CPUs bis 250 Euro

Der Preisbereich über 150 Euro gehört bereits seit dem Erscheinen der Sandy-Bridge-Generation Anfang 2011 fast ausschließlich Intel. Die aktuellen Haswell(-Refresh)-CPUs wie der Intel Core i7 4790 sind bei meist leicht höherem Preis minimal schneller und zumindest im Leerlauf etwas sparsamer als die Vorgänger der Ivy Bridge-Generation. Besitzen Sie bereits eine Sandy oder Ivy-Bridge-CPU mit vier Kernen, lohnt sich das Aufrüsten daher in der Regel nicht, Spieler mit älteren Intel-Prozessoren können dagegen über einen Wechsel zu Haswell(-Refresh) nachdenken.

Dazu benötigen Sie ein neues Mainboard mit dem Sockel 1150, als Chipsatz empfehlen wir einerseits Intels Z87 (oder bei gleichem Preis mittlerweile Z97), da der als einziger Haswell-Chipsatz Übertaktungsfunktionen sowie eine Crossfire- oder SLI-Option (abhängig vom jeweiligen Mainboard) bietet. Können Sie darauf verzichten, tun es auch günstigere Sockel-1150-Mainboards mit H87- oder H97-Chipsatz, denen im Vergleich zu Z87-/Z97-Platinen nur die Übertaktungsfunktionen sowie die Crossfire-/SLI-Unterstützung fehlen.

Die ebenfalls über 150 Euro angesiedelten AMD-Prozessoren mit Bulldozer-Architektur müssen den Intel-CPUs zumindest in Spielen das Feld überlassen. Nur wer häufig stark parallelisierte Multimedia-Software (etwa zum Rendern eines Videos) einsetzt oder für Besitzer von Bulldozer-kompatiblen Mainboards mit Sockel AM3/AM3+ und einem schwächeren AMD-Prozessor lohnt sich ein neuer FX-Prozessor.

Preis-Tipp: Intel Core i5 4590

Die besten Prozessoren : Der vierkernige Core i5 4590 gehört zur neuen Haswell-Refresh-Generation und taktet mit 3,3 GHz Basis- und bis zu 3,7 GHz Turbotakt. Hyperthreading zur virtuellen Kernverdoppelung - um mit vier Kernen acht Aufgaben parallel zu bearbeiten - unterstützt er im Gegensatz zu den teureren Core-i7-Modellen nicht, die Technik bringt in aktuellen Spielen aber sowieso kaum Vorteile.

Außerdem verkleinert Intel den L3-Cache-Speicher bei den i5-Modellen von 8,0 MByte wie bei den Core-i7s auf 6,0 MByte, was sich in den Spiele-Benchmarks aber ebenfalls nicht negativ bemerkbar macht. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, dem Core i5 4570, taktet der Core i5 4590 mit 100 MHz mehr, was sich auf die Spieleleistung aber nur unmerklich gering auswirkt. Ein »K«-Modell mit freiem Multiplikator gibt es vom Core i5 4590 nicht. Da der neue i5 4590 aber mittlerweile fast genau so teuer wie der 4570-Vorgänger ist, empfehlen wir Ihnen den 4590. Zu beachten ist allerdings, dass für ältere Mainboards mit H87-/Z87-Chipsatz meist ein Bios-Update nötig ist, bevor die Haswell-Refresh-CPUs darin laufen.

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AMD-Alternative: AMD FX 8350

Die besten Prozessoren : Der AMD FX 8350 aus der zweiten Bulldozer-Generation ist eine erwähnenswerte Alternative zu den etablierten Intel-Vierkernern. Im Vergleich zu Vorgängermodellen wie dem AMD FX 8150 rechnet der FX 8350 in Spielen rund zehn Prozent schneller und kann so den Abstand zur Intel-Konkurrenz etwas verkürzen. In Multimedia-Anwendungen profitiert der FX 8350 dann von seinen nominell acht Rechenkernen (vier Dual-Core-Module) viel stärker als in Spielen und kann in diesem Bereich zumindest die vierkernige Core-i5-Konkurrenz (ohne Hyperthreading) schlagen. Der Stromverbrauch liegt allerdings weiterhin deutlich über dem der Intel-CPUs.

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Leistungs-Tipp: Intel Core i5 4690K

Die besten Prozessoren : Der Core i5 4690K aus Intels Haswell-Refresh ist mittlerweile auch verfügbar und kostet praktisch genau so viel wie der 4670K, bietet wegen der geringen Taktsteigerung von 100 MHz aber etwas höhere Leistung, außerdem verfügt er über neues Wärmeleitmaterial für bessere Ergebnisse beim Übertakten.

Das K-Anhängsel weißt wie bei allen Intel-Prozessoren auf den freien Multiplikator hin, der Taktsteigerungen außerhalb des integrierten Turbo deutlich vereinfacht. Wer nicht übertakten will, greift zum knapp 180 Euro teuren »Haswell-Refresh«-Modell Intel Core i5 4690. Die neue CPU verzichtet wie die der i5 4670 ohne »K« auf den freien Multiplikator und taktet zum praktisch identischen Preis mit 3,5 statt 3,4 GHz.

Bereits seit längerem sind die Xeon-Prozesoren mit Haswell-Innenleben für den Sockel 1150 ein Geheimtipp, die es mittlerweile auch aus der Haswell-Refresh-Generation gibt: Beim Intel Xeon E3-1231 V3 bekommen Sie etwa für 210 Euro einen 3,4 (Turbo bis 3,8) GHz schnellen Quad-Core-Prozessor mit Hyperthreading (praktisch ein Core i7) sowie 8,0 MByte L3-Cache und wegen der fehlenden integrierten Grafik minimal geringerem Stromverbrauch von 80 statt 84 Watt TDP - ein »offizieller« i7 kostet mindestens 250 Euro. Nur wenn Sie übertakten wollen, sind die Xeons weniger geeignet, da sie keinen freien Multiplikator haben. Zudem sollten Sie vor dem Kauf sicherstellen, dass Ihr Mainboard mit der Xeon-CPU umgehen kann, was in der Regel aber kein Problem ist.

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