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Die besten Prozessoren | Seite 2

Preis-Update – 10. April 2014

CPUs bis 250 Euro

Der Preisbereich über 150 Euro gehört auch nach dem Erscheinen der Haswell-Generation fast aussschließlich Intel. Die Haswell-CPUs sind bei annähernd gleichem Preis minimal schneller und zumindest im Leerlauf etwas sparsamer als die Vorgänger der Ivy Bridge-Generation. Besitzen Sie bereits eine Sandy oder Ivy-Bridge-CPU mit vier Kernen, lohnt sich das Aufrüsten auf Haswell daher in der Regel nicht. Für Haswell benötigen Sie ein neues Mainboard mit dem frisch eingeführten Sockel 1150. Als Mainboard-Chipsatz empfehlen wir einerseits Intels Z87, da der als einziger Haswell-Chipsatz Übertaktungsfunktionen sowie eine Crossfire- oder SLI-Option (abhängig vom jeweiligen Mainboard) bietet. Können Sie darauf verzichten, tun es auch günstigere Sockel-1150-Mainboards mit H87-Chipsatz, denen im Vergleich zu Z87-Platinen nur die Übertaktungsfunktionen sowie die Crossfire-/SLI-Unterstützung fehlen.

Die ebenfalls über 150 Euro angesiedelten AMD-Prozessoren mit Bulldozer-Architektur müssen den Intel-CPUs zumindest in Spielen weiterhin das Feld überlassen. Nur wer häufig stark parallelisierte Multimedia-Software (etwa zum Rendern eines Videos) einsetzt oder für Besitzer von Bulldozer-kompatiblen Mainboards mit Sockel AM3/AM3+ und einem schwächeren AMD-Prozessor lohnt sich ein neuer FX-Prozessor.

Preis-Tipp: Intel Core i5 4570

Die besten Prozessoren : Der vierkernige Core i5 4570 der Haswell-Generation taktet mit 3,2 GHz, der Turbo geht bis 3,6 GHz. Hyperthreading zur virtuellen Kernverdoppelung – um mit vier Kernen acht Aufgaben parallel zu bearbeiten – unterstützt er im Gegensatz zu den teureren Core-i7-Modellen nicht, die Technik bringt in aktuellen Spielen aber sowieso keine Vorteile.

Außerdem verkleinert Intel den L3-Cache-Speicher bei den i5-Modellen von 8,0 MByte wie bei den Core-i7s auf 6,0 MByte, was sich in den Spiele-Benchmarks aber ebenfalls nicht negativ bemerkbar macht. Der Core i5 4570 ist ab 175 Euro zu haben und damit in etwa gleich teuer wie der noch erhältliche Ivy-Bridge-Vorgänger Core i5 3470. Ein »K«-Modell mit freiem Multiplikator gibt es vom Core i5 4570 nicht.

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AMD-Alternative: AMD FX 8350

Die besten Prozessoren : Der AMD FX 8350 aus der zweiten Bulldozer-Generation ist eine erwähnenswerte Alternative zu den etablierten Intel-Vierkernern. Im Vergleich zu Vorgängermodellen wie dem AMD FX 8150 rechnet der FX 8350 in Spielen rund zehn Prozent schneller und kann so den Abstand zur Intel-Konkurrenz etwas verkürzen. In Multimedia-Anwendungen profitiert der FX 8350 dann von seinen nominell acht Rechenkernen (vier Dual-Core-Module) viel stärker als in Spielen und kann zumindest die vierkernige Core-i5-Konkurrenz (ohne Hyperthreading) schlagen. Der Stromverbrauch liegt allerdings weiterhin deutlich über dem der Intel-CPUs.

» AMD FX 8350 ab 160 Euro im Preisvergleich

Leistungs-Tipp: Intel Core i5 4670(K)

Die besten Prozessoren : Der Intel Core i5 4670(K) der ist der schnellste Haswell-Vierkerner ohne Hyperthreading. Für einen Preis ab 215 Euro liefert der 3,4-GHz-Prozessor in Spielen enorm viel Leistung, die kaum unter der des deutlich teureren Topmodells Intel Core i7 4770K mit 3,5 GHz liegt. Nur in speziell optimierten Render- und Multimedia-Anwendungen überholt der Core i7 4770K, der dank Hyperthreading acht statt vier Aufgaben parallel bearbeiten kann, den günstigeren Core i5 4670(K) merklich – in Spielen sind die 100 MHz weniger Takt (3,4 statt 3,5 GHz) dagegen nicht spürbar. Wer übertakten will, greift zum 210 Euro teuren »K«-Modell des Core i5 4670, denn das bietet einen freien Multiplikator, der Taktsteigerungen außerhalb des integrierten Turbo deutlich vereinfacht. Wer auf das Übertakten verzichten kann, greift zum 15 Euro günstigeren Core i5 4670 (ohne angehängtes »K«) für 195 Euro.

Mittlerweile sind aber auch die Xeon-Geheimtipps mit Haswell-Innenleben für den Sockel 1150 erhältlich: Etwa beim Intel Xeon E3-1230 V3 bekommen Sie für nur 220 Euro einen 3,3 bis 3,7 GHz schnellen Core i7 mit 8,0 MByte L3-Cache, Hyperthreading-Unterstützung und wegen der fehlenden integrierten Grafik minimal geringerem Stromverbrauch von 80 statt 84 Watt TDP - ein »offizieller« i7 kostet mindestens 265 Euro. Nur wenn Sie übertakten wollen, sind die Xeons weniger geeignet, da sie keinen freien Multiplikator haben. Zudem sollten Sie vor dem Kauf sicherstellen, dass Ihr Mainboard mit der Xeon-CPU umgehen kann, was in der Regel aber kein Problem ist.

» Intel Core i5 4670 ab 180 Euro im Preisvergleich
» Intel Core i5 4670K ab 195 Euro im Preisvergleich
» Intel Xeon E3-1230 V3 ab 205 Euro im Preisvergleich

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Avatar Daniel Visarius
Daniel Visarius
#1 | 30. Jul 2013, 10:09
Hinweis: Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit habe ich mal wieder die alten Kommentare ausgeblendet.
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Avatar dachrisse
dachrisse
#2 | 30. Jul 2013, 11:30
Der Xeon ist kein Geheimtipp mehr :D und die FX sind ja wohl kaum eine Alternative im Bereich bis 250€. In den Bereich bis 150 gehört der FX-8230, darüber haben die Teile garnix verloren. Kaum günstiger bei meist gleicher Leistung wie die i5, schlucken aber nahezu das doppelte.
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Avatar HardwareMaster
HardwareMaster
#3 | 30. Jul 2013, 11:33
Wann werden ungefähr die Haswell-i3 rauskommen?
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Avatar Evil95
Evil95
#4 | 30. Jul 2013, 14:02
Zitat von HardwareMaster:
Wann werden ungefähr die Haswell-i3 rauskommen?
Angeblich Anfang September.
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Avatar sirius3100
sirius3100
#5 | 30. Jul 2013, 14:07
Zitat von Swentsork:
Xeon? Lieber nicht

Wieso? Das ist auch nur ein i7 mit deaktivierter GPU.

Ich würde allerdings eher den 30€ günstigeren E3-1230V3 nehmen.
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Avatar Senekha
Senekha
#6 | 30. Jul 2013, 14:08
Zitat von sirius3100:

Wieso? Das ist auch nur ein i7 mit deaktivierter GPU.

Er ist ein Troll, bitte nicht beachten.
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Avatar NutsGul
NutsGul
#7 | 30. Jul 2013, 15:12
Super das hier auch mal Xeons mit einbezogen werden, aber warum der E3-1240V3? Für 30€ weniger gibt es den E3-1230V3. Die 100mhz unterschied merkt doch kein Mensch.
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Avatar sirius3100
sirius3100
#8 | 30. Jul 2013, 16:12
Zitat von NutsGul:
Super das hier auch mal Xeons mit einbezogen werden, aber warum der E3-1240V3? Für 30€ weniger gibt es den E3-1230V3. Die 100mhz unterschied merkt doch kein Mensch.

Dass Gamestar den 1240V3 empfiehlt liegt an dem dämlichen System. Da das ja der Leistungstipp ist (bzw. eine Alternative dazu) müssen sie natürlich den schnellsten nehmen der gerade noch so ins Budget passt (was mit 250€ angesetzt wurde).
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Avatar womansman
womansman
#9 | 30. Jul 2013, 18:47
ICh hab mir den i7 4770 geholt... neuer altes Mainboard kaputt also hat sichs angeboten...
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Avatar megaduke
megaduke
#10 | 31. Jul 2013, 15:41
Ich bin auch gerade dabei mir ein neues Board mit Prozessor zu suchen. Mit welchem Board ist denn der Xeon E3-1230V3 kompatibel? Ein H87-Chipsatz ist für meine Bedürfnisse ausreichend.
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