Gerade schaut man noch unterwegs im Zug seine Lieblingsserie auf Netflix, da zeigt der Akkuzähler plötzlich eine kritische Zahl an. Die Powerbank liegt gut verstaut daheim im Schrank und ausgerechnet dieser Zug hat keine Steckdosen zwischen den Sitzen. Blöd.
Um das nächste Mal besser vorbereitet zu sein und zumindest etwas länger die Fahrt mit Videos zu überbrücken, gibt es Möglichkeiten.
Wie bei der Konkurrenz findet ihr in den Einstellungen des Samsung-Smartphones zahlreiche Optionen, um die Akkulaufzeit zu erhöhen und potenzielle Probleme zu identifizieren.
Hier sind meine 7 Tipps, die mir täglich zu mehr Akkulaufzeit verhelfen:
- 1. Dark Mode aktivieren
- 2. Always-on-Display deaktivieren
- 3. Display Timeout
- 4.Standortdienste einschränken
- 5. Bloatware deinstallieren / deaktivieren
- 6. Für die S-Reihe: Leistungsprofil ändern
- 7. Modi und Routinen: Automatisch sparen, ohne daran zu denken
- Fazit: Lohnt es sich?
- Was tun, wenn der Akku des Samsung-Handys fast leer ist?
1. Dark Mode aktivieren
Dark Mode: ein Dauerbrenner auf der Akku-Checkliste. Smartphones von Samsung haben in der Regel ein AMOLED-Display. Dunkle Pixel verbrauchen weniger Strom beziehungsweise werden teilweise ganz abgeschaltet. Wie Samsung selbst schreibt, führt das zu einem geringeren Stromverbrauch.
Der Spareffekt ist jedoch nicht immer deutlich zu spüren und hängt insbesondere von der Displayhelligkeit ab.
Forscher der Purdue University haben nachgemessen: Bei einer Helligkeit von 30 bis 50 Prozent, wie sie die meisten Menschen drinnen nutzen, spart der Dark Mode drei bis neun Prozent Energie.
Draußen bei direkter Sonneneinstrahlung fällt die Akku-Ersparnis höher aus. Wenn ihr also überwiegend draußen mit dem Smartphone unterwegs seid, zahlt sich der Dark Mode aus.
So aktiviert ihr den Dark Mode bei den Samsung-Smartphones:
- Öffnet die Einstellungen auf dem Samsung-Smartphone.
- Wechselt jetzt zu »Anzeige« und wählt »Dunkel«.
2. Always-on-Display deaktivieren
Ich liebe die Always-on-Display-Funktion! Das Handy ist quasi inaktiv, aber der Bildschirm zeigt dank ausgeklügelter Technologie bei minimaler Herzfrequenz trotzdem Informationen an. Dazu zählen etwa Benachrichtigungen, Akku-Widgets sowie das aktuelle Datum.
Allerdings haben nicht alle Samsung-Smartphones ein LTPO-Display, das die Bildschirmwiederholrate bei statischen Inhalten auf 1 Hertz runterdrosseln kann und somit wertvolle Akkupunkte spart.
Dennoch belastet die Funktion den Akku geringfügig. In den Einstellungen gibt es einige Optionen, um das Always-on-Display anzupassen oder es ganz zu deaktivieren.
- Öffnet die Einstellungen auf dem Samsung-Smartphone.
- Wechselt jetzt zu »Sperrbildschirm und AOD« und tippt anschließend auf »Always On Display«.
- Entfernt den Haken bei »Ein«, um die Funktion ganz zu deaktivieren.
- Wählt weiter unten im Menü »Wann anzeigen« die Funktion, Zeit- oder Funktionsabhängig zu verwenden.
3. Display timeout
Wenn das Smartphone lange ungenutzt eingeschaltet bleibt, verbraucht es unnötig Strom. Um das zu vermeiden, solltest du die Timeout-Zeit auf 30 oder 15 Sekunden verkürzen. Dann versetzt sich das Smartphone in den Ruhemodus und das Display schaltet sich aus.
- Öffnet die Einstellungen auf dem Samsung-Smartphone.
- Wechselt jetzt zu »Anzeige« und anschließend »Bildschirm-Timeout«.
- Wählt nun »15 Sekunden« oder »30 Sekunden«.
Tipp: Im selben Kontextmenü findet ihr die Option Bildschirm beim Ansehen anlassen
. So bleibt das Display während der Nutzung eingeschaltet – das ist ideal beim Lesen!
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4.Standortdienste einschränken
Eine der größten Akkufresser bei Smartphones sind Apps, die mit entsprechender Berechtigung ständig GNSS-Dienste wie GPS oder Galileo anzapfen.
Die typischen Verdächtigen bei Samsung-Smartphones:
- Wetter-Apps: Oftmals unnötig häufige Abfrage von Wetterdiensten mittels Standortdaten.
- Social-Media-Apps: Apps von Meta sind bekannt dafür.
- Samsungs eigene Apps: Galaxy Wearable, SmartThings, Find My Mobile oder Bixby laufen oft im Hintergrund.
Das solltet ihr dagegen tun:
- Öffnet die Einstellungen auf dem Samsung-Smartphone.
- Wechselt jetzt zu »Standort« und anschließend zu »App-Berechtigungen«.
- Prüft für die entsprechenden Apps die Standortberechtigungen und wählt »Nur bei App-Nutzung« statt »Immer« setzen.
5. Bloatware deinstallieren / deaktivieren
Leider sind auch Samsung-Smartphones von Bloatware betroffen. Nach der Ersteinrichtung heißt es deshalb bei mir: Ausmisten!
Vorinstallierte Apps verbrauchen Akku hauptsächlich durch Hintergrundprozesse, Synchronisierung, Push-Benachrichtigungen, Standortabfragen und Werbe-IDs. Auf Samsung-Handys sind das leider oftmals Apps, die kaum jemand wirklich nutzt.
Das Problem: Eine vollständige Deinstallation ist ohne technische Umwege oftmals nicht möglich. Samsung erlaubt bei vielen Bloatware-Apps nur das Deaktivieren, nicht das Deinstallieren. Das ist aber trotzdem wirksam, da deaktivierte Apps nicht im Hintergrund laufen.
Schaut in eure App-Bibliothek und sortiert alle Apps aus, die ihr vermutlich niemals nutzen werdet.
- Öffnet den App-Drawer auf dem Samsung-Smartphone.
- Haltet den Finger auf die entsprechende App gedrückt und tippt auf »Deaktivieren«.
In meinem Fall habe ich die folgenden Apps entfernt oder deaktiviert: Penup, Samsung Shop, Smart Switch, Outlook, Microsoft365, Samsung Wallet und einige andere.
6. Für die S-Reihe: Leistungsprofil ändern
Kaum jemand weiß, dass Samsung eine direkte Stellschraube für den Energieverbrauch des Prozessors bietet. Insbesondere bei Qualcomm-for-Galaxy-Prozessoren kann so der Akku geschont werden, ohne dass es zu großen Leistungseinbußen kommt.
- Öffnet die Einstellungen auf dem Samsung-Smartphone.
- Wechselt jetzt zu »Gerätewartung« und anschließend zu Leistungsprofil.
- Ändern des Leistungsprofil auf »Leicht«.
Solange ihr keine rechenintensiven Apps verwendet, werdet ihr im Alltag keinen spürbaren Unterschied feststellen.
7. Modi und Routinen: Automatisch sparen, ohne daran zu denken
Die App »Kurzbefehle« auf iPhones ist äußerst mächtig – ebenso wie die Routine-Funktion auf Samsung-Geräten. Ihr könnt die App und ihre Möglichkeiten zu eurem Vorteil nutzen!
Ein Teil dieser App sind Modi und Trigger. Wenn sich das Samsung-Handy etwa vom WLAN zu Hause trennt, legt ihr fest, welche Energiesparoptionen aktiviert werden sollen. Somit schont ihr zumindest unterwegs den Akku des Smartphones – und das ganz automatisch!
- Öffnet die App »Modi und Routinen« auf dem Samsung-Smartphone.
- Wechselt unten zum Reiter »Routinen«.
- Tippt auf das Plus-Symbol, um eine neue Routine anzulegen.
- Wählt bei »Wenn« beispielsweise »WLAN« aus und tippt auf Hinzufügen, um das Heimnetzwerk auszuwählen.
- Setzt den Haken bei »Getrennt« und bestätigt mit »OK«.
- Wählt nun bei »Dann« die Einstellungen aus, die beim Trennen des WLANs aktiviert werden sollen.
Einmal eingerichtet, dankt es euch fortan der Akku, sobald ihr das Haus verlasst.
Fazit: Lohnt es sich?
An meinem Galaxy S26 Ultra habe ich vor diesen Einstellungen abends noch etwa 30 bis 40 Prozent Restkapazität gehabt. Nach den Änderungen sind es heute regelmäßig 50 bis 60 Prozent bei vergleichbarer Nutzung. Wer ein älteres beziehungsweise anderes Modell oder grundsätzlich den Akku stärker beansprucht, wird vermutlich andere Werte beobachten.
Der Akkugewinn macht auf den ersten Blick vielleicht keinen sehr großen Unterschied, allerdings sind es Änderungen, die man im Alltag nicht spürt. Einmal eingerichtet, profitiert man fortan von einer längeren Akkulaufzeit mit minimalen Nachteilen.
Mehr zum Thema: Ich habe ein neues Samsung-Handy und sofort 9 Einstellungen geändert
Was tun, wenn der Akku des Samsung-Handys fast leer ist?
Samsung-Smartphones verfügen über einen Energiesparmodus. Diesen findet ihr in den Einstellungen.
- Wechselt zu »Akku« und aktiviert anschließend »Energiesparen«.
Anschließend werden einige Einstellungen, wie der Dark Mode oder die feste Bildwiederholfrequenz von 60 statt 120 Hertz, automatisch festgelegt. Um zusätzlich Akku zu sparen, deaktiviert die Standortdaten sowie das Always-on-Display, wie oben im Artikel beschrieben.
Habt ihr weitere Tipps, um die maximale Akkulaufzeit von Samsung-Smartphones herauszukitzeln? Dann schreibt sie gerne unten in die Kommentare!






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