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VDVC im Interview

Wir sprachen mit den Gründern des Spielervereins

Die Diskussion um Killerspiele hat die Spieler politisiert. Auf Demos und in Foren widersprechen Sie der Stimmungsmache gegen ihr Hobby. Der Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler (VDVC) will das Sprachroh dieser Bewegung sein. Wir haben mit den Gründern gesprochen.

Von Christian Schneider |

Datum: 24.08.2009


Demokratie ist ein Gespräch. Patrik Schönfeldt und Norman Schlorke wollen an diesem Gespräch teilnehmen. Sie wollen gehört werden. Sie sprechen für eine Gruppe von Menschen, die politischen und medialen Angriffen ausgesetzt ist und der es an einer repräsentativen Vertretung fehlt: den deutschen Gamern. Deshalb haben Schönfeldt und Schlorke den Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler (VDVC) gegründet. Es ist die erste politische Vereinigung von Spielern für Spieler. Das Ziel: Akzeptanz für das Medium schaffen. Das Motto: Kooperation, Aufklärung und Dialog, für ein Miteinander ohne Vorurteile.

VDVC im Interview : Norman Schlorke und Patrik Schönfeldt, Gründer des Verbands für Deutschlands Video- und Computerspieler (VDVC) auf einer Spielerdemo in Karlsruhe Norman Schlorke und Patrik Schönfeldt, Gründer des Verbands für Deutschlands Video- und Computerspieler (VDVC) auf einer Spielerdemo in Karlsruhe

Seit dem tragischen Amoklauf von Winnenden im März dieses Jahres stehen Computerspiele wieder vermehrt in der Kritik von Politik und Medien. In den vergangenen Monaten wurden mehrere LAN-Partys und E-Sport-Wettbewerbe abgesagt, weil Städte und Gemeinden Widerstand geleistet hatten. Anfang Juni bekräftigte die Konferenz der 16 Landesinnenminister erneut ihre einstimmige Forderung nach einem Herstellungs- und Verbreitungsverbot so genannter »Killerspiele«.
Wie schlecht der Ruf von Computerspielen in der öffentlichen Wahrnehmung ist, zeigte Anfang August das Verhalten der Hilfsorganisation SOS Kinderdorf. Dort hatte man das Angebot eines Onlinespiele-Magazins, dort kostenlos Werbung schalten zu dürfen, abgelehnt. Die Begründung: Auf der Internetseite würden auch Spiele besprochen, die Gewalt gegen Menschen zeigten. Eine berechtigte Argumentation, die aber in dieser Form auch auf viele alle anderen Massenmedien zutrifft, vor allem Fernsehen und Kino.

Das negative Image in der Öffentlichkeit und die häufigen Verbotsforderungen haben die Computerspieler zunehmend politisiert. So fordern inzwischen rund 70.000 Unterzeichner einer Online-Petition die Abgeordneten des Bundestags auf, der Verbotsempfehlung der Innenminister nicht zu folgen. Auf der Internetseite stigma-videospiele.de blogt Matthias Dittmayer regelmäßig kritisch über neue Entwicklungen zur Killerspiele-Debatte, etwa über die öffentlichkeitswirksame Unterschriftensammlung für ein »Killerspiele«-Verbot, die vom »Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden« initialisiert wurde, aber auch über Spieler-Proteste, die übers Ziel hinausschießen und die Verbotsforderungen mit der Judenverfolgung im Dritten Reich vergleichen wollen.

Aus der Industrie sind derweil Drohungen zu hören. »Ein Verbot von Actionspielen in Deutschland ist besorgniserregend, weil das bedeutet, dass wir als Spieleentwickler hier nicht arbeiten können. Wenn die Kreativschaffenden in Deutschland sich nicht an einem der bedeutendsten und zukunftsträchtigsten Kulturmedien beteiligen können, heißt das nichts anderes, als dass wir gezwungen sind, ins Ausland abzuwandern«, verkündete der Crytek-Chef Cevat Yerli im Interview.

» Auf Seite 2 beginnt das Interview

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Avatar 1aSchnitzel
1aSchnitzel
#1 | 24. Aug 2009, 16:09
Langsam geht mir dieses Gespame wirklich mächtig auf die Nerven. Könnt ihr nichtmal die gesamte IP Range bannen?
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Avatar Simon24
Simon24
#2 | 24. Aug 2009, 16:55
Ahh, endlich mal eine Vereinigung! Find ich gut, was die da machen, selbst daran teilzunehemn, kommt aber leider nicht in Frage, da ich noch zur Schule gehe, und nicht unbedingt viel Zeit habe. Außerdem bin ich noch minderjährig, und meine Eltern würden mir das nie erlauben...

Zitat der Mutter: " Diese komischen Computerspiele, die du da obenn immer spielst, die sind nich gut... Bring deine Zeit lieber wo anders zu..."
Naja... Wie gesagt, BEricht gut, Idee gut, alles gut! ;-)
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Avatar Zele
Zele
#3 | 24. Aug 2009, 17:38
Sehr interessant, das in dem Artikel hier die Argumentation von SOS Kinderdorf hier als begründet bezeichnetwird, während man direkt nach Bekanntwerden der Ablehnung durch SOS Kinderdorf hier Seitens der GS ganz andere Töne angeschlagen hat....
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kover
#4 | 24. Aug 2009, 19:41
Zitat von Zele:
Sehr interessant, das in dem Artikel hier die Argumentation von SOS Kinderdorf hier als begründet bezeichnetwird, während man direkt nach Bekanntwerden der Ablehnung durch SOS Kinderdorf hier Seitens der GS ganz andere Töne angeschlagen hat....


Soweit ich mich erinnere wurde in dem Artikel damals genau so wie hier hauptsächlich kritisiert, dass Computerspiele in dieser Hinsicht unfairerweise anders behandelt werden als beispielsweise Filme. Denn dass diese SOS Kinderdörfer nicht mit Gewalt, gewissermaßen als Ursprung ihrer Spenden, in Verbindung gebracht werden wollen, ist ja schon irgendwo verständlich. Blöd nur, dass sie dabei so unreflektiert auf den Zug der etablierten Parteien aufspringen und einzig und allein Computerspiele ablehnen.
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Avatar Zele
Zele
#5 | 24. Aug 2009, 19:58
Zitat von kover:

Soweit ich mich erinnere wurde in dem Artikel damals genau so wie hier hauptsächlich kritisiert, dass Computerspiele in dieser Hinsicht unfairerweise anders behandelt werden als beispielsweise Filme. Denn dass diese SOS Kinderdörfer nicht mit Gewalt, gewissermaßen als Ursprung ihrer Spenden, in Verbindung gebracht werden wollen, ist ja schon irgendwo verständlich. Blöd nur, dass sie dabei so unreflektiert auf den Zug der etablierten Parteien aufspringen und einzig und allein Computerspiele ablehnen.


Was die geschriebenen Buchstaben angeht, hast Du durchaus recht. Allerdings kann man damitauch einen "Tonfall" produzieren, der deutlich schärfer ist als das, was der Text aussagt - durchaus nicht unüblich so zu verfahren. Darum habe ich die Veröffentlichung der GS hier auch als "Revanchereaktion" bewertet, obwohl inhaltlich durchaus Übereinstimmung besteht.
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Pyri
#6 | 24. Aug 2009, 20:53
Danke für dieses Interview!
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Avatar itzdieratte
itzdieratte
#7 | 25. Aug 2009, 00:54
Naja .. man kann sich seine Repräsenten ja leider nicht aussuchen ^^ ... und wenn mich frau Merkel als deutscher Repräsentiert, warum die beiden Hampelmänner da nicht als Spieler.
Also nur ums klar zu stellen ... Ich find das wirklich ne gute Sache und man hätte sowas schon viel früher gebraucht. Aber ich persönlich finds halt bissl doof, dass wir da nur von so 2 ganz knapp volljährigen Hanseln vertreten werden. Wären in diesen Verein erstnzunehmende Leute, die schon einiges in Sachen Spielen in Deutschland gemacht haben.
Meinentwegen n Jörg Langer oder n Boris Schneider, oder irgend ein Anzugträger von Sunflowers, Bluebyte oder gar Crytek. So könnte dieser Verband wirklich etwas bewegen, weil man einfach mehr berichtet werden würde, als wenn halt da 2 so 20jährige Studenten ihr Hobby verteidigen.
Aber wie gesagt ... die Sache selbst find ich sehr gut.
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Avatar OrangeJuice
OrangeJuice
#8 | 25. Aug 2009, 02:37
@itzdieratte

ehm, idiot?
man kann sich seine repräsentaten durchaus aussuchen, wenn du dann mal in 6-7 jahren dein 18 lebensjahr erreichst wird dir das sicher jemand erklären.

im übrigen, spieleentwickler wie publisher haben einen "Verein" (BIU und GAME - wie michael trier in der "Wir sind die Spieler" kolumne in der akutellen gamestar schon erklärt) und ein verein für spiele muss halt von den "otto-normal" spielern kommen. kla isses gut wenn sich da jetzt prominenz anschliesst aber weder gamestar noch sunflowers können einen "spielerverband" aufmachen. und nur weil dir deren aussehen/alter sonstewas nich gefällt meckerst du rum das sich mal was tut ? die hatten wenigstens die eier also sei froh drüber.
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Avatar slihs
slihs
#9 | 25. Aug 2009, 08:02
seid stolz drauf leute. endlich haben wir auch einen verein der sich für uns einsetzt. Und da kann jegliche unterstützung (z. B. von Gamestar) nur gut sein.

Auch wen ich glaube das spätestens in 2-3 Jahren wen auch in Deutschland der Markt so groß ist das sich die Politik nicht leisten kann die Steuern die sie dadurch erhalten zu ignorieren.

Wieso glaubt ihr gibt es in den USA keine Diskussionen seitens der Politik über Killerspiele?
Einfach weil dort die Industrie und der Markt schon so wichtig und groß sind dass der Staat die Steuereinnahmen braucht. und so wird es auch mal in Deutschland, Österreich, Schweiz, ... sein.
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Avatar Bauer87
Bauer87
#10 | 25. Aug 2009, 15:42
Zitat von itzdieratte:
wenn mich frau Merkel als deutscher Repräsentiert Repräsentiert, warum die beiden Hampelmänner da nicht als Spieler. Also nur ums klar zu stellen ... Ich find das wirklich ne gute Sache und man hätte sowas schon viel früher gebraucht. Aber ich persönlich finds halt bissl doof, dass wir da nur von so 2 ganz knapp volljährigen Hanseln vertreten werden. (...) Meinentwegen n Jörg Langer oder n Boris Schneider, oder irgend ein Anzugträger von Sunflowers, Bluebyte oder gar Crytek

Der VDVC ist ein Verein und diese wählt seine Repräsentanten. Da es sich um einen Verein von Spielern für Spieler handelt, sind Hersteller und Publisher (im übrigen repräsentiert durch G.A.M.E. und BIU) nicht unbedingt die richtigen. Wenn du dich für geeigneter hältst, kannst du ja beitreten und für den Vorstand kandidieren.
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