Zum Thema Titanfall 2 ab 28,99 € bei Amazon.de Titanfall 2 für 54,99 € bei GamesPlanet.com Ungewöhnlich: Während sogenannte Season-Pässe in der Videospiel-Branche seit geraumer Zeit zum Standard-Repertoire der Monetarisierung gehören, verzichten Electronic Arts und Respawn Entertainment bei Titanfall 2 auf die gängige DLC-Flatrate.

Warum dem so ist, hat der EA-CEO Andrew Wilson nun mehr oder weniger deutlich im Rahmen einer Investoren-Konferenz zur Bekanntgabe der aktuellen Quartalszahlen seines Unternehmens verraten.

Titanfall soll als langfristige Marke aufgebaut werden

Man fühle den Spielern gegenüber eben eine echte Verpflichtung und die Entscheidung, auf Bezahl-DLCs zu verzichten, habe zu außerordentlich positiven Reaktionen der gesamten Community geführt, so Wilson.

Hintergrund der ganzen Sache sind aber wohl vorrangig die langfristigen Pläne, die Electronic Arts mit dem Franchise hat: Schon mehrfach hat die Unternehmensführung betont, aus Titanfall eine langfristig beständige Marke machen zu wollen.

Community soll wachsen

Im Hinblick auf diese Strategie sei es wichtig, die Community des Spiels zu unterstützen und wachsen zu lassen. Und der beste Weg dort hin dürfte wohl sein, sich mit den Spielern und Kunden gut zu stellen.

Blake Jorgensen, der Finanz-Chef von Electronic Arts, sieht da durchaus Unterschiede zwischen neuen und bewährten Marken:

Man denkt hinsichtlich des Geschäfts anders als bei existierenden Marken wie FIFA oder Madden. Das bedeutet, dass wir nach Wegen suchen, die Spielerbasis nicht zu früh zu fragmentieren. Stattdessen wollen wir einfach jeden darin einbeziehen, die Marke fortzuführen und weiter aufzubauen.

Das ist übrigens nicht das erste Mal, dass Publisher und Entwickler die Kundenzufriedenheit als oberstes Ziel betonen. Schon vor einigen Monaten hieß es mit Verweis auf die geplanten Gratis-DLCs, dass man die Spieler glücklich machen wolle.

Gleichwohl sind eventuelle Mikrotransaktionen bis heute nicht komplett ausgeschlossen.

Aktuell andere Probleme als Bezahl-DLCs

Zur Zeit behindert aber ohnehin ein anderes Problem das Wachstum und den Aufbau der Marke: Die Release-Strategie von Electronic Arts. Aufgrund der zeitlichen Nähe zur Veröffentlichung von Battlefield 1 geht Titanfall 2 in der öffentlichen Wahrnehmung derzeit ein wenig unter. Der Publisher sieht darin zwar kein Problem, welche Auswirkungen die Strategie hat, lässt sich aber erst an den tatsächlichen Verkaufszahlen ablesen.

Und der Vorgänger hat immerhin ganz gut vorgelegt: Über zehn Millionen Exemplare wurden bis heute von Titanfall verkauft. Um als Erfolg zu gelten und weitere Ableger zu rechtfertigen, muss Titanfall 2 wohl deutlich häufiger verkauft werden.

Titanfall 2 ist seit dem 28. Oktober 2016 unter anderem für den PC erhältlich. Einige Features werden bald kostenlos nachgereicht - darunter etwa die Anzeige der Spielerstatistiken.

Im Test: So gut ist Titanfall 2 wirklich

Titanfall 2
In der Einzelspieler-Kampagne übernehmen wir Jack Cooper, der im Feld vom einfachen Soldaten zum Piloten aufgestiegen ist.