Seite 2: Über 20 Mähroboter im Test: Was wir nach Jahren der Praxis gelernt haben

9. Die »Kanten-Lüge« – Handarbeit bleibt

Auch im Jahr 2026 gibt es noch sehr viele Mähroboter, die keinen guten Kantenschnitt beherrschen. Oft ist das bedingt durch die Bauart, da sich die rotierenden Messer unterhalb des Roboters befinden. So kommt man nicht drumherum, alle ein bis zwei Wochen selbst den Trimmer zur Hand zu nehmen und an den Rasenkanten nachzubessern.

Doch es gibt Hoffnung: Einige neue Modelle sollen mit speziellen Kantentrimmern genau diesen Knackpunkt angehen. 2026 kommen die ersten auf den Markt. Wie gut die Technik in der Praxis funktioniert, muss sich aber erst noch zeigen.

Rechts an den Koniferen gut zu sehen: Ein Stück Rasenkante bleibt fast immer stehen. Rechts an den Koniferen gut zu sehen: Ein Stück Rasenkante bleibt fast immer stehen.

Unsere Erfahrung: Der Kantenschnitt muss zu 99 Prozent manuell erledigt werden. Da die Roboter sicherheitsbedingt auch um Hindernisse 10-25 Zentimeter Rasen stehen lassen, müsst ihr alle paar Wochen manuell für den letzten Schliff sorgen.

10. Wartung: Damit er nicht zum Schrotthaufen wird

Zwar mähen die Roboter automatisch den Garten, um die Pflege und Wartung müsst ihr euch aber selbst kümmern. Und das ist wichtig, damit euch das Gerät lange erhalten bleibt. Die Klingen sollten regelmäßig ausgetauscht werden. Stumpfe Messer reißen den Rasen heraus, statt zu schneiden – hässliche gelbe Fransen an den Halmen sind die Folge.

Vor allem Mähteller und Fahrwerk müssen regelmäßig gereinigt werden. Vor allem Mähteller und Fahrwerk müssen regelmäßig gereinigt werden.

Dazu müssen die Ladekontakte am Roboter und an der Station regelmäßig gereinigt werden. Hier bietet sich feines Schleifvlies an – je nach Verschmutzung auch nur ein leicht befeuchtetes Tuch. Werden die Kontakte regelmäßig nass oder von Grasresten verschmutzt, könnten sie anfangen zu korrodieren. Dann wird der Akku nicht mehr zuverlässig geladen.

Unser Tipp: Am besten reinigt ihr den Roboter einmal im Monat mit einer Bürste oder (wenn das Modell dafür ausgelegt ist) mit dem Gartenschlauch von unten. Nasser Rasen sollte sich nicht über einen längeren Zeitraum dort sammeln.

11. Warum sich das Ganze überhaupt lohnt

Einerseits muss man sich zwar mit Wartung und Kantenschneiden abfinden, aber der größte Faktor ist für uns ganz klar der Zeitgewinn. Besonders, wenn ihr einen vollen Terminkalender oder körperliche Einschränkungen habt, nimmt der Roboter eine Arbeit ab, die sonst jede Woche viel Zeit fressen würde.

Doch neben dieser Bequemlichkeit wirkt sich so ein Mähroboter auch positiv auf die Rasenqualität aus. Da der Roboter nach dem Mulchprinzip arbeitet, bleibt der feine Schnitt direkt auf dem Rasen liegen. Das spart euch nicht nur das lästige Entsorgen des Grünschnitts, sondern dient auch als natürlicher Dünger.

12. Das Maulwurf-Problem bleibt bestehen

Falls ihr hofft, dass durch das regelmäßige Fahren des Roboters auch gleichzeitig die Maulwürfe verschwinden, müssen wir euch enttäuschen. Nach wie vor bleibt das Besiegen der Maulwurfshügel Handarbeit.

Denn: Mähroboter würden die Maulwurfshügel als Hindernis erkennen und sie weiträumig umfahren. So bleibt drumherum ungeschnittener Rasen stehen.

13. Die Wahrheit über Steigungen

Wenn ihr einen herausfordernden Garten mit Steigungen besitzt, dann bleibt euch fast nur der Griff zu einem Allradgerät. Doch ihr müsst genau hinschauen. Die beworbenen Maximalsteigungen der Geräte beziehen sich fast immer auf optimale Bedingungen in der Mitte der Rasenfläche. 

Spannend wird es, wenn der Roboter am Hang wenden muss. Besteht eine Restfeuchtigkeit im Gras, rutschen viele Modelle weg oder ziehen mit durchdrehenden Rädern Furchen in den Boden.

Unser Tipp: Die Kurven am Rand des Gartens beim erstmaligen Abfahren der Außenbahn nicht so eng nehmen und damit etwas entschärfen.

14. Die korrekte Lagerung im Winter

Zwar ist es verlockend, den Roboter nach dem letzten Mähvorgang des Jahres einfach in seiner Garage stestehenzulassend auf die nächste Saison zu warten. Doch aus Erfahrung wissen wir: Die Witterung im Winter ist einer der größten Feinde der verbauten Elektronik.

Feuchtigkeit und Kälte setzen vor allem der Batterie zu. Darunter leidet die Akkukapazität.
Auch die Ladestationen allein sind nicht immer so wetterfest, wie man es sich erhofft. Bleiben sie über den Winter draußen, besteht wieder die Gefahr, dass die Ladekontakte korrodieren.

Unser Tipp für den Winter: Baut die Ladestation ab, reinigt Station und Roboter gründlich und bringt beide an Orten unter, die trocken und frostfrei sind.

15. Software-Updates: Der Roboter wird mit der Zeit besser

Was wir früher nicht auf dem Schirm hatten: Ein Mähroboter ist heute eher ein Computer auf Rädern als ein mechanisches Gartengerät. Das bedeutet auch, dass das Gerät, das ihr heute kauft, in einem Jahr dank Software-Updates deutlich smarter sein kann. Hersteller liefern regelmäßig neue Funktionen nach – sei es eine bessere Hinderniserkennung, neue Mähmuster oder eine optimierte Akkueffizienz.

Die Software heutiger Mähroboter ist komplex und bietet viele Funktionen – einige kommen per Update nachträglich hinzu. Die Software heutiger Mähroboter ist komplex und bietet viele Funktionen – einige kommen per Update nachträglich hinzu.

Fazit und Abschluss

Einen Mähroboter anzuschaffen, ist ein bisschen wie einen neuen Mitarbeiter einzustellen: Am Anfang gibt es eine kurze Einarbeitungsphase, man muss die Regeln klären und ab stellenweisel nach dem Rechten sehen. Aber wenn das System einmal läuft, spart es euch viel Zeit, Energie und Nerven.

Die gewonnene Zeit ist der eigentliche Luxus. Statt samstags zwei Stunden bei brütender Hitze hinter einem lauten Mäher herzulaufen, könnt ihr jetzt mit einem Kaltgetränk auf der Terrasse sitzen und eurem Helfer dabei zusehen, wie er seine Bahnen zieht.

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Ja, es gibt diese kleinen Dinge, die man wissen muss – vom WLAN-Check bis zum gelegentlichen Kanten-Trimming. Aber unterm Strich ist der Mähroboter für uns eines der wenigen Gadgets, die das Versprechen von mehr Lebensqualität wirklich halten. 

Zum Thema: Die besten Mähroboter 2026 findet ihr in unserer Kaufberatung

In unserem Familien- und Bekanntenkreis haben sich immer mehr Personen einen Mähroboter zugelegt – und niemand hat den Kauf bereut. Wenn ihr unsere Tipps beherzigt, steht eurem perfekten, autonomen Garten nichts mehr im Weg.

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