Es ist fast schon ein ungeschriebenes Gesetz im Westeros-Universum: Wenn ihr euch dem Ende einer Staffel nähert, müsst ihr euch warm anziehen!
Bei Game of Thrones war die vorletzte Folge einer Staffel traditionell diejenige, in der die ganz großen Ereignisse stattfanden – denkt nur an die Schlacht am Schwarzwasser, die Red Wedding oder die Schlacht der Bastarde. An dieser Tradition rüttelt auch A Knight of the Seven Kingdoms nicht.
In der fünften Folge von A Knight of the Seven Kingdoms erwartet euch nämlich ein brutaler Kampf auf Leben und Tod. Doch statt einer episch inszenierten Schlacht blickt ihr stattdessen in dichten Nebel und durch den winzigen Sehschlitz eines Ritterhelms. Das Ergebnis ist zwar verdammt immersiv, aber wurde auch aus der puren finanziellen Not heraus geboren.
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Gefangen im eigenen Helm
In der Episode »In the Name of the Mother« steht extrem viel auf dem Spiel: Ser Duncan der Große (Peter Claffey) muss im Trial of Seven um sein Leben kämpfen. Sieben Ritter treten gegen sieben andere Ritter an – eine schlammige und blutige Angelegenheit.
Statt epischer Weitwinkelaufnahmen voller CGI, wie Ihr sie aus den anderen GoT-Serien kennt, erlebt Ihr das Gemetzel hier sehr intim und fast schon klaustrophobisch. Die Kamera verfrachtet euch nämlich immer wieder direkt in Dunks Helm.
Showrunner Ira Parker erklärte den Kollegen von Polygon, wie wichtig diese Ego-Perspektive für das Team war. Ihr Ziel: Ihr solltet nicht nur zuschauen, Ihr solltet mitkämpfen:
»Wir wollten, dass das Publikum mit ihm in diesem Kampf steht – wir wollten, dass das Publikum kämpft.«
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Kreativität dank Budgetkürzungen
Der zweite Grund für die eingeschränkte Sicht und den Nebel ist pragmatischer Natur. Im Vergleich zu den gigantischen Produktionen von Game of Thrones muss A Knight of the Seven Kingdoms kleinere Brötchen backen. Parker gibt offen zu, dass das Team für jede Minute Laufzeit nur etwa ein Viertel des Budgets früherer Westeros-Serien zur Verfügung hatte:
»Es ist schon witzig, wie der Mangel an Geld einen dazu zwingt, coole und kreative Wege des Geschichtenerzählens zu finden.«
Genau hier kommt auch der Nebel ins Spiel: Laut der Bücher rollt an diesem Morgen tatsächlich Nebel über das Turnierfeld. Das Produktionsteam hat diese Vorlage dankend angenommen und den Nebel für die Serie noch verdichtet. So mussten sie letztlich nicht tausende Statisten am Rand des Kampfplatzes animieren oder bezahlen.
Jetzt seid Ihr an der Reihe: Wie gefällt euch diese Herangehensweise an das Trial of Seven? Findet Ihr die Ego-Perspektive immersiv oder hättet Ihr lieber eine große Massenschlacht gesehen, bei der sich alle 14 Ritter in der Weitwinkelperspektive gegenseitig die Schädel einschlagen? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
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