Das nächste große Ding nach der Grafikkarte: AMD hat gerade seinen Plan geteilt und sagt: »Wir können damit ziemlich schnell anfangen«

AMD überlegt, KI-Beschleuniger zu entwickeln, die vor allem in Workstation-PCs und KI-Systemen zum Einsatz kommen könnten.

AMD denkt darüber nach, seine XDNA-Technologie in dedizierte KI-Beschleuniger einzusetzen. (Bildquelle: AMD) AMD denkt darüber nach, seine XDNA-Technologie in dedizierte KI-Beschleuniger einzusetzen. (Bildquelle: AMD)

Zu Beginn des 3D-Zeitalters in Computerspielen lieferten 3D-Beschleuniger die notwendige Leistung. Jetzt könnte die rasante Verbreitung von künstlicher Intelligenz KI-Beschleunigern in bestimmten Bereichen zum Durchbruch verhelfen.

Rahul Tikoo, ein leitender Manager bei AMD, hat gegenüber dem Magazin CRN bestätigt, dass der Chiphersteller mit Kunden aktiv über Anwendungsfälle und Möglichkeiten von KI-Beschleunigern spricht.

Die KI-Chips würden keine klassischen dedizierten Grafikkarten sein, sondern neuronale Prozessoreinheiten. Insbesondere Workstation-PCs und KI-Systeme könnten mit diesen Chips ausgestattet werden, um KI-Dienste und Training zu beschleunigen.

Video starten 0:45 »Die Legende ist unschlagbar«: AMD stellt den Ryzen 7 9800X3D offiziell vor

KI-Beschleuniger finden momentan vor allem als Teil von Grafikkarten und Prozessoren Verbreitung. Microsofts Copilot+ Programm ist eines der Ersten, das zwingend einen KI-Beschleuniger vorschreibt. Auf Systemen ohne diesen werden bestimmte KI-Dienste und Funktionen nicht angeboten.

Für AMD stehen vor allem Anwendungen im Geschäftskundenbereich im Vordergrund. Laut Tikoo beobachtet AMD die Entwicklung in dem Bereich sehr genau und besitzt bereits die Technologien, um KI-Beschleuniger herzustellen.

Ein Kernpunkt ist die KI-Technologie, die AMD durch die Übernahme von Xilinx als Grundlage für KI-Komponenten in Ryzen-Prozessoren nutzt. Die XDNA genannte Technologie ist momentan in der zweiten Generation verfügbar.

XDNA 2 wurde von AMD in die Prozessoren der Ryzen AI 300-Serie von CPUs eingeführt. Sie bieten eine Leistung von bis zu 50 TOPS (Trillions of Operations per Second) – auf Deutsch: 50 Billionen Operationen pro Sekunde.

Zum Vergleich: Die erste Generation von XDNA schaffte es auf 10 TOPS. Microsoft verlangt für das Copilot+ Programm einen Beschleuniger mit mindestens 40 TOPS.

Die KI-Technologie könnte als Grundlage dienen, um eigenständige Produkte mit schnellerer Leistung und geringerem Energieverbrauch auf den Markt zu bringen.

Nun ist eure Meinung gefragt. Könntet ihr euch vorstellen, einen separaten KI-Beschleuniger in eure PCs einzubauen oder zu betreiben? Schreibt uns dazu gerne einen Kommentar.

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