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| Samstag, 20.03.2010 Specials - Kolumnen Die Spielefeinde machen mobil Wie kommt der Krieg in die Köpfe - und in die Herzen?«, fragt die Überschrift des »Kölner Aufrufs«, einem zweiseitigen Dokument. Die These: Spiele sind massive Angriffe auf Menschenrechte, Völkerrecht und Grundgesetz. Ein Kommentar von Christian Schmidt.
Es gibt in Deutschland eine ausgesprochen aktive und meinungsstarke Bewegung von Menschen, die Computerspiele – insbesondere »Killerspiele« -- verboten sehen wollen. Der Kriminologe Dr. Christian Pfeiffer zählt dazu, der bayerische Schulberater Dr. Werner Hopf oder der Psychologe Manfred Spitzer, dazu eine Vielzahl von Universitätsprofessoren, Pädagogen, Psychologen. ![]() »Wie kommt der Krieg in die Köpfe - und in die Herzen?«, fragt die Überschrift des »Kölner Aufrufs«. Die Antworten, die dann folgen, sind selbst nach wohlwollenden Maßstäben abenteuerlich. Computerspiele, so die überraschende Erkenntnis, sind im Wesentlichen Teil einer industriell-militärischen Verschwörung, gedeckt und gefördert von der Politik. »Games-Konzerne dienen als Teil des militärisch-industriell-medialen Komplexes dazu, mit ›Spielen‹ die künftigen Soldaten heranzuziehen«, heißt es im »Kölner Aufruf«. Abgeleitet wird diese Schlussfolgerung aus der Erkenntnis, »Killerspiele« entstammten »den professionellen Trainingsprogrammen der US-Armee, mit denen Schusstechnik, Zielgenauigkeit und direktes Reagieren auf auftauchende Gegner trainiert werden: Die Soldaten werden desensibilisiert und fürs Töten konditioniert, die Tötungshemmung wird abgebaut.« Folglich entspräche »der ›Spielraum‹ unserer Kinder und Jugendlichen der Wirklichkeit des Kampfes von Soldaten in den völkerrechtswidrigen Kriegen z.B. im Irak und in Afghanistan.« Diese Argumentation basiert auf der Tatsache, dass die US-Armee das Spiel America’s Army zur Rekrutierung nutzt und kommerzielle Spiele wie Full Spectrum Warrior auch für taktisches Training eingesetzt hat. Die Autoren des »Kölner Aufrufs« müssen sich aber fragen lassen, wie sie daraus die Überzeugung ableiten, die gesamte Spieleindustrie sei vom Militär unterwandert. Dafür gibt es keinerlei Beleg. Mit gleichem Recht ließe sich vermuten, die Kölner Aufrufer möchten ihr Feindbild mit leicht paranoidem Zug ins Hochbedrohliche übersteigern – im Übrigen eine bewährte Taktik militärischer Propaganda. Die Verfilzung von Spielebranche und Militär ist nur eine Sorge der Autoren. Nach ihrer Auffassung tragen »Killerspiele« die die Hauptschuld an allerhand Dingen, die in Gesellschaft und Jugend falsch laufen.
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Frigo
#1 | 22. Dec 2008, 14:15
Ausländerhass gabs auch schon 1938, sowie einige Jahrhunderte davor...
Und der war wesentlich extremer.
Oxix
#2 | 22. Dec 2008, 14:27
"An Ausländerhass: Durch Computerspiele würden »neue Feindbilder geschaffen und Fremdenfeindlichkeit verbreitet«.
Z.b Nazis, Zombies, Soviets, Amerikaner, Japaner...also wohl eher Menschenhass?
t1mme =D
#3 | 22. Dec 2008, 14:28
nur gut, das die menschen erst seit den letzten 20 jahren krieg führen und vorher in harmonie und frieden zusammen gelebt haben.
firreface
#5 | 22. Dec 2008, 14:31
nimmt ja langsam aber sicher faschistoide züge an was sich die leute da zusammenreimen
Zedek
#6 | 22. Dec 2008, 14:33
So lange sie sich dermasen lächerlich machen haben wir von denen nix zu berfürchten. Man könnte fast meinen das ist eine Verzweiflungstat.
legationX
#7 | 22. Dec 2008, 14:33
Es gibt sicherlich um das x-fache mehr Soziale Verwahrlosung und wirtschaftlicher Ruin (Arbeitlosigkeit) durch Onlinerollenspiele (speziell durch eines, ihr wisst, welches ich meine) als Amokläufe.
Darüber mal eine Studie machen, aber nein, ihr Deutschen kümmert euch nur um Gewalt..wie mir USK bestätigte.
crowbar2
#8 | 22. Dec 2008, 14:34
Klingt Anfangs nach einem echt guten Aprilscherz... bloß leider etwas verfrüht.
Die Geschichte lässt grüßen, Hetze und Diffamierung hatten wir doch schonmal (auch wenn von den Ausmaßen her nicht zu vergleichen), hoffen wir mal, dass diese Ewiggestrigen "Meinungsstarken" bald aus dem "politischen" (kann man das Politik nennen?) Leben ausscheiden.
Thorlof
#9 | 22. Dec 2008, 14:35
junge junge, die gehören ja echt in die klapse.
dass es da politiker u.ä. gibt, die von killerspielen etc. reden, ja, das wusste ich. aber hallo?? das was die da schreiben is ja völlig krankes geschwätz von i-welchen psychos. da fehlen mir die worte....
Tezcatlipoca
#10 | 22. Dec 2008, 14:40
So ein Schreiben kann man doch überhaupt nicht ernst nehmen, mit solchen Leute ist jede Diskussion zwecklos.
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