Half-Life 2 im Test
Herausragender Ego-Shooter von Valve
Fazit der Redaktion
Liebes Valve-Team, ich gestehe: Beim Wirbel um den gestohlenen Programmcode und der Release-Verschiebung hatte ich mir noch Sorgen um den Zustand von Half-Life 2 gemacht und befürchtet, dass ihr eure ambitionierten Pläne nicht umsetzen könnt. Doch Entwarnung und Erleichterung - Half-Life 2 ist, Stand Mitte November, mein persönliches Spiel des Jahres. Ob ich mit dem Luftkissenboot über brennende Barrikaden fliege, mit der Panzerfaust gegen Gunships anrenne oder mir mit den gewaltigen Stridern famose Häuserkämpfe liefere - selten stand mir beim Spielen so oft und so lange der Mund offen. Ist Doom 3 vor allem eine Demo von id Softwares Grafik-Engine, haben die Valve-Entwickler eine spannende Geschichte in 14 höchst abwechslungsreiche Kapitel verpackt, die mal einen Schwerpunkt auf Action, dann wieder auf Rätsel und vorsichtiges Voranpirschen legen.
Was ich etwas schade finde: Es gibt keinen richtigen Multiplayer-Modus mehr. Counterstrike Source hin und her, aber beim ersten Teil haben mir die Deathmatch-Partien in den eigens dafür angelegten Maps viel Spaß gemacht. Anders als bei Online-Matches brauchte man dort kein langes Training, um gegen Experten bestehen zu können. Vielleicht reicht Valve ja etwas Vergleichbares noch über den Steam-Vertriebskanal nach. Aber das sind gemessen am überragenden Gesamtbild Kleinigkeiten. Half-Life 2 setzt als neue Action-Referenz die Messlatte ein gewaltiges Stück nach oben. Ein ganz, ganz großartiges Spiel!
»Neue Action-Referenz!«