Die besten Prozessoren
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Kaufberatung Mai 2013
CPUs bis 250 Euro
Der Preisbereich über 150 Euro gehört fast aussschließlich Intel. Die aktuellen Ivy-Bridge-CPUs sind bei gleichem Preis minimal schneller und etwas sparsamer als die Vorgänger der Sandy-Bridge-Generation. Besitzen Sie bereits eine Sandy-Bridge-CPU mit vier Kernen, lohnt sich das Aufrüsten auf Ivy Bridge daher in der Regel nicht. Für Ivy Bridge benötigen Sie (wie für die Sandy-Bridge-Vorgänger) ein Mainboard mit dem Sockel 1155. Als Mainboard-Chipsatz empfehlen wir Intels Z77, der Ausgänge für die integrierte Grafik der Ivy-Bridge-CPUs bietet, auch wenn diese zum ernsthaften Spielen immer noch zu langsam ist.
Die ebenfalls über 150 Euro angesiedelten AMD-Prozessoren mit Bulldozer-Architektur müssen den Intel-CPUs zumindest in Spielen weiterhin das Feld überlassen. Nur wer häufig stark parallelisierte Multimedia-Software (etwa zum Rendern eines Videos) einsetzt oder für Besitzer von Bulldozer-kompatiblen Mainboards mit Sockel AM3/AM3+ und einem schwächeren AMD-Prozessor lohnt sich ein neuer FX-Prozessor.
Preis-Tipp: Intel Core i5 3470
Die Core-i5- und i7-Modelle für den Sockel 1155 beherrschen den Preisbereich bis 250 Euro. Der
Core i5 3470
taktet mit 3,2 GHz, besitzt 1,0 MByte L2- und 6,0 MByte L3-Cache mit einer TDP von lediglich 77 Watt. Er ist inzwischen ab 165 Euro zu haben, ein »K«-Modell mit freiem Multiplikator gibt es jedoch nicht. Ebenfalls interessant ist der 20 Euro teurere Intel Core i5 3570, der noch einmal 200 MHz mehr Chiptakt bietet ab 185 Euro. Von den 200 MHz Taktaufschlag gegenüber dem Core i5 3470 merken Sie in Spielen allerdings nichts.
» Intel Core i5 3470 ab 165 Euro im Preisvergleich
» Intel Core i5 3570 ab 185 Euro im Preisvergleich
AMD-Alternative: AMD FX 8350
Noch ist der
AMD FX 8350
aus der zweiten Bulldozer-Generation nur spärlich verfügbar, aber zu einem Preis ab 185 Euro eine erwähnenswerte Alternative zu den etablierten Intel-Vierkernern. Im Vergleich zu Vorgängermodellen wie dem
AMD FX 8150
rechnet der FX 8350 in Spielen rund zehn Prozent schneller und kann so den Vorsprung auf beispielsweise den Intel Core i5 3570K verkürzen.
In Multimedia-Anwendungen profitiert der FX 8350 dann von seinen nominell acht Rechenkernen viel stärker als in Spielen und kann den 10 Euro teuren Core i5 3570K klar schlagen. Der Stromverbrauch liegt allerdings weiterhin über dem der Intel-Konkurrenz.
» AMD FX 8350 ab 175 Euro im Preisvergleich
Leistungs-Tipp: Intel Core i5 3570K oder Xeon E3 1230V2
Der
Core i5 3570K
der Ivy-Bridge-Generation ist der schnellste Vierkerner ohne Hyperthreading in Intels aktuellem Angebot. Für einen Preis von knapp 205 Euro liefert der 3,4 GHz schnelle Ivy-Bridge-Prozessor in Spielen eine Leistung, die sogar auf dem Niveau des schnellsten Sandy-Bridge-Prozessors
Core i7 2700K
liegt, der zudem deutlich teurer ist.
Eine sehr interessante Alternative zum Core i5 3570K ist der Xeon E3 1230V2, der zwar mit 3,3 GHz minimal langsamer taktet als der Core i5 3570K mit 3,4 GHz und sich auch nicht so bequem übertakten lässt. Außerdem besitzt er keine integrierte Grafikeinheit. Dafür unterstützt der Xeon E3 1230V2 Hyperthreading und kann somit acht statt vier Aufgaben gleichzeitig erledigen. Der Xeon E3 1230V2 entspricht also eher einem Core i7 denn einem Core i5, entsprechend besitzt er auch 8,0 statt 6,0 MByte L3-Cache-Speicher. Die Xeon-Serie ist von Intel eigentlich für Workstations und Server gedacht, der Xeon E3 1230V läuft aber auch in den gängigen Sockel-1155-Mainboards, solange der Hersteller ein passendes Bios bereitstellt. Preislich liegt der Xeon E3 1230V2 nur knapp über dem Core i5 3570K und kostet etwa 210 Euro – wer Hyperthreading möchte und aufs Übertakten verzichten kann, darf zuschlagen..
» Intel Core i5 3570K ab 205 Euro im Preisvergleich
» Intel Xeon E3 1230V2 ab 210 Euro im Preisvergleich