Pillars of Eternity 2 - »Macht Multiclassing nicht alles viel zu kompliziert?« Entwickler erklären ihr System

Pillars of Eternity 2 kriegt erstmals Multiclassing - aber das kann in Rollenspielen schnell mal überkompliziert werden und für Balance-Probleme sorgen. Im Video erklärt Josh Sawyer, wie Obsidian diese Probleme vermeiden will.

von Maurice Weber,
05.02.2017 18:42 Uhr

Zu den Stretchgoals für Pillars of Eternity 2: Deadfire gehörten erstmals mehrklassige Charaktere. Nachdem die Crowdfunding-Kampagne auf Fig ihr Ziel von 1,1 Millionen Dollar erreicht hat, wird es dieses Feature sicher ins Spiel schaffen. In einem neuen Backer-Video erklärt Josh Sawyer von Obsidian nun, wie genau es funktionieren wird.

Dabei wolle man die klassischen Probleme von Multiclassing-Mechaniken vermeiden: Dass Kombinationsklassen entweder viel zu stark ausfallen oder nicht mit reinrassigen Klassen mithalten können. Das Ziel sei, dass Doppelklassen ungefähr drei Viertel so gut in ihrem Job seien wie Helden, die sich ganz auf ihre Hauptklasse konzentrieren.

So funktioniert Multiclassing in Pillars of Eternity 2: Deadfire

Grundsätzlich kann jeder Charakter eine beliebige Zweitklasse wählen - aber nie mehr als das, ein Krieger/Magier/Schurke wie in Oldschool-Rollenspielen der Marke Baldur's Gate 2 ist also nicht möglich. Damit wollen die Entwickler die Komplexität und die Kombinationsmöglichkeiten in einem sinnvollen Rahmen halten. Mit jeder neuen Stufe wählen wir dann, in welcher unserer zwei Klassen wir aufsteigen wollen.

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Die andere Klasse bleibt dabei aber nicht auf dem Trockenen. All unsere Fähigkeiten einer Klasse werden nämlich stärker, wenn wir die sogenannte Machtquelle dieser Klasse verstärken. Beim Priester ist das beispielsweise Glauben, beim Barbaren Zorn. Der Clou: Erreichen wir ein neues Level, gewinnt zwar unsere gewählte Aufstiegsklasse drei Punkte für ihre Machtquelle, aber für unsere Zweitklasse kassieren wir ebenfalls zumindest einen Punkt.

Pillars of Eternity 2: Deadfire - Screenshots ansehen

Je höher die Machtstufe, desto mehr Punkte brauchen wir, um weiter aufzusteigen. Stufe 2 verlangt beispielsweise acht Punkte, Stufe 3 schon 14. Damit ist ein Charakter, der alle seine Machtpunkte in eine Klasse steckt, nicht exakt doppelt so effektiv mit dieser Klasse wie einer, der gleichmäßig zwei verbessert. In Sawyers Beispiel erreicht ein Krieger/Magier mit Level 7 die Kriegermachtstufe 3 und die Magiermachtstufe 2, während ein reiner Krieger es auf Kriegermacht 4 bringt.

Die Fig-Kampagne für Pillars of Eternity 2: Deadfire läuft noch bis zum 25. Februar 2017.

Pillars of Eternity 2: Deadfire - Erstes Gameplay im Crowdfunding-Trailer 6:21 Pillars of Eternity 2: Deadfire - Erstes Gameplay im Crowdfunding-Trailer


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