Eine vier Jahre alte CPU kehrt viel zu teuer auf den Markt zurück und dürfte »dank« Speicherkrise trotzdem eine der besten Optionen für viele Spieler darstellen

Der Ryzen 7 5800X3D ist zurück an der Beliebtheitsspitze. Der Speicherkrise sei Dank.

Ende Juni hat AMD den Ryzen 7 5800X3D wiederaufgelegt. (© AMD via YouTube) Ende Juni hat AMD den Ryzen 7 5800X3D wiederaufgelegt. (© AMD via YouTube)

Der AMD Ryzen 7 5800X3D war die schnellste Gaming-CPU der AM4-Ära. Ende Juni 2026 kehrte der Prozessor als »10 Years AMD AM4 Anniversary Edition« auf den Markt zurück.

Der Preis der CPU ist an sich eigentlich deutlich zu hoch. Trotzdem scheint das Modell sehr gefragt zu sein. Der Grund dafür dürfte der Markt selbst sein.

Teure CPU gegen noch teurere Upgrades

Die UVP der nur im Namen veränderten »10 Years AMD AM4 Anniversary Edition« wurde im Vergleich zum Original von 2022 sogar leicht gesenkt. Aktuell ist er für etwa 359 Euro zu haben. Das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Ryzen 7 5800X3D zwischenzeitlich schon mal für unter 280 Euro angeboten wurde.

Zum Vergleich: Der Ryzen 7 9800X3D kostet aktuell nur etwa 10 Euro mehr. Der Ryzen 7 7800X3D ist sogar 40 Euro günstiger.

Dennoch liegt das neue alte Modell bei der Vergleichsplattform Geizhals bei der Beliebtheit auf dem ersten Platz unter den Prozessoren.

Video starten 0:45 »Die Legende ist unschlagbar«: AMD stellt den Ryzen 7 9800X3D offiziell vor

Eigentlich wäre das totaler Quatsch, immerhin ist der Prozessor an eine alte Plattform gebunden, was Upgrades in Zukunft nahezu unmöglich macht. Genau da dürfte aber auch der Haken liegen.

Wer sich für einen der anderen genannten Prozessoren entscheidet, wechselt damit auch zur AM5-Plattform und braucht dann nicht nur ein neues Mainboard, sondern auch den weiter extrem teuren DDR5-RAM.

Die aktuelle Speicherkrise dürfte dafür gesorgt haben, dass viele Spieler noch gar nicht auf AM5 umgestiegen sind. Und wer heute noch ein AM4-System nutzt, findet schlicht keine schnellere CPU als den AMD Ryzen 7 5800X3D.

Falls ihr jetzt hellhörig geworden seid, aber schon vergessen habt, was den Ryzen 7 5800X3D damals so gut gemacht hat, hilft euch der Test von Nils auf die Sprünge.

Angesichts dessen, dass kaum jemand verlässlich sagen kann, wie lange sich die Krise noch hinziehen wird und ob die Preise jemals wieder ein angemessenes Niveau erreichen, könnte der wiederaufgelegte Prozessor also noch für lange Zeit das einfachste und günstigste Upgrade für viele Spieler darstellen. Wer schon auf AM5 gewechselt ist, schaut aber leider in die Röhre.


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