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AMD Prozessoren: Zen 3 finalisiert, Zen 4 soll 2021 kommen

Während des Launch-Events von Epyc Rome sprach AMD auch über künftige Designs. Zen 3 soll demnach plangemäß 2020 erscheinen und Zen 4 2021 folgen.

von Alexander Köpf,
13.08.2019 19:34 Uhr

AMD feiert mit Zen 2 alias Ryzen 3000 und Epyc Rome derzeit große Erfolge. Aber auch Zen 3 und Zen 4 sind nicht mehr weit entfernt. (Bildquelle: INpact Hardware) AMD feiert mit Zen 2 alias Ryzen 3000 und Epyc Rome derzeit große Erfolge. Aber auch Zen 3 und Zen 4 sind nicht mehr weit entfernt. (Bildquelle: INpact Hardware)

Mit Ryzen 3000 führte AMD im Juli die ersten 7nm-Prozessoren auf Basis der Zen 2-Architektur erfolgreich ein. Exakt einen Monat später folgte Epyc Rome für den Servermarkt.

Während des Launch-Events gab AMD auch einen Ausblick in die Zukunft, demnach liegt Zen 3 im Plan und die für 2021 geplante Zen 4-Architektur befindet sich bereits in der Entwicklung.

Auf Augenhöhe mit Intel

Ryzen 3000 gilt allgemein als großer Wurf: AMD befindet sich damit nach Meinung vieler Tester und Spieler endgültig wieder auf Augenhöhe mit Intel - werden Sicherheitslücken und das Preis-Leistungs-Verhältnis berücksichtigt, könnte man sogar noch weitergehen.

Internes Intel-Memo zollt AMD Respekt und warnt vor der Konkurrenz

Entscheidend für den aktuellen Erfolg ist neben dem Wechsel zu TSMCs 7nm-Fertigung vor allem die Zen-2-Architektur.

Bis zu 15 Prozent mehr Leistung pro Taktzyklus (Instructions per Cycle, IPC) und gleichzeitig deutlich verbesserte Energieeffizienz gegenüber der ersten Zen-Generation sollten so ermöglicht werden.

Durchbruch auf dem Server-Markt

Mit der Auslagerung der Chip-Fertigung zu TSMC ging AMD ein Wagnis ein, das sich bislang als gute Entscheidung erwiesen hat. Mit der Auslagerung der Chip-Fertigung zu TSMC ging AMD ein Wagnis ein, das sich bislang als gute Entscheidung erwiesen hat.

Auf dem Servermarkt will AMD ähnlich durchstarten. Gegenüber der ersten Epyc-Generation Naples, die auf der original Zen-Architektur basiert, soll Epyc Rome ebenfalls 15 Prozent mehr IPC bieten.

Für Datacenter besonders relevant, weil der größte Kostenpunkt, ist die gesteigerte Energieausbeute. Die Kernzahl verdoppelt sich außerdem von maximal 32 auf maximal 64 Kerne.

Auf dem Launch-Event am 7. August im kalifornischen Santa Clara standen so vor allem Partnerschaften mit Google, Twitter, Microsoft und einigen anderen Technologie-Konzernen im Vordergrund. Den neuen Epyc-CPUs widmen wir uns voraussichtlich in einer separaten News noch näher.

Zen 3 »on track«

Zen 2 und Zen 3 sollen noch in 7nm gefertigt werden, Zen 4 könnte schon im 5nm-Design kommen. Zen 2 und Zen 3 sollen noch in 7nm gefertigt werden, Zen 4 könnte schon im 5nm-Design kommen.

Doch auch für Gamer gab es Neuigkeiten, denn AMD gewährte einen Ausblick in die Zukunft der Zen-Architektur, die bei den Ryzen-Prozessoren ebenfalls zum Einsatz kommt.

Demzufolge ist die Designphase von Zen 3 erfolgreich abgeschlossen, die Prototyp- und Testphase steht nun an. Man sei »on track« (im Plan) für 2020, heißt es auf den Präsentationsfolien. (via PCGamesHardware)

Diesen ist ebenfalls zu entnehmen, dass AMD auch Zen 3 noch im 7nm-Verfahren fertigen lassen möchte. Allerdings soll dann vermehrt die EUV(Extreme Ultraviolet)-Lithografie zum Einsatz kommen, während die ältere Immersionslithografie langsam zurückgefahren werden soll – AMD spricht von 7nm+.

Zen 4 in Entwicklung

Zen 4 tritt derweil in die Designphase ein und soll laut der Roadmap ebenfalls in der Spur sein. AMD stellt den Release 2021 in Aussicht, gibt überdies aber keine weiteren Informationen bekannt.

Denkbar wäre jedoch eine weitere Verringerung der Strukturbreite. TSMC plant 2020 mit der Massenproduktion von 5nm-Chips, derzeit befindet sich das Verfahren in der Risikoproduktion.

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