uns immer eine wichtige Einnahmequelle, von der unter anderem die Größe der Redaktion und die Seitenzahl der Hefte abhing. Um beides halten zu können, müssen wir nach sieben Jahren mal wieder die Preise leicht erhöhen. Für Abonnenten ändert sich der Preis selbstverständlich erst bei der nächsten Verlängerung.
Dass der Umsatz aus Heftverkäufen am Kiosk und im Abo für uns extrem wichtig ist, liegt auf der Hand. Denn er gibt uns Unabhängigkeit und vor allem kreative »Luft zum Atmen« – also Raum für Experimente und neue Herangehensweisen. Und das ist sowohl in unserem Interesse, als auch in dem unserer Leser. Im Gegenzug verpflichten wir uns, GameStar auch weiterhin stetig zu verbessern. Damit wir dabei nicht ins Blaue arbeiten, haben wir eine kurze Leserumfrage vorbereitet.
Als kleines Weihnachts- bzw. Neujahrsgeschenk liegt dieser Ausgabe ein großes Poster bei. Auf der einen Seite prangt ein schickes Motiv aus Fallout 4 – dem vielleicht prominentesten Spiel des ohnehin grandiosen Spielejahres 2015. Auf die andere Seite haben wir für Sie einen Wandkalender gepackt, komplett mit den Spiele-Terminen (und GameStar-Erscheinungsdaten) des nächsten Jahres. Schließlich wollen wir Sie auch nächstes Jahr beim Spielen begleiten und wünschen einen guten Rutsch und ein erfolgreiches 2016!

Viel Spaß beim Lesen und Spielen!
Markus Schwerdtel


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