Acer und Handhelds sind noch keine Freunde geworden und das, obwohl der Hardware-Riese letztes Jahr drei Geräte in dieser Kategorie vorgestellt hat, auf die ich persönlich sehr gespannt war:
- Acer Nitro Blaze 7
- Acer Nitro Blaze 8
- Acer Nitro Blaze 11
Die drei haben sich vor allem in der Displaygröße voneinander unterschieden; die Zahlen stehen für die Display-Diagonale in Zoll. Besonders das Modell mit dem gigantischen 11-Zoll-Bildschirm und abnehmbaren Controllern hat es mir angetan.
Leider ist nur das 7-Zoll-Modell erschienen und das wohl auch nur in sehr geringer Stückzahl. Es schien, dass Acer wohl doch nicht am Handheld-Rennen teilnehmen wollte – bis jetzt.
Acer ist zusammen mit MSI und OneXPlayer einer von drei ersten Herstellern, die Geräte mit den neuen Intel-G3-Chips vorgestellt haben.
Ich habe den neuen Acer Predator Atlas 8 ausprobieren dürfen und teile mit euch meinen ersten Eindruck.
Disclaimer: Intel hat mich nach Köln auf die IEM 2026 eingeladen und dabei Kosten für Anreise, Unterkunft und Verpflegung übernommen. Einschränkungen zur Berichterstattung gab es abseits der Embargo-Termine nicht.
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Acer Predator Atlas 8: So sieht der erste Handheld mit dem neuen Intel-Chip aus
Komfort, Design und Verarbeitung: Keine Experimente, kein Risiko
Der Acer Predator Atlas 8 ist ein PC-Handheld, wie er im Buche steht. Das Design erinnert mich sehr stark an die Asus ROG Ally X und den Lenovo Legion Go S.
Dank der großen abgerundeten Griffe und der feinen Textur auf der Rückseite liegt der Handheld sehr bequem in meinen Händen, allerdings ist er mit 810 Gramm kein Leichtgewicht. Beim längeren Spielen (und beim einhändigen Halten zum Schießen der Fotos) macht sich das Gewicht bemerkbar.
Die Verarbeitung wirkt etwas weniger wertig als beim MSI Claw 8 EX AI+, den ich gleichzeitig bei diesem Event ausprobieren durfte. Beim Zusammendrücken des Controllers hat das Gehäuse ein wenig geknarzt.
Ich muss aber anmerken, dass es sich hierbei um ein sehr frühes Vorserienmodell handelt; Acer kann hier bis zum Release noch nachbessern.
Hier tippen/klicken zum Anzeigen
- Prozessor: Intel Arc G3 Extreme / Intel Arc G3 Prozessor
- Grafikkarte: Intel Grafik (integriert)
- Betriebssystem: Windows 11 Home
- Arbeitsspeicher: Bis zu 24 GB LPDDR5x (7467 MT/s)
- Festspeicher: Bis zu 1 TB PCIe Gen4 NVMe M.2 SSD (Format 2280)
- Display: 8" WUXGA (1920 x 1200 Pixel), 16:10-Seitenverhältnis, IPS, 100% sRGB, 77,68% Adobe RGB, 120 Hz Bildwiederholrate mit VRR-Unterstützung, 500 Nits Helligkeit, 10-Punkt-Multi-Touch, Gorilla Glass Victus & Gorilla Glass DXC
- Kühlung: Zwei Lüfter (1x Predator AeroBlade Metalllüfter, 1x Kunststofflüfter), Vortex-Flow-Konzept
- Schnittstellen: 2x Thunderbolt 4, 1x UHS-II microSD-Kartenleser (bis zu SD 4.0, unterstützt SD, SDXC, SDHC, SDUC), 1x 3,5 mm Audio-Eingang/Kombibuchse
- Konnektivität: Intel Killer Wi-Fi 7 BE1775s, Bluetooth 5.4
- Audio: 2x 2 W Lautsprecher (Realtek ALC712), zwei integrierte Mikrofone (onboard), DTS:X Ultra, Hi-Res Audio, Acer PurifiedVoice
- Steuerung & Tasten: A/B/X/Y-Buttons, D-Pad, TMR-Sticks (G3-Extreme-Version), Analoge L2/R2 Hall-Effekt-Trigger, anpassbare L/R-Trigger-Switches, L/R-Bumpers, L/R-Makrotasten, Dedizierte Tasten: Xbox Game Bar Widget, PredatorSense, View, Menü, Lautstärke (+/-)
- Sicherheit: Fingerabdrucksensor im Power-Button integriert
- Akku: Bis zu 80 Wh (4S1P, 4-Zellen Li-Ion)
- Stromversorgung: 65W USB-C-Ladeadapter (wahlweise als Wandnetzteil oder mit separatem Netzkabel/Brick)
- Software: PredatorSense, Xbox Game Pass Premium (2 Monate), PC Game Pass (3 Monate)
- Abmessungen: 299 × 127,4 × 28,5 / 58,37 mm
- Gewicht: 810 g (mit 80-Wh-Akku), 770 g (mit 60-Wh-Akku)
Bildschirm: Acer hält sich an die goldene Mitte
Genau wie bei vielen anderen Handhelds, auch beim neuen MSI Claw 8 EX AI+, ist ein 8-Zoll-IPS-LCD mit 1200p-Auflösung, 120 Hz und VRR verbaut.
Dieser Bildschirm wird niemanden vom Hocker hauen, aber er ist absolut solide ausgestattet. Dank 120Hz und einer variablen Bildwiederholrate werden Spiele schön flüssig dargestellt und die Auflösung von 1920x1200 Pixeln ist bei dieser Displaygröße vollkommen ausreichend.
Apropos Bildschirmgröße: 8 Zoll halte ich für die goldene Mitte bei Handhelds. Bei vielen Spielen, die primär für große Bildschirme entwickelt wurden, ist 7-Zoll etwas klein und größere Handhelds eignen sich besser für das Spielen in den eigenen vier Wänden als für unterwegs.
Acer hat dem Bildschirm außerdem Corning Gorilla Glass DXC verpasst, das Reflexionen reduzieren soll. Meinem ersten Eindruck nach hat der Acer-Handheld die Lichter im Hands-On-Bereich tatsächlich weniger stark reflektiert als der MSI Claw 8 EX AI+, der dieses Feature nicht besitzt.
Leider müsst ihr auf ein OLED-Display verzichten, was sich aber hoffentlich positiv auf den Preis auswirkt (hoffen darf man ja, oder?).
Controller – ein überraschendes Upgrade!
Als Acer den Predator Atlas 8 vor einigen Wochen angekündigt hat, ging ein Raunen durch die Community: Der Handheld besitzt normale Analog-Sticks, die auf Potenziometern basieren und langfristig Stick-Drift-Probleme entwickeln könnte.
Acer hat die Kritik gehört und auf der IEM in Köln bekannt gegeben, dass sie dem Handheld bis zum Release ein Upgrade verpassen werden: TMR-Sticks!
TMR-Sticks sind genau wie Hall-Effekt-Sticks resistent gegenüber verschleißbedingten Stick-Drift, verbrauchen aber weniger Energie und sind präziser.
Dieses Feature ist bei heutigen Handhelds noch eine Seltenheit, und ich bin froh darüber, dass Acer auf die Kritik gehört hat.
Abseits davon findet ihr ein weiteres Feature von Premium-Controllern: die Trigger verfügen über einen Schalter, mit dem ihr den Aktivierungsweg verkürzen könnt. Sie lösen dann schneller aus, was nützlich für Spiele ist, die keine analogen Eingaben nötig haben (etwa Shooter, Fighting-Games oder Action-Spiele).
Die ABXY-Tasten fühlten sich an, wie ich sie vom Xbox-Controller gewohnt bin. Beim D-Pad bin ich mir noch nicht sicher, wie gut es mir gefallen wird. Acer hat leider keine Spiele installiert, die auf D-Pad-Steuerung angewiesen sind, weshalb ich es nicht wirklich in Action austesten konnte.
Auf der Rückseite befinden sich zwei M-Tasten, die frei belegbar sind. Ein Trackpad gibt es nicht.
TMR-Sticks, abgerundete Griffe und Trigger-Locks: der Acer Predator Atlas 8 ist mit einem ziemlich guten Controller ausgestattet. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)
Kühlung, Anschlüsse und mehr: Weitere Besonderheiten
Kühlung: Genau wie beim MSI Claw 8 EX AI+ konnte ich die Lüfterlautstärke und die Lautsprecher nicht wirklich beurteilen, da es im Hands-On-Bereich sehr laut war. Acer gibt jedoch an, dass dieser Handheld der Erste ist, der einen Metall-Lüfter und einen Kunststoff-Lüfter kombiniert. Das soll den Luftstrom um 10 Prozent gegenüber einer Konfiguration mit zwei Plastik-Lüftern verbessern.
In der Praxis habe ich bemerkt, dass die heiße Luft zuverlässig nach oben hinausbefördert wird, aber viel mehr konnte ich noch nicht bestätigen. Die Griffe waren jedoch ein wenig warm, aber es hatte an diesem Tag 35 Grad und einige Menschen vor mir hatten das Gerät auch in der Hand. Wie die Kühlung funktioniert, erzähle ich euch dann in meinem finalen Test.
Einsparung beim RAM: Im Gegensatz zum MSI Claw 8 EX AI+ kommt der Acer Predator Altas 8 mit »nur« 24 GB RAM – der MSI-Handheld hat 32 GB.
Natürlich ist mehr Arbeitsspeicher bei einem Handheld immer erwünscht, da diese Geräte diesen sowohl für GPU als auch für CPU aufteilen müssen, aber ich halte 24 GB RAM für einen guten Kompromiss in Zeiten hoher Speicherpreise. Die Chancen stehen gut, dass dieser Handheld günstiger wird als andere mit einem Intel-G3-Chip.
Zwei Thunderbolt-4-Anschlüsse: Auf der Oberseite befinden sich zwei Thunderbolt-4-Anschlüsse, mit denen ihr schnelle Peripherie, wie etwa eine SSD, ein Dock oder sogar eine externe GPU anschließen könnt. Wie beim MSI Claw 8 EX AI+ sind sie allerdings etwas nah beieinander. Dicke oder abgewinkelte Stecker könnten deswegen beide gleichzeitig belegen.
Xbox-Vollbildmodus: Genau wie beim Asus ROG Xbox Ally X wird auch der Acer Predator Atlas 8 den Xbox-Vollbildmodus unterstützen. Dieser ist angepasst an die Steuerung mit dem Controller und optimiert Windows für Gaming.
Das über eine dedizierte Taste aufrufbare Schnellmenü gibt euch außerdem schnellen Zugriff auf die wichtigsten Funktionen, wie etwa Leistungsprofile, Bildschirmhelligkeit oder Leistungsmetriken.
Unsere Handheld-Kaufberatung 2026
Eine weniger extreme Version: Acer wird diesen Handheld in zwei Versionen veröffentlichen, die wenige, aber wichtige Unterschiede haben:
| Version 1 | Version 2 | |
| Prozessor | Intel G3 Extreme | Intel G3 |
| Akku | 80 Wh | 60 Wh |
| Analog-Sticks | TMR | Potentiometer |
Die zweite Version, die erst später nach der ersten erscheinen soll, wird eine abgespeckte Leistung, einen kleineren Akku und keine TMR-Sticks haben. Dafür sollte der Preis niedriger sein. Weitere Unterschiede sind mir noch nicht bekannt.
Mein frühes Fazit
Macht Acer jetzt endlich ernst? Dieser Handheld könnte mit dem richtigen Preis ein echter Geheimtipp werden. Die neuen Intel-G3-Chips versprechen eine deutlich bessere Effizienz und Leistung pro Watt als die aktuellen Handheld-Chips von AMD.
Ich begrüße es, dass der Hersteller auf 24 statt 32 GB RAM setzt und sogar eine Version mit etwas abgespeckten Specs anbieten wird. Der Hersteller hat uns noch keinen Preis verraten, aber meiner Einschätzung nach muss das Gerät günstiger sein als der MSI Claw 8 EX AI+, der bei 1.650 Euro startet.
Als Release peilt Acer übrigens das dritte Quartal von 2026 an. Ich hoffe, dass sie es dieses Mal durchziehen und ich bin schon gespannt, den Handheld ausführlicher zu testen.
Habt ihr Fragen zum Acer Predator Atlas 8? Schreibt sie mir gern in die Kommentare und ich beantworte sie euch so gut wie möglich oder adressiere sie im finalen Test.

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