Battlefield 3 - PC

Multiplayer-Shooter  |  Release: 27. Oktober 2011  |   Publisher: Electronic Arts
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Report: Runder Tisch zu EA Origin

»Das war ein Scheiß, und das wissen wir auch.«

Electronic Arts hat Community-Vertreter zu einem runden Tisch zum Thema Origin eingeladen. Michael Graf war für GameStar dabei und berichtet von der Datenschutz-Front.

Von Michael Graf |

Datum: 02.12.2011


Zum Thema » Analyse zur EULA von EA Origin Der Teufel im Vertragsdetail Das Zitat des Abends gebührt Jens Uwe Intat: »Das war ein Scheiß, und das wissen wir auch«, kommentiert Electronic Arts‘ Europachef die erste Version der Online-Plattform Origin, in deren Lizenzvereinbarung (EULA) der Rechtsanwalt Thomas Schwenke zahlreiche Verstöße gegen das Verbraucher- und Datenschutzrecht festgestellt und damit eine hitzige Debatte angestoßen hatte. Deren letzter Akt entspann sich erst vor wenigen Tagen, als die nordrhein-westfälische Verbraucherzentrale den Publisher abgemahnt hatte. Jens Uwe Intats Botschaft ist klar: EA hält die Vorwürfe für berechtigt und gesteht seine Fehler ein. Das ist die erste positive Erkenntnis des runden Tischs zum Thema Origin, zu dem der Publisher am Donnerstag Abend Community-Vertreter eingeladen hatte.

Runder Tisch zu EA Origin : Am überraschend eckigen runden Tisch trafen sich Vertreter von EA und der Community, um über Origin und Datenschutz zu diskutieren. Am überraschend eckigen runden Tisch trafen sich Vertreter von EA und der Community, um über Origin und Datenschutz zu diskutieren. Allerdings kann man Intat hier ein Guttenberg-Manöver unterstellen. Unser Ex-Verteidigungsminister hat einst die Vorwürfe, er habe seine Doktorarbeit abgeschrieben, einst mit einem lapidaren »Ich habe einen Fehler gemacht« beiseite gewischt, weitere Fragen unerwünscht. Auch EA möchte nicht diskutieren, wie die Rechtsverstöße überhaupt in die EULA gelangen konnten. Schlamperei? Hat da einfach jemand den Google-Übersetzer über den amerikanischen Lizenztext laufen lassen? Wie kann es sein, dass ein von der USK ab 0 Jahren freigegebenes Spiel wie Fifa 12 ebenfalls auf Origin setzt, obwohl minderjährige Spieler die EULA nicht einmal ansatzweise verstehen? Waren die Rechtsverstöße am Ende doch – Absicht? Diese Fragen interessieren die Spielerschaft brennend. Aufarbeitung ist an diesem Abend jedoch nicht gefragt und freilich auch nicht Aufgabe des runden Tischs. EA hat die Community eingeladen, um zuzuhören und gemeinsam nach vorne zu blicken. Das ist überraschend gut gelungen.

Der Publisher hört zu

Dass Electronic Arts den runden Tisch ernst nimmt, zeigt sich schon an dessen Besetzung: Neben Jens Uwe Intat, der als Europachef aus London angereist ist, sitzen an der (übrigens eckigen) Tafel auch der deutsche Geschäftsführer Olaf Coenen, der mit der EULA-Überarbeitung befasste Rechtsanwalt Konstantin Ewald sowie der amerikanische Origin-Oberboss Craig Rechenmacher. Greg Schaefer, der US-Cheftechniker der Online-Plattform, ist zumindest 40 Minuten lang via Videokonferenz zugeschaltet. Dem EA-Block gegenüber sitzen unter anderem Vertreter des Spieler-Verbraucherverbandes VDVC sowie des Community-Aktionsbündnisses TheOrigin, die jüngst in einem offenen Brief klare Forderungen an EA gestellt haben.

Runder Tisch zu EA Origin : Jens Uwe Intat und Olaf Coenen von EA lauschen den Forderungen der Community. Jens Uwe Intat und Olaf Coenen von EA lauschen den Forderungen der Community.

Diese Forderungen sind auch das Hauptthema des Abend, wobei sich ein Schlagwort herauskristallisiert: Kommunikation. TheOrigin und der VDVC werfen EA – völlig zu Recht – vor, zu lange den Dialog mit der Community gescheut zu haben. Die Vorwürfe gegen Origin sind bereits über einen Monat alt, doch außer einigen schwammigen Statements von Olaf Coenen hatte der Publisher nichts zu sagen, lehnte die Einladung zu einer Podiumsdiskussion ab und gab erst recht keine Fehler zu. Klar, bereits nach wenigen Tagen hatte EA begonnen, die EULA zu ändern und rechtswidrige Klauseln auszumerzen. Doch die Gesprächsverweigerung hat die Community-Gemüter dennoch erhitzt und die Origin-Debatte weiter angeheizt – ähnlich wie vor drei Jahren, als sich die Fans über das auf fünf Installationen begrenzte Spore aufgeregt hatten. EA hatte die Einschränkung später per Patch aufgehoben, sich aber ebenfalls nie offiziell entschuldigt. Die Community möchte eben nicht nur gehört, sondern auch ernst genommen werden. Coenen & Co. machen sich fleißig Notizen.

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Avatar MJ2k2
MJ2k2
#1 | 02. Dez 2011, 15:35
Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung
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Avatar pwnedRabbit
pwnedRabbit
#2 | 02. Dez 2011, 15:36
"Robert Walther von TheOrigin spinnt den Vorschlag weiter: Man könne doch drei Arten von Origin-Accounts anbieten: In der Standardversion dürfen die Fans unbehelligt spielen, ohne Daten abzugeben. Wer in die Datensammlung einwilligt, steigt zum VIP-User auf und bekommt früheren Zgriff auf (kostenpflichtige) DLCs, etwa zu Battlefield 3"

Der Anfang klang gut. Aber VIP nur mit Einwilligung macht die halbe Idee doch wieder wett.
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Avatar diabLo-Designz
diabLo-Designz
#3 | 02. Dez 2011, 15:38
Also nicht wirklich viel neues....und die Idee mit den VIP Accounts? Na toll...jetzt haben die EA Leute ne neue Idee die sie verwirklichen können...was bedeutet das überhaupt?

Normal=keine Daten, DLCs später
Daten-VIP=Daten, DLCs früher
$$$ VIP=keine Daten, DLCs früher+Umsonst?

Oder wie ist diese Idee gemeint? Wenn ich richtig liege wird das ja noch viel mehr Wasser ins brennende Öl gießen^^...das sollte EA sich auf jeden Fall nicht merken xD
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Avatar hexer hext
hexer hext
#4 | 02. Dez 2011, 15:40
Ja ok. Schnonmal ein Anfang.
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Avatar Singler
Singler
#5 | 02. Dez 2011, 15:41
Zitat von :
Wann wird der Origin-Client mit seinen happigen 120 Megabyte Installationsgröße endlich entschlackt?


120 MB... in Zeiten, in der es praktisch nur noch Platten ab 60GIGs zu kaufen gibt. Übertreibt ihr da nicht ein wenig?
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Avatar Darklauran
Darklauran
#6 | 02. Dez 2011, 15:41
Frage an den Herrn Graf:
Warum liegt da eine Schachtel von Command and Conquer 1 ? :D
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Avatar Cernan01
Cernan01
#7 | 02. Dez 2011, 15:42
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar stojo
stojo
#8 | 02. Dez 2011, 15:44
"Es gehe um den Dialog, nicht um die Geschäftspolitik von EA."

Okay, der Schritt ist getan, den Dialog zu suchen. Aber sorry, das Ziel des Dialoges sollte doch eine kundenfreundliche Geschäftspolitik sein, aber das lässt sich EA natürlich nicht sagen.

»große, böse Spielefirma«

Schade drum.
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Avatar YouFail
YouFail
#9 | 02. Dez 2011, 15:45
Zitat von Darklauran:
Frage an den Herrn Graf:
Warum liegt da eine Schachtel von Command and Conquer 1 ? :D


Bestechung!
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Avatar Sekedow
Sekedow
#10 | 02. Dez 2011, 15:45
Im Endeffekt ist doch eines klar:
Sie machen mit den gesammelten Daten zusätzlich Kohle und das wahrscheinlich nicht zu knapp, sonst würde nicht jeder auf den Zug aufspringen. Trotzdem werden Spiele eher teurer und die Qualität (Dauer des Spiels, Freiheit von Bugs) nicht wirklich besser. Typisch für den Kapitalismus, etwas wird so lange ausgequetscht, bis das ganze System kollabiert. Wenn ich mir die hochwertigsten Spiele mit Liebe dahinter der letzten Zeit anschaue, so sehe ich da Braid, Limbo, World of Goo, Trine und Ähnliche. Ich hoffe der Markt der Blockbusterspiele wird sich in den nächsten Jahren selbst zerstören und kleine Entwicklerteams, die wirklich nur gute Spiele machen wollen, erhalten ihren verdienten Lohn!
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Details zu Battlefield 3

Plattform: PC (PS3, Xbox 360)
Genre Action
Untergenre: Multiplayer-Shooter
Release D: 27. Oktober 2011
Publisher: Electronic Arts
Entwickler: Digital Illusions
Webseite: http://www.ea.com/battlefield3
USK: Keine Jugendfreigabe
Spiele-Logo: Download
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