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»Familien gegen Killerspiele« - AAW freut sich über interessante Diskussionen

Obwohl nur drei »Killerspiele« in den Container geworfen wurden, ist das AAW zufrieden mit dem Ausgang der Aktion Familien gegen Killerspiele.

Von Michael Obermeier |

Datum: 20.10.2009; 11:29 Uhr


»Familien gegen Killerspiele« : Killerspiele-Aktion Stuttgart 2009 Killerspiele-Aktion Stuttgart 2009 Die Aktion »Familien gegen Killerspiele« des Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden fand am vergangenen Samstag mit mäßigem Erfolg statt. Trotzdem zeigt sich der Gründer des AAW, Hardy Schober, optimistisch und nennt die Kampagne trotz nur drei eingeworfener Spiele einen Erfolg.

So haben sich um den Container Spieler und AAW-Mitglieder getroffen und in interessanten Diskussionen ihre Standpunkte dargelegt. Mehr wollte das AAW auch gar nicht: »Wir wollen, dass miteinander geredet wird und ein Zeichen setzen, dass Killerspiele aus den Kinderzimmern verbannt werden und Eltern sich dafür interessieren, was ihre Kinder tun!«

Auf der offiziellen Website des AAW wird jetzt von einer Fortsetzung der Aktion in anderen Städten gesprochen. Ob dann auch wieder ein Container aufgestellt wird, oder nur der Dialog zwischen den Fronten im Vordergrund steht, ist nicht bekannt.

Bei der Aktion Familien gegen Killerspiele wollten die von der schrecklichen Tragödie im Baden-Würtembergischen Winnenden betroffenen Eltern das Wegwerfen von sogenannten »Killerspielen« in einen großen Container mit einem signierten Fußball-Trikot der Nationalmannschaft belohnen. Neben dem AAW waren auch Vertreter von Spielerverbänden und der Piratenpartei vor Ort.

» Kolumne: Was wir aus der AAW-Aktion lernen können
» Report: Spott für die »Killerspiele«-Killer

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Avatar Dethroras
Dethroras
#1 | 20. Okt 2009, 11:58
Häh? Ja toll. "Wir setzen voll auf den Dialog, damit alle erkennen können, dass wir und nur wir und niemand anders sonst Recht hat."

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Avatar Zitterbacke
Zitterbacke
#2 | 20. Okt 2009, 11:59
Wenn sie nur miteinander Reden wollten, warum haben sie dann einen Müllcontainer hingestellt? Für ihre sinnlosen Standpunkte? Die sind doch bloss nicht fähig mit ner Niederlage umzugehen, deswegen wird einfach das Ziel so umgedichtet, dass nur die reine Präsenz im Vordergrund steht. Wenn der Container vollgewesen wäre hätten sie ganz anders geredet. Wie wärs damit: "Wir haben aus dem leeren Container gelernt, dass dies nicht der richtige Weg ist.". Aber wer hält schon einen aufgebrachten Mob auf. Ich find die Tatsache das sie sich den Mißerfolg der Aktion nicht eingestehen feige.
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Avatar dr.zod
dr.zod
#3 | 20. Okt 2009, 12:06
Was soll dieses sch... gelaber. Ich will nicht mit irgendwem darüber diskutieren ob ich ein spiel zocken darf oder nicht. Ich fang ja auch nicht mit allen Autofahrern zu diskutiren weil es Unfälle gibt.
Fakt ist kein Spieler wird durch Spiele zum Amokläufer. Aber Amokläufer kaufen sich auch mal Egoshooter.
Ach ja....wo fängt ein "Killerspiel" an? Auch ein C&C animiert dazu kleine Püppchen loszuschicken und andere Püppchen zu töten.
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Avatar Timmie
Timmie
#4 | 20. Okt 2009, 12:08
Fürs nächste Mal einfach keinen Container organisieren, sondern den Treffpunkt einfach bei einer öffentlichen Mülltonne verabreden. Der Platz dürfte reichen.
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Avatar Zitterbacke
Zitterbacke
#5 | 20. Okt 2009, 12:09
Zitat von Dethroras:
Häh? Ja toll. "Wir setzen voll auf den Dialog, damit alle erkennen können, dass wir und nur wir und niemand anders sonst Recht hat."


Das ist ein Tippfehler: Es heißt nicht Dialog, sondern Pamphlet.
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Avatar Cinergie
Cinergie
#6 | 20. Okt 2009, 12:11
Ich finde das AAW sicher eine gute Sache, über Gewalt soll diskutiert werden und dazu gehört sicher auch die Gewalt, sowohl in Computerspielen, Filmen aber auch Büchern und vorallem in der Realität. Die machen aber einen riesigen Fehler (und schiessen ein Eigentor), wenn sie ihre ganze Konzentration auf die Spielindustrie verlagern und vorallem die Spiele als Sündenbock für eine verfehlt Erziehungskultur verantwortlich machen. Das ist doch die bequemste Art und Weise, das wahre Problem NICHT anpacken zu müssen: Nämlich überforderte Eltern! Wenn ein 14jähriger ein Spiel zockt, welches ab 18 ist, dann hat die elterliche Aufsicht versagt. Wenn ich in Doku-Sendungen Mütter höre die sagen "Ja, was soll ich denn machen, er hört mir ja nicht zu und macht, was er will!", da sträuben sich mir die Nackenhaare (wenn ich welche hätte ;)). Dieser bedingungslose Antiautoritäre Erziehungsstil ist nicht gut! Ich bin ja wirklich kein Anhänger der alten Erziehungsmethoden mit Bestrafung und Ohrfeigen oder was auch immer, aber Kinder müssen geführt werden, brauchen Regeln. Wenn diese von den Eltern nicht gewährleistet sind brechen Kinder und Jugendlich aus und lassen die Sau raus, fühlen sich aber auch in der Welt verloren.

Ich hoffe das AAW findet zu einer konstruktiven Diskussion in welcher vorallem auch die Rolle der Waffenindustrie diskutiert wird. Spiele, Filme oder Bücher bringen einen gesunden Menschen nie und nimmer dazu jemanden umzubringen. Wir haben ein Erziehungs- und nicht ein Spielproblem! Wenn dem AAW wirklich etwas dran liegt, etwas zu ändern sollte an die elterliche Erziehungspflicht appeliert werden und vielleicht sollten sich mal alle Eltern selbst hinterfragen als immer die Gesellschaft und überhaupt dem Rest der Welt die Schuld zu geben.
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Avatar Mr.Wheeler
Mr.Wheeler
#7 | 20. Okt 2009, 12:13
Die sollen lieber Pistolen oder Klappmesser wegschmeißen als gute Spiele. Aber wie es bei den Simpsons auch schon parodiert wurde: Kuchen ist böser als eine Waffe. Computerspiele erst recht.
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Avatar Kit Kat
Kit Kat
#8 | 20. Okt 2009, 12:13
Naja, ich glaube einen Dialog zwischen beiden Fronten können sie auch einfacher haben, dafür brauchen sie ihren Container nicht von einer Stadt zur nächsten zu fahren. Der Mann hat mit einer Sache aber schon Recht: Eltern sollten sich definitiv mehr darum kümmern was ihre Kinder so treiben. Eigentlich darf es nicht sein, dass teilweise 14-16 Jährige ohne Probleme Zugang zu USK 18 Titeln erhalten. Da sind vor allem die Eltern gefragt und nicht zuletzt auch die Märkte, die entsprechend stärker kontrollieren an wen sie solche Produkte verkaufen. Darum hoffe ich dass der Mann, so Leid mir das Schicksal seiner Tochter auch tuen mag, seine Kampagne fortsetzt und dabei auf solche Aktionen wie in Müllcontainer geworfene Spiele verzichtet. Damit macht man sich allenfalls ziemlich unglaubwürdig, da man die offensichtliche Nicht-Kenntnis von der Materie nach außen trägt. Vielmehr sollte sich das AAW vielleicht damit befassen, dass an Schulen mobbing etc stärker verfolgt wird, bzw Anlaufstellen für Opfer solcher "Attacken" geschaffen werden. Das Problem liegt nicht an den Spielen sondern am Umfeld des Täters. Da sollte man ansetzen und nicht mit der Aktionismuskeule um sich schlagen...
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Avatar SethSteiner
SethSteiner
#9 | 20. Okt 2009, 12:14
Eine Diskussion wäre viel schöner, wenn sie auf unpolitischer Ebene und ohne irgendwelche Forderungen erfolgen würde. Dann könnte man nämlich wirklich in Ruhe miteinander sprechen. Eine Verbotsforderung ist jedenfalls keine gute Diskussionsgrundlage. Wenn man ein Problem mit den Spielen hat, soll man das nicht politisieren sondern sich ganz normal erkundigen und in einen ruhigen Dialog treten. Ich mag ja auch kein Gangsta-Rap aber ich würde mich nicht hinstellen und einen Container aufbauen, damit man von Eminem bis Bushido alles reinwerfen kann und dazu noch fordern Rap generell zu verbieten.

Im übrigen fehlt in der ganzen Sache eine Stellungnahme zur Medienmanipulation. Hier wurden Kinder mindestens dreimal Sachen reinwerfen lassen. Die ersten zwei Male war es von dem Kameramann im Container gefilmt worden, das letzte mal sah man im ZDF vom Ende der Treppe aus wie der Junge mit dem Basecap hochging und sie einfach reinfallen ließ. Das war eine Propaganda-Kampagne par excellence, das kann man doch nicht einfach so unter den Teppich kehren. Auch war in Medien von zwei Dutzend Spielen die Rede. Jetzt von 3 und wenn da noch die zwei Fake-Spiele mitdrin sind, bleibt noch eines und da es Gerüchte von einem Spiel der Piraten gab, zu Informationszwecken und einem Gameboy Spiel heisst es letztendlich wohl:

Kein einziges Spiel wurde eingesammelt.
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Avatar RichardWagner
RichardWagner
#10 | 20. Okt 2009, 12:15
Die Killerspiele sind schuld...damit ist die Beweisführung abgeschlossen.
Weiß der Herr, der diese Aktion ins Leben gerufen hat, dass die Amokläufer in den USA in psychologischer Behandlung waren? Das viele Amokläufer unter dem Einfluss von Psychopharmaka, also bewusstseinsverändernder Drogen standen?

Warum nicht einen Container daneben stellen, wo Kinder ihr Ritalin entsorgen können?

Und hat sich Winnenden tatsächlich so abgespielt, wie die offizielle Version behauptet?
Der Historiker Andreas Hauss stellt zumindest berechtigte Fragen, siehe;

http://www.youtube.com/watch?v=gf81pPf5KWA

http://www.youtube.com/watch?v=wKWGJA7_N_k
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