Ich habe eine Theorie, ich glaube, dass die Qualität von Titan Quest 2 signifikant mit der Lage der Büros von Grimlore Games zu tun hat. Quasi einmal über eine Kreuzung liegt die Münchner Institution des Löwenbräukellers. Aber noch viel wichtiger: In Laufweite befinden sich außerdem weitere fantastische Restaurants und das Cinema, das bekanntlich beste Kino Münchens mit dem besten Popcorn jemals. Wenn unter diesen Umständen ein mieses Titan Quest 2 entstanden wäre, wäre das gleichzeitig der Beweis für den vollständigen Triumph des Kapitalismus über die Seele. Oder so ähnlich.
Antik, aber nicht altbacken
Denn statt Diablo-Hektik serviert uns Grimlore Games ein Mythologie-Rollenspiel, das an den ersten Teil erinnert wie Feta an Schaf: Handgebaute Welt, bodenständige Quests, keine Spur von Pay2Win oder automatisiertem Game Design. Der Early Access umfasst bereits zehn Stunden Spielzeit mit vier Klassen, zwei Regionen und einem Dual-Klassensystem, das Lust aufs Experimentieren macht.
Jetzt 25% sparen und keine Ausgabe verpassen!Besonders gelungen finden wir: Atmosphäre und Stil. Titan Quest 2 sieht nicht nur gut aus, es fühlt sich wie ein heldenhafter Urlaub in der Antike an – inklusive Sumpfkrabben, Zaubernymphen und Bossen, die dir ordentlich eine mitgeben. Aber das unterm Strich wahrscheinlich Wichtigste: Dieses Titan Quest 2 hat Herz. Und obwohl es in vielen Bereichen noch wachsen muss, verströmt es schon jetzt diese seltene, warme Gewissheit, dass man angekommen ist. Und das man dableiben möchte, weil man möchte, und nicht, weil es durch Seasons und Co. diktiert wird.
Starcraft ist tot, lang lebe der Klon?
Nanu? Da flackert doch etwas am strategischen Firmament! Zerospace landet fast unbemerkt im Orbit – dabei könnte es das Echtzeitstrategiespiel sein, auf das viele seit Jahren warten. Eines, das sich nicht anbiedert, sondern einfach liefert: flotte Partien, kluge Systeme, Kampagne mit Ambitionen. Der Fokus liegt auf Timing, Übersicht und guter Planung.
Auch inhaltlich stimmt der Kurs: Die Kampagne ist überraschend solide, die Fraktionen sind angenehm differenziert. Koop-Fans dürfen sich auf MMO-artige Metaziele freuen, PvP-Profis auf sauber strukturiertes 1vs1. Wer Starcraft 2 vermisst, bekommt hier kein Remake, sondern Indie-Cleverness.
Klar: Noch fehlt es an Glanz in Zerospace. Die Inszenierung ist irgendwie Alpha, was sie vermutlich auch bleiben wird. Die Grafik ist solide, aber eben auch kein Blickfang. Und der Name Zerospace wird sich nicht von selbst ins kollektive Gedächtnis brennen. Aber das Spielgefühl – das ist schon da.
Die Vollversionen
Weitere Highlights
- Der Test von Wuchang: Fallen Feathers, weil das Spiel zeigt, dass Zugänglichkeit und Souls-Gedöns sich nicht widersprechen müssen.
- Der Test von Eriksholm: The Stolen Dream, das euch vor allem durch Atmo und Story gefangen nehmen will. Ach ja, und durch die Grafik. Und den Rest.
- Eine Analyse, wo Steam in 2025 im Vergleich zur Konkurrenz steht und was das für die Firma, für uns und für kleine Entwickler bedeutet.
- Peters schmerzvoller Blick auf das, was bei Microsoft passiert ist.
Der große Knall bleibt (vorerst) aus
Studios machen dicht, Aktien rauschen in den Keller, tausende Entwickler verlieren ihren Job. Und trotzdem: Ein neuer Video Game Crash wie 1983? Bleibt wohl aus. Was da aktuell in der Branche passiert, ist zwar nicht nur ein Schnupfen, aber eine strukturelle Grippe. Nach dem Corona-Boom trifft die Realität auf überhitzte Erwartungskurven: Ubisoft taumelt, Embracer zerlegt sich selbst.
Wir zeichnen das Drama von 1983 nach und legen es auf die Gegenwart. Siehe da, das passt nicht überein, die Gründe lest ihr in unserem Artikel über die kriselnde Branche.
Spoiler: Spiele werden nicht verschwinden. Aber ihre Formen werden sich vielleicht ändern – angepasst an Budgets, Aufmerksamkeitsspannen und den Zeitdruck einer alternden Zielgruppe.
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