AMD Epyc 7000 - Prozessoren mit bis zu 32 Kernen offiziell vorgestellt

Die Zen-Architektur, die auch bei den Ryzen-CPUs verwendet wird, steckt bald auch in Servern. Die entsprechenden Epyc-Prozessoren bieten bis zu 32 Kerne.

von Georg Wieselsberger,
21.06.2017 07:21 Uhr

AMDs Epyc ist laut CEO Lisa Su schneller und günstiger als Server-Prozessoren von Intel.AMDs Epyc ist laut CEO Lisa Su schneller und günstiger als Server-Prozessoren von Intel.

Update: AMD hat letzte Nacht während einer Veranstaltung die neuen Epyc-Prozessoren vorgestellt und dabei auch die bisher geleakten Informationen bestätigt. Laut AMD-CEO Lisa Su wird das größte Modell Epyc 7601 mit 32 Kernen 4.200 US-Dollar kosten, aber 47 Prozent schneller sein als der Intel Xeon E5-2699A v4, der 4.938 US-Dollar kostet.

Die AMD-CPU bietet laut der Präsentation außerdem mehr Kerne, mehr Threads, eine höhere RAM-Kapazität und eine höhere RAM-Bandbreite als das Konkurrenzmodell. Der Epyc 7301 für 825 US-Dollar soll sogar 70 Prozent schneller sein als der Xeon E5 2640 v4, der 939 US-Dollar kostet. AMD kehrt damit nach vielen Jahren wieder in den Server-Markt zurück, der auch gute Gewinnspannen ermöglicht.

AMD Epyc 7000 mit bis zu 32 Kernen

Originalmeldung: PC-Nutzer mit einem Desktop-PC können aktuell bei AMD einen Prozessor mit bis zu acht Zen-Kernen kaufen und beispielsweise zum Top-Modell Ryzen 7 1800X greifen. Noch im Sommer sollen mit den Ryzen-Threadripper-Prozessoren (vermutlich als Ryzen 9-Serie) Modelle mit bis zu 16 Kernen für High-End-Rechner erhältlich sein. Doch für Server hat AMD eine eigene Prozessoren-Serie mit der Bezeichnung Epyc geplant. Bisher gibt es noch nicht viele offizielle Informationen, doch wie die Webseite Videocardz meldet, sind nun erste Details in Form einer Präsentation geleakt.

Demnach wird AMD die Epyc-7000-Serie am 20. Juni 2017 vorstellen, denn an diesem Tag endet laut Bericht zumindest das nun gebrochene NDA. Das Top-Modell der Epyc-Serie ist der AMD Epyc 7601 mit 32 Kernen, 64 Threads, einem Basis-Takt von 2,2 GHz und einem Turbotakt von 3,2 GHz. Die TDP dieser CPU soll bei 180 Watt liegen.

Interessant ist, dass AMD zwar viele unterschiedliche Modelle bis hin zu acht oder 16 Kernen anbietet, aber im Gegensatz zu Intel auch bei den Server-Prozessoren keine Abstriche bei der Anbindung an das restliche System macht.

8-Kanal DDR4 und 128 PCIe-Lanes

Alle Prozessoren der AMD-Epyc-7000-Serie bieten ein Achtkanal-Speicherinterface für DDR4 mit bis zu 2,0 TByte RAM pro Prozessor und 128 PCI-Express-Lanes. In einer Liste wird außerdem die Leistung verschiedener Epyc-Prozessoren mit denen von Intel-Xeon-Modellen in der gleichen Preisklasse verglichen.

Ein AMD Epyc 7601 kostet demnach wohl wie ein Xeon E5-2699A v4 mehr als 4.000 US-Dollar, liefert aber 47 Prozent mehr Leistung. Bei anderen Modellen soll der Vorteil sogar bei bis zu 70 Prozent liegen, eventuell wegen der nicht beschnittenen Anbindung bei AMD.

Quelle: Videocardz


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