Halte ich aus beruflichen Gründen wieder ein Android-Handy in den Händen, schießt mir immer der derselbe Gedanke durch den Kopf: Es kann so einfach sein.
Dabei ist nicht die Rede von ausgeklügelten Features, die die neuesten Nike-Sneaker mit einem Einkreisen des Motivs am Bildschirm erkennen. Es geht um grundlegende Funktionen, die den täglichen Komfort maßgeblich beeinflussen.
Sie sind so praktisch, dass sie für mich der ausschlaggebende Grund für ein Android-Smartphone sind.
1. App-Benachrichtigungen
Bei Android können App-Benachrichtigungen im großen Stil angepasst werden. Zum Teil ist das sogar möglich, wenn die App selbst das nicht unterstützt. Ich bin mein eigener Hausverwalter und bestimme, welche Benachrichtigungen die App auf meinem Sperrbildschirm zimmert und welche nicht.
Das funktioniert bei Android obendrein noch absurd schnell und einfach:
- Haltet den Finger auf die jeweilige App gedrückt.
- Wählt das i-Symbol.
Und schon lassen sich einzelne Benachrichtigungen aktivieren beziehungsweise deaktivieren und viele weitere Optionen hierzu vornehmen. Beim iPhone hingegen muss die App erweiterte Benachrichtigungsoptionen unterstützen.
Zudem verfügt Android über einen cleveren Benachrichtigungsverlauf. Wenn ich eine wichtige Mitteilung versehentlich wegwische, kann ich sie im Verlauf der letzten 24 Stunden wiederfinden.
2. Lautstärke-Einstellungen
Die fehlenden Lautstärke-Optionen beim iPhone sorgen bis heute für Unverständnis. Wie man die Lautstärke des Weckers beim Apple-Handy separat ändert, ist eine der am häufigen gestellten Google-Suchanfragen. Kurzum: Es geht nicht (so einfach).
Während das bei Android in drei Sekunden erledigt ist, ist dafür beim iPhone eine Verrenkung nötig. Eine Notlösung stellt die Health-App dar. Mit einem konfigurierten Schlafzeitplan lässt sich hier eine separate Wecker-Lautstärke wählen.
Einige User legen für diese Standardfunktion sogar Kurzbefehle an. Verrückt!
Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. Wenn ihr das iPhone stummgeschaltet habt, werden Videos auf YouTube und Co. mit Lautstärke abgespielt. Spiele ich eine Runde Balatro, gibt das Spiel keinen Ton wieder. In dem Fall muss man das iPhone auf Laut stellen. Merkt ihr was?
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3. Die Tastatur
Der dritte und letzte Punkt ist für mich der Hauptgrund, warum ich täglich neidisch auf Android schaue: die Tastatur. Was bei der Autokorrektur des iPhones falsch läuft, hat Kollege Mirco bereits beschrieben. Dem schließe ich mich an.
Dabei ist das noch mein geringstes Problem. Mir fehlt bei iOS die Vielfalt an Einstellungen und Optionen. Bei Android kann ich die Vibrationsstärke wählen, eine Zahlenreihe hinzufügen, die Schriftart sowie -größe anpassen, eine clevere Zwischenablage nutzen und vieles mehr.
Und ja, die Autokorrektur ist bei Google-Handys einsame Spitze! Zwar lässt sich Gboard auf dem iPhone installieren, allerdings fehlen selbst dann einige Einstellmöglichkeiten.
Das gefällt mir wiederum am iPhone
Selbstverständlich machen diese drei Features noch kein komplettes Smartphone aus und die Wahl ist zudem sehr subjektiv. Das iPhone von Apple hat seine ganz eigenen Stärken, weswegen ich dabei geblieben bin.
Viele meiner Lieblings-Apps gibt es entweder nur auf dem Apple-Handy oder in abgespeckter Version auf Android-Smartphones (Journal, Halide, Current, Leica Lux, Tiimo).
Wer iPhone sagt, muss auch Ökosystem sagen. Das Zusammenspiel zwischen den einzelnen Apple-Geräten ist nach wie vor das entscheidende Kaufargument. Dateien zwischen iPhone, iPad und Mac zu verschieben geht schnell und einfach, trotz starker Alternativen.
Das geräteübergreifende Synchronisieren von Dateien und Ordnern ist ebenfalls ein großer Pluspunkt.
Zu guter Letzt gibt es eine riesige Auswahl an Zubehör unterschiedlichster Art. Sei es Aufsteckobjektive, Kamera-Cages, MagSafe-SSDs oder andere Spielereien. Der Markt der Drittanbieter ist gewaltig.
Letztendlich bleibt die Wahl zwischen Android und iPhone vor allem eine persönliche. In meinem Fall ist es eine emotionale Für-und-Wider-Abwägung, die aktuell für das iPhone spricht.






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