Pillars of Eternity 2: Deadfire - PC
Rollenspiel  |  Release: 08. Mai 2018  |   Publisher: THQ Nordic
5 von 8 Leser fanden diese Rezension hilfreich

Leser-Rezension zu Pillars of Eternity 2: Deadfire

Es wird Zeit für spielerisches Neuland!

Von Kontra |

Datum: 24.06.2018 | zuletzt geändert: 04.07.2018, 20:14 Uhr


Obsidian hat sich bei Fans einen Namen gemacht mit der "Wiederbelebung" der beliebten "Infinity-Engine" Spiele: PILLARS OF ETERNITY, TYRANNY und eben jetzt PILLARS OF ETERNITY II: DEADFIRE setzen voll auf das Design von BALDUR'S GATE I und II und der beiden ICEWIND DALE Spiele aus den 90ern/frühen 2000ern.

Mit PILLARS 2 bekommen wir einen erneuten Aufguss des Alten im neuen Gewand... aber langsam könnte sich Obsidian wirklich man was Neues einfallen lassen!

Präsentation

Die Präsentation gehörte nie zu den Stärken dieser Spiele, und so bleibt es auch bei PILLARS 2: es gibt zwar einige Verbesserungen kosmetischer Natur, aber diese sind eher gering und nicht bahnbrechend. Lediglich bei der Vertonung gibt es jetzt deutliche Fortschritte.

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Grafik (Ausreichend)

Im Vergleich zum Vorgänger wurde die Grafik deutlich aufgebohrt. Schön gezeichnet waren die Karten und die isometrisch dargestellte Spielumgebung schon immer, mehr aber auch nicht. Die "Schwächen" der Vorgänger hat man allerdings übernommen: im Kampfgetümmel mangelt es bei einer feindlichen Überzahl nachwievor an Übersicht - heranzoomen mittels Mausrad sorgt nicht wirklich für Abhilfe - und richtige 3D Umgebungen haben wir immer noch nicht: Höhenunterschiede haben immernoch keine spielerischen Auswirkungen wie z.B. in DIVINITY: ORIGINAL SIN 2 lassen sich Erhöhungen nicht taktisch nutzen. Auch die angewurzelten NPCs hat man 1:1 aus den Vorgängern übernommen.

Die Animationen hat man verbessert, beim Heranzoomen sieht alles nicht mehr derart verschwommen aus.

Sound (Ausreichend)

Wie beim Vorgänger unspektakuläre und zweckmässige Geräuschkulisse mit Stärken beim Score.

Vertonung (Befriedigend) (Englische Originalversion)

Hier gibt es die wohl grösste Erneuerung, die auch bitte nötig war: alle Dialoge sind jetzt komplett vertont. Naja fast: einen Sprecher wie in DIVINITY: ORIGINAL SIN 2 bekommen wir nur in den ersten Spielminuten, diese kommentiert die nicht direkt gesprochenen Texte, allerdings nur in der Einleitung. Danach darf man diese Zwischentexte selber lesen. Dialoge sind diesmal durchgehend vertont, aber Pausen gibt es zwischen den Dialogen bei den Beschreibungen immer noch nicht.

Die Qualität der Sprecher ist überwiegend gut, aber nichts Weltbewegendes.

Gameplay

Wer PILLARS OF ETERNITY 1 gespielt hat findet sich sehr schnell zurecht: PILLARS 2 ist genau wie sein Vorgänger ein isometrisches Party-basiertes Rollenspiel mit pausierbaren Echtzeitkämpfen und sehr vielen Dialogen.

Zuerst kreiiert man seine Spielfigur aus Genretypischen Rassen (Mensch, Elf, Zwerg, ect.), Unterrassen (Wald-Elf, Bleich-Elf, etc.), wählt einen Beruf aus (Krieger, Magier, Dieb, etc.) und legt die Attribute fest (Stärke, Intellekt, Geschick, etc.). Perks gibt es auch wieder, diese sind jetzt wesentlich übersichtlicher Dank des komplett angezeigten Talentbaumes. Neu: man kann seinen Helden UND jeden NPC als Einzel-Klasse oder Dual-Klasse definieren. Dafür hat man die maximale Zahl der Partymitglieder von 6 auf 5 reduziert.

Bedienung (Gut)

Die Bedienung wurde fast 1:1 aus dem Vorgänger übernommen. Ein paar Neuerungen sind zu begrüssen: den HUD kann man jetzt anpassen und aus mehreren Anordnungen wählen, die Kämpfe sind jetzt nicht nur pausierbar, sondern lassen sich auch in mehreren Geschwindigkeiten ablaufen, z.B. in Zeitlupe wie in TOWER OF TIME, was mir persönlich mehr zusagt. Reisen geschieht jetzt nicht mehr mit "Zwischenkarten" die die eigentlichen Zielpunkte miteinander verbinden sondern man hat das Reisesystem aus TYRANNY übernommen.

Beibehalten wurde das hervorragende Tutorial und das Nachschlagewerk.

Zugänglichkeit (Gut)

PILLARS OF ETERNITY 2 ist wie Teil 1 ein Oldschool Rollenspiel mit Focus auf Text und taktischen Kämpfen und Party-Management. Das Charaktersystem ist umfangreich aber nicht allzu kompliziert und gut erklärt, also selbst für Einsteiger zu meistern, vorausgesetzt man nimmt sich die Zeit um sich reinzulesen. Verschiedene - jederzeit änderbare - Schwierigkeitsgrade erlauben auch den blutigesten Anfänger einen fairen Einstieg.

Und Lesescheu sollte man nicht sein: auch wenn alle Dialoge vertont sind, die Tutorials, zahlreichen Bücher und Notizen die man unterwegs findet - und wichtige Informationen beeinhalten! - sind es nicht. Wer also unter Buchstabenphobie leidet meidet besser PILLARS 2!

Komplexität (Befriedigend)

Insgesamt ist PILLARS OF ETERNITY 2 leichter als sein Vorgänger, soll heissen, wer den Vorgänger auf dem Schwierigkeitsgrad Normal (es gibt wieder die 5 Schwierigkeitsgrade aus dem Vorgänger) gespielt hat sollte jetzt eine Stufe höher spielen. Geeignet ist PoE 2 für so gut wie jeden was den Schwierigkeitsgrad angeht, bis auf Vollprofis, denen das Spiel selbst auf "Pfad der Verdammten" zu leicht sein dürfte.

Insgesamt spielt sich PILLARS OF ETERNITY 2 weitgehend identisch wie sein Vorgänger, spielerische Neuerungen sucht man mit der Lupe. Passend zum Setting hat man noch ein paar Seeschlachten eingebaut, diese finden aber nur in Textform statt.

Glückerlicherweise hat man wieder auf die Händchen-Halten-Elemente verzichtet: es gibt keinen eingezeichneten Pfad zum Questziel, lediglich ein automatischer Eintrag ins Tagebuch gibt grob vor was als nächstes getan werden sollte. Hinfinden muss man aber selber, es gibt kein X auf der Karte mit der Aufforderung "hier klicken"! Trotzdem sind alle Quests stets lösbar, ultrakomplexe Handlungen wie in ULTIMA 7 gehören eindeutig der Vergangeheit an.

Story und Handlung (keine Spoiler) (Ausreichend)

Die Story von PILLARS OF ETERNITY konnte mich weitaus weinger überzeugen. Man kehrt von den Toten zurück (und kann trotzdem eine komplett neue Spielfigur erschaffen), die Handlung aus dem Vorgänger kann man rekunstruieren oder eine der vorgefertigten Historien auswählen. Auch gibt es im ersten Gespräch die Möglichkeit das Spiel legitim innerhalb von ca. 10 Minuten durchzuspielen.

Insgesamt fand ich die Story eher schwach, das mythische und die Überraschungen aus dem ersten Teil fehlten mir, ebenso wie die Motivation: einen plausiblen Grund warum ich das ganze tue bot sich mir nicht.

Atmosphäre (Befriedigend)

PILLARS OF ETERNITY 2 ist weniger düster als sein Vorgänger und verlegt den Ort der Handlung von Dyrwood in ein Kolonial/Piraten Szenario, was mir persönlich weitaus weniger zusagt. Den meisten dürfte dieser Tapetenwechsel jedoch gefallen, wer möchte schon ein Schauplatz-Recycling wie bei ICEWIND DALE 2?

Insgesamt ist die Atmosphäre ganz in Ordnung wenn man sich mit dem Thema anfreunden kann, aber bei Weitem nichts besonderes. Statt einer Burg hat man jetzt ein Schiff als Hauptsitz, was durchaus Sinn macht und auch gut in die Handlung eingebettet wurde, immerhin muss man sich auch um seine Mannschaft kümmern: sie wollen verpflegt werden - sonst meutern sie. All das wurde gut umgesetzt ohne aufgesetzt zu wirken, ist aber auch nicht so komplex das man sich darüber gross den Kopf zerbrechen muss.

Spieldesign (Befriedigend)

Naja, so langsam sollten sich die Jungs und Mädels bei Obsidian etwas Neues einfallen lassen, den spielen tut sich PILLARS 2 genau wie Teil 1 und TYRANNY - und das wird langsam echt langweilig! Einen eventuellen 3. Teil werde ich mir nicht zulegen wenn es nicht gravierende Neuerungen im Spieldesign gibt, denn ein neues Szenario und eine neue (nicht gerade mitreissende) Story sind einfach zu wenig. Die paar kosmetischen Verbesserungen täuschen auch nicht gerade über die Einfallslosigkeit hinweg.

Entscheidungen gibt es nachwievor viele, allerdings sind diese überwiegend in Form von Dialogen zu treffen: die Engine erlaubt weiterhin wenig Eingriffe in die Spielwelt. "Echtes" 3D sucht man weiterhin vergeblich, man hat immernoch das Gefühl einer 2,5D Welt ohne die Möglichkeit Physik und Terrain auszunutzen - hier hat man im Vergleich zur Konkurrenz definitiv gepennt.

Die taktischen Kämpfe sind diesselben wie aus dem Vorgänger - auch wenn jetzt die Geschwindingkeit einstellbar ist und der Ablauf z.B. in Zeitlupe möglich ist - setzen bei mir schon die ersten Ermüdungserscheinungen ein. Leider.

Umfang (Sehr Gut)

Umfangmässig gibts sicher nichts zu meckern - 50 bis 75 Stunden Spielzeit sind durchaus drin. Viele Nebenquests, die gar nicht mal so uninteressant sind, eine relativ grosse Spielwelt (die sich aber nicht nahtlos erkunden lässt). Alles in Allem bekommt man sehr viel Spiel fürs Geld.

Langzeitmotivation (Befriedigend)

Im Vergleich zum Vorgänger taucht PoE 2 hier etwas ab. Vielleich liegt es daran dass ich PoE inzwischen zweimal durchgespielt habe, zwischendurch in TYRANNY mein Unwesen getrieben habe und PoE 2 einfach zu wenig Neues bringt. Wer mit dieser Ideenarmut leben kann wird hier jedenfalls gut bedient. Ich fand PoE 2 definitiv nicht schlecht, weit davon entfernt, aber "an einem Stück" durchgespielt wie seinen Vorgänger habe ich PoE 2 nicht - es war einfach nicht mehr so fesselnd.

Für wen ist PILLARS OF ETERNITY 2?

PoE 2 richtet sich - wie sein Vorgänger - an die Fans der alten Infinity Engine Spiele aus den späten 90ern, wie BALDUR'S GATE 1 & 2 und ICEWIND DALE 1 & 2. Fans des ersten PoE sei Teil 2 uneingeschärnkt empfohlen. Vorkenntnisse aus dem 1. Teil sind nicht zwingend erforderlich, machen aber das Verständnis der Handlung und Szenerie um einiges einfacher. Wer mehr in Richtung Open World und simples Hack und Slay tendiert wird mit PoE 2 eher weniger glücklich werden.

Fazit

Ich finde PILLARS OF ETERNITY 1 deutlich besser als 2. Gerade spielerisch hat sich im Verleich zum Vorgänger PoE 1 und TYRANNY nur sehr wenig getan. Für einen eventuellen 3. Teil erwarte ich definitiv mehr als nur eine handvoll kosmetischer Verbesserungen. Eine neue Engine wäre ebenso mal fällig, langsam setzt sich hier und da der Staub an.

Spass macht PoE 2 dennoch, ein Wiedersehen mit alten Bekannten aus Teil 1 (Eder!) trägt ebenso dazu bei, wie die umfangreichen spielerischen Freiheiten und etlichen Entscheidungen die zu treffen sind. Auch der wieder enorm geratene Umfang des Spiels ist überdurchschnittlich und durchaus zu begrüssen.

Erneutes durchspielen ist ebenso möglich, da es mehrere Lösungswege gibt. Das neue Dual-Klassensystem wird experimentierfreudige Spieler sehr freuen die möglichst viele unterschiedliche Builds kreiieren wollen.

Von mir gibt's diesmal trotzdem lediglich ein "GUT": von der enormen Sogwirkung des Erstlings habe ich diesmal nichts gespürt. Leider.

Wertung:

81/100 » alle Rezensionen von Kontra (26)

Screenshots zu Pillars of Eternity 2: Deadfire

Alle Screenshots zu Pillars of Eternity 2
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Pro & Contra

  • sehr umfangreich
  • hervorragendes, detailliertes Charaktersystem, Dual-Klassen
  • viele spielerische Freiheiten
  • viele verschiedene Lösungswege
  • wenig Neues im Vergleich zu Teil 1
  • Seeschlachten schlecht umgesetzt
  • Story weniger gut gelungen
  • wenige Eingreifsmöglichkeiten in die Umgebung
  • nachwievor kein taktisches Ausnutzen der Physik oder Spielumgebung

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgradeher leicht
Bugs im SpielNur sehr wenige
Bisher im Spiel
verbrachte Zeit
Mehr als 40, weniger als 100 Stunden

5 von 8 Leser fanden diese Rezension hilfreich

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Avatar VikingBK1981
VikingBK1981
#1 | 04. Jul 2018, 18:32
Mmmhhh, dafür das hier oft befriedigend und ausreichend steht ist die Wertung dann doch sehr hoch. Passt meiner Meinung nach nicht zusammen. Ist aber auch das Problem mit Wertungen.
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Avatar herrwolken
herrwolken
#2 | 04. Jul 2018, 18:53
"ICEWIND DALE Spiele aus den 90ern"
Das waren nicht die 90er. Nichts für ungut, bur so als Hinweis.
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Avatar Raet
Raet
#3 | 04. Jul 2018, 19:52
@VikinBK1981
Mir sagt diese Wertung mehr zu als die offizielle. Vor Tagen bereits als Kommentar unter dem GS-Test hinzugefügt warum ich es als *gutes* Spiel sehe. Wertungen welche vermitteln das es sich um ein herausragendes Meisterwerk handle, eines von dem sich andere RPG-Fokussierte Entwickler dringend eine Scheibe abschneiden sollten ... das fühlt sich für mich überhöhend und falsch an.
Wie man die einzelnen Punkte für die Gesamtwertung für sich selbst gewichtet, hat einen enormen Einfluss auf die Gesamtpunktzahl. Für Kontra ist es eine 81.

Klar gibt es auch leichter zu lesende Lesertests, aber sehe hier keine absichtliche Luftnummer.
Zurück zu PoE2. Finde den Umfang etwas mau das es viele Füller-Bereiche gibt. Das abklappern von Ruinen und Schlachtfeldern verkommt ebenso zu einer Fleißaufgabe wie auch so einige Schiffskämpfe. Habe dadurch auch einen Landgang verpasst, der im Outro entsprechend abgestraft wurde. Schön, dagegen das die Zukunft jeder Story-Insel im Outro erwähnt wurde. Die interessante Nebenfraktion des Magier Zirkels kam mir aber viel zu kurz und wurde auch am Ende nicht wieder erwähnt - oder habe ich etwas übersehen? Zudem hatte ich nicht das gefühlt das die eigenen Aktionen die herangehensweise der jeweils dominierenden Hauptfraktion (beeinflussten. Nur über die entsprechenden Gefährten Outros. Unabhängig der Option den Leitfigur auch regelmäßig die Meinung geigen zu dürfen. Wie viele Gesprächsoptionen athmosphärisch aber sofern man keinen Gefährten dabei hat der darauf anspringt eine reine (RPG übliche) Kosmetik die mehr verspricht als liefert.
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Avatar Stablebrew
Stablebrew
#4 | 04. Jul 2018, 19:55
Zitat von VikingBK1981:
Mmmhhh, dafür das hier oft befriedigend und ausreichend steht ist die Wertung dann doch sehr hoch. Passt meiner Meinung nach nicht zusammen. Ist aber auch das Problem mit Wertungen.


Es stimmt, dass seine Wertungen augenscheinlich sich im durchscnittlichen Maß bewegen und die Bewrtung mit 81 doch sehr gewollt vergeben wurde.


Allerdings deckt sich grob seine Spielerfahrung/Bewertung mit meiner ab.
PoE2 ist ein heißerer Aufguß seines Vorgängers. Anfangs tauchte ich mit Begeisterung rein und schon nach wenigen Stunden (spätestens ab der Stadt/Zentral-Hub) ging dem Game schnell die Luft raus.

Kämpfe erforderten wenig Aufmerksamkeit und die Story motivierte mich nicht.

Am Ende kam ich zur ÜBerzeugung PoE2 ist mal wieder nur ein gehyptes Spiel der Community und Presse (persönl Meinung)
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Avatar Kontra
Kontra
#5 | 04. Jul 2018, 20:10
Zitat von VikingBK1981:
Mmmhhh, dafür das hier oft befriedigend und ausreichend steht ist die Wertung dann doch sehr hoch. Passt meiner Meinung nach nicht zusammen. Ist aber auch das Problem mit Wertungen.


Die einzelnen aufgeführten Punkte ergeben nicht die Gesamtwertung. Wieviel Spass das Spiel letztendlich macht hat ja auch nicht wirklich was mit der Präsentation zu tun. Auch muss man die Gewichtung nach Genre beurteilen - ein Iso-RPG muss nicht zwangsläufig gute Grafiken haben um "gut" zu sein.
Letztendlich kommt es auf den "Spielspass" drauf an, der bewegt sich im Rahmen gut. Die anderen Punkte dienen nur als "Feintuning" der Wertung - je nach Genre eben sind einige Punkte wichtiger als andere. Braucht ein Shooter eine spannende Story? Eher weniger als ein RPG.
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Avatar Kontra
Kontra
#6 | 04. Jul 2018, 20:10
Zitat von herrwolken:
"ICEWIND DALE Spiele aus den 90ern"
Das waren nicht die 90er. Nichts für ungut, bur so als Hinweis.


Danke für den Hinweis...
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Avatar andi5lebt
andi5lebt
#7 | 04. Jul 2018, 20:13
Wieviele Shooter hast du kritisiert weil sie "nichts neues bieten" und "immer das gleiche gameplay" haben?

Das Problem von POE2 ist nicht die Spielmechanik. Die bleibt hoffentlich genauso.Für andere Spielmechaniken gibts andere Spiele. Natürlich können sie andere Spiele machen...

Das Problem ist die Story und das Storytelling. Das war in POE1 schon nicht sonderlich flüssig. In POE 2 ist es schlimmer.

Bevor man überhaupt in die Story eingeführt wird, wird man mit Bergen von Details überschüttet. Das ist die falsche Reihenfolge.
Man wird unter Umständen sehr früh im Spiel mit mehreren Begleitern in sehr kurzer Zeit zugespammt, Die einen mangels Einführung zwangsläufig nicht intressieren. Man spielt dann so vor sich hin, ohne einen Draht zu Story oder Begleitern zu haben. Das ist in POE 2 noch schlimmer als in 1. Und DAS ist eine Todsünde innem RPG.
Achja: unbedingt 1 spielen oder ausführliche Zusammenfassung lesen. Sonst steht man gnadenlosest im Wald.

Das alles hat mit der Spielmechanik nix zu tun. Praktisch alle ähnlichen RPG haben das deutlich besser gemacht. Da muß man nicht PST ausgraben. BG hat seine Story und Begleiter aufegbaut, Dragon age sowieso. Und selbst das vielgescholtene Swordcoast Legends war deutlich besser im Storytelling. Obwohl die Story selber eher Standard war.
Und im Kampf-UI.
Quickbar für spells/skills. Viel bessere Party AI. Man muß in POE2 so viel in umständlichen Menüs rumwurschteln und micromanagen im Kampf, daß der Vorteil vor Rundenkämpfen fast schon verschwindet. Umständlichkeit ist keine gute Technik die "Schwierigkeit" zu erhöhen.
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Avatar Kontra
Kontra
#8 | 04. Jul 2018, 20:59
Zitat von andi5lebt:
Wieviele Shooter hast du kritisiert weil sie "nichts neues bieten" und "immer das gleiche gameplay" haben?

Das Problem von POE2 ist nicht die Spielmechanik. Die bleibt hoffentlich genauso.Für andere Spielmechaniken gibts andere Spiele. Natürlich können sie andere Spiele machen...

Das Problem ist die Story und das Storytelling. Das war in POE1 schon nicht sonderlich flüssig. In POE 2 ist es schlimmer.

Bevor man überhaupt in die Story eingeführt wird, wird man mit Bergen von Details überschüttet. Das ist die falsche Reihenfolge.
Man wird unter Umständen sehr früh im Spiel mit mehreren Begleitern in sehr kurzer Zeit zugespammt, Die einen mangels Einführung zwangsläufig nicht intressieren. Man spielt dann so vor sich hin, ohne einen Draht zu Story oder Begleitern zu haben. Das ist in POE 2 noch schlimmer als in 1. Und DAS ist eine Todsünde innem RPG.
Achja: unbedingt 1 spielen oder ausführliche Zusammenfassung lesen. Sonst steht man gnadenlosest im Wald.

Das alles hat mit der Spielmechanik nix zu tun. Praktisch alle ähnlichen RPG haben das deutlich besser gemacht. Da muß man nicht PST ausgraben. BG hat seine Story und Begleiter aufegbaut, Dragon age sowieso. Und selbst das vielgescholtene Swordcoast Legends war deutlich besser im Storytelling. Obwohl die Story selber eher Standard war.
Und im Kampf-UI.
Quickbar für spells/skills. Viel bessere Party AI. Man muß in POE2 so viel in umständlichen Menüs rumwurschteln und micromanagen im Kampf, daß der Vorteil vor Rundenkämpfen fast schon verschwindet. Umständlichkeit ist keine gute Technik die "Schwierigkeit" zu erhöhen.


Ja, ich habe viele Shooter kritisiert weil sie immer dasselbe sind. Bestes Beispiel DOOM 2016, der im Gegensatz zu DOOM 3 ein erheblicher Rückschritt war.
Konsequenterweise auch die Kritik hier - mangelnde Neuerungen. POE 2 ist POE 1 mit aufgemotzter Grafik und einer neuen (schlechteren) Story.
Die Story in Teil 1 war nicht weltbewegend - ABER die Lore war neu, die Erkundung und das Kennenlernen der "neuen" Welt war eben fesselnd, da unbekannt. Teil 2 hat das nicht mehr in dem Umfang - man kennt die Spielwelt, die Gottheiten, etc.
Die Story war letztendlich auch das was die Wertung im niedrigeren 80er Bereich gedrückt hat. Jede Wertung ist subjektiv. Vielleicht ist POE 2 für die ja ne 60? Dann schreib deine eigene Rezension - je mehr desto besser - dann spiegelt die Gesamtwertung auch die Unterschiedlichen Auffassungen der Community wieder. Ich fand POE 2 "gut" - hatte mir aber wesentlich mehr erhofft. Sehr gut fand ich eben den Umfang und das Charaktersystem - sonst hätte ich eher zu einer 70er Wertung tendiert. Mag sein dass das für dich eine ganz andere Gewichtung hat.
Aber bei POE 3 will ich schon etwas "Neues" als einfach nur eine neue Zahl. Auch hier wieder, meine subjektive Meinung. Vielleicht kaufst dir ja POE 12 auch wenn es nachwievor dasselbe Spiel mit neuer Story ist. Ich auf jedenfall bin dann schon lange raus...
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Avatar andi5lebt
andi5lebt
#9 | 04. Jul 2018, 21:35
Zitat von Kontra:

Aber bei POE 3 will ich schon etwas "Neues" als einfach nur eine neue Zahl. Auch hier wieder, meine subjektive Meinung. Vielleicht kaufst dir ja POE 12 auch wenn es nachwievor dasselbe Spiel mit neuer Story ist. Ich auf jedenfall bin dann schon lange raus...


Natürlich dürften sie eine komplett neue Story machen. Dann fährt man neue Spieler auch nicht frontal gegen die Wand. Und eine Bessere.
Der Rest kann gern so bleiben. Was Verbesserungen in der Bedienung nicht ausschließen soll.
In allen Genres sind Spiele und Serien immer ähnlich.Das ist kein Problem und sagt überhaupt nix über gut oder nicht. "Dasselbe"ist einfach ein Unfug Argument. Wenn POE 12 ein vergleichbares Spiel ist mit einer besseren Story werd ichs mir ansehen. Wenns sies plötzlich zunem Runden RPG oder Diablo clone machen um es "anders" zu machen wohl nicht.

Und die Art des Spiel änderst du nicht in einer (erfolgreichen) Reihe. Das geht meistens schief. Dann lieber ein komplett unabhängiges Spiel machen.
Vielleicht ein besseres Fallout als NV....
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Avatar nagumo
nagumo
#10 | 04. Jul 2018, 21:55
Was sagt Ihr denn zum Kampfsystem. Ich habe Spiele wie Baldurs Gate geliebt, aber POE 1 habe ich nach ca. 50h und Mittendrin liegen lassen. Mir waren die Kämpfe einfach zu wirr. Das war in den alten Infinity Spielen imo einfach besser gelöst.
Die 4players schreibt hierzu, dass es schon besser geworden sei, aber ich würde gerne Erfahrungswerte von "echten" Spielern (ist nicht ganz ernst gemeint, bevor mich jetzt jemand flamed bzgl. 4players ^^) hören wollen.
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Leser-Rezensionen
Pillars of Eternity 2: Deadfire 1 Bewertungen:
90+ 0
70-89 1
50-69 0
30-49 0
0-29 0
Durchschnittliche
Leserbewertung:
81/100
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Details zu Pillars of Eternity 2: Deadfire

Cover zu Pillars of Eternity 2: Deadfire
Plattform: PC (PS4, Xbox One, Nintendo Switch)
Genre Rollenspiel
Untergenre: -
Release D: 08. Mai 2018
Publisher: THQ Nordic
Entwickler: Obsidian Entertainment
Webseite: http://eternity.obsidian.net/
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 21 von 7404 in: PC-Spiele
Platz 8 von 1953 in: PC-Spiele | Rollenspiel
 
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