AMD Ryzen 4000 Specs & Release - Alle Infos, Leaks & Gerüchte

Was können wir von AMD's neuen Prozessoren in Sachen Performance erwarten, wann werden sie erscheinen und was werden sie kosten?

von Alexander Köpf,
12.05.2020 17:14 Uhr

Erste Lebenszeichen von Ryzen 4000 werden in den kommenden Monaten erwartet. Erste Lebenszeichen von Ryzen 4000 werden in den kommenden Monaten erwartet.

Mit der Einführung der Zen-Architektur in Form der Ryzen-Prozessoren für den Desktop läutete AMD 2017 ein erfolgreiches Stück Firmengeschichte ein. Am aktuellen Kurs will man daher festhalten und mit Ryzen 4000 Konkurrent Intel auch in Zukunft unter Druck setzen. Doch was wissen wir bislang über die Ryzen-3000-Nachfolger?

Im Folgenden tragen wir zusammen, was es über Neuerungen, Spezifikationen und Leistung der Ryzen 4000 zu sagen gibt, welche Gerüchte und Spekulationen im Raum stehen und wann die Zen-3-CPUs erscheinen könnten.

Die möglichen Spezifikationen

Gegenüber der Ryzen-3000-Reihe, die auf der Zen-2-Architektur basiert, soll Ryzen 4000 um 100 bis 200 MHz höher takten. Gleichzeitig soll auch die Leistung pro Taktzyklus (Instructions per Cycle, IPC) gesteigert werden. Hier wurden oftmals 17 Prozent genannt, was ein Kern-normiertes Leistungsplus von rund 20 Prozent vermuten lässt.

Zuletzt wurde die Zahl jedoch korrigiert und eine IPC-Steigerung bei Zen 3 von 10 bis 15 Prozent vorhergesehen, was vermutlich immer noch in Performance-Zugewinnen im Bereich von 15 Prozent resultieren könnte.

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Wie soll die gestiegene Leistung erreicht werden? Zen 3 wird in einem optimierten 7nm-Verfahren gefertigt werden. Die Rede ist sogar von EUV(Extreme Ultraviolet)-Technik. Allein dadurch dürfte die Effizienz der Chips verbessert respektive die Leistung angehoben werden. Hinzu kommen noch etwaige architektonische Vorteile wie ein neues Kern-Design, beispielsweise die Umgruppierung des Cache.

Generell soll auch der sogenannte CPU-Core-Complex (CCX) überarbeitet werden. Demnach wird er bei Zen 3 nicht mehr höchstens vier Kerne beherbergen, sondern ganze acht. Das könnte gerade für Nutzer, für die acht Kerne und 16 Threads ausreichend sind, von großem Interesse sein, wie unser Test zum Ryzen 3 3300X zeigt.

Denn wenn alle Kerne auf einem Core-Complex Platz finden, bedarf es nicht mehr des sogenannten »Infinity Fabrics« für die Kommunikation zwischen den Kernen. Gleichzeitig können alle Kerne auf einen gemeinsamen L3-Cache zurückgreifen. Dadurch verringern sich die Signallaufzeiten, was wiederum zu besserer Effizienz beziehungsweise höherer Leistung führen kann.

Ryzen 4000 mit Zen-3-Architektur sollen zudem die letzte Prozessor-Generation für den AM4-Sockel bilden. Wie AMD aber erst kürzlich bekanntgegeben hat, werden die neuen CPUs dabei nicht mit allen älteren AM4-Boards kompatibel sein, sondern lediglich mit Boards, auf denen ein 500er-Chipsatz verbaut ist. In der AMD-Community sorgte die Ankündigung zuletzt für Enttäuschung.

Das Wichtigste zu Ryzen 4000 zusammengefasst:

  • Zen-3-Architektur, optimiertes 7nm-Verfahren (vielleicht sogar EUV-Technik)
  • 100 bis 200 MHz gesteigerte Taktraten gegenüber Zen 2 alias Ryzen 3000
  • IPC-Steigerung um die 15 Prozent
  • neues Kern-Design, überarbeiteter Core-Complex mit acht statt vier Kernen
  • letzte AM4-Generation, jedoch offiziell nur mit 500er-Platinen kompatibel
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Wann ist mit Ryzen 4000 zu rechnen?

Bislang stand ein Release gegen Ende 2020 im Raum. Viele vermuteten daher eine Produktvorstellung im Rahmen einer AMD-Keynote der von Anfang Juni auf den 28. bis 30. September verschobenen Computermesse Computex in Taipeh.

Es gibt aber auch Hinweise darauf, dass sich der Launch von Ryzen 4000 bis ins Jahr 2021 verzögern könnte. So soll es Probleme während der Testphase der Serverprozessoren Epyc Milan geben. Im Ramen der Bekanntgabe aktueller Quartalszahlen hat AMD aber erneut von Ende 2020 gesprochen.

Was wird Ryzen 4000 kosten? Dazu gibt es im Augenblick noch keine Informationen. Sehr wahrscheinlich wird sich AMD aber primär an den eigenen Produkten der vorangehenden Serie orientieren und wieder in ähnlichen Preisbereichen agieren.

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