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Inhaltsverzeichnis
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Warum ihr durch Spiele abstumpft - und was ihr dagegen tun könnt

Schmerz, Blut und abgetrennte Gliedmaßen: Viele Spieler sind durch Gewaltdarstellung in Videospielen nicht mehr aus der Ruhe zu bringen. Doch ist das normal? Und was könnt ihr dagegen unternehmen? Ein Medienpsychologe klärt auf.

von Natalie Schermann,
09.08.2020 05:00 Uhr

Stumpfen wir wirklich durch Videospiele ab? Entwickeln wir auch im richtigen Leben eine größere Gewaltbereitschaft? Für GameStar Plus haben wir mit einem Medienpsychologen gesprochen. Stumpfen wir wirklich durch Videospiele ab? Entwickeln wir auch im richtigen Leben eine größere Gewaltbereitschaft? Für GameStar Plus haben wir mit einem Medienpsychologen gesprochen.

Zum Release stand The Last of Us 2 stark in der Kritik. Grund dafür war der große Fokus auf Gewalt und die Rachegeschichte, mit der viele Spieler nicht einverstanden waren. Doch kommt euch vielleicht auch folgende Situation bekannt vor? Ihr spielt einen Videospielcharakter und verfolgt ein Ziel. Um an dieses Ziel zu gelangen, müsst ihr euch mit menschlichen Gegnern anlegen und tötet im Spiel einen Soldaten nach dem nächsten ... und das lässt euch komplett kalt.

»Gewaltfördernd und gefährlich«, schrien die Schlagzeilen der Massenmedien während der »Killerspiel«-Debatte. Eltern seien krank vor Sorge um ihre Kinder, die sich gerne ihrem brutalen Hobby Videospiel widmen. Und auch wir Spielerinnen und Spieler selbst fingen an, unsere Medienrezeption zu hinterfragen. Emotionale Taubheit und Abgedroschenheit gegenüber Gewaltdarstellungen in Videospielen - das ist doch nicht normal! Oder doch? Und was kann ich eigentlich dagegen tun?

Um diese Fragen zu beantworten, haben wir für GameStar Plus mit Leonard Reinecke gesprochen, Professor für Medienwirkungsforschung der Universität Mainz. Gemeinsam werfen wir einen Blick in die Köpfe von Spielern und gehen dem Phänomen »emotionale Desensibilisierung« auf den Grund:

Unser Experte
Leonard Reinecke ist Professor für Medienwirkungsforschung und Medienpsychologie am Institut für Publizistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. In seiner Forschung widmet er sich verschiedensten Aspekten der Mediennutzung und Medienwirkung. Sein besonderes Interesse gilt dabei der Frage nach der Faszinationskraft von Unterhaltungsmedien und ihrem Einfluss auf unser psychologisches Wohlbefinden.

Wann reagieren wir emotional auf Videospiele?

Eine Abstumpfung setzt zunächst voraus, dass wir eine emotionale Bindung zu einem Medium aufbauen. Doch was muss ein Medium, in unserem Fall ein Videospiel, bieten, um seine Spieler zu fesseln und emotional zu berühren oder zu schockieren? Muss das Dargestellte etwa besonders realistisch sein? Oder reicht eine vage Darstellung, damit sich der Konsument in das Medium hineinfühlen kann?

Es wäre schwierig eine Liste mit allen Punkten aufzustellen, die dabei eine Rolle spielen. »Sie würde wahnsinnig lang werden, was daran liegt, dass wir als Rezipienten von Medien wahnsinnig flexibel in Bezug auf unsere Unterhaltungsfähigkeiten sind«, erklärt der Professor für Medienpsychologie Leonard Reinecke. Er glaubt nicht, dass es dabei auf eine besonders realitätsnahe Darstellung ankommt. »Das sieht man ja daran, dass wir uns unglaublich gut in Medien hineinversetzen können.«

Die Spiele der Life-is-Strange-Reihe legen einen großen Wert auf Charaktere, zu denen die Spieler schnell eine emotionale Bindung entwickeln können. In Life is Strange 2 geht es um die Brüder Sean und Daniel. Die Spiele der Life-is-Strange-Reihe legen einen großen Wert auf Charaktere, zu denen die Spieler schnell eine emotionale Bindung entwickeln können. In Life is Strange 2 geht es um die Brüder Sean und Daniel.