Anno ist traditionell ein Spiel, das euch eigentlich wenig Pausen lässt. Schon in Anno 1602 gab es keine Möglichkeit, das Geschehen einzufrieren und trotzdem weiterzubauen. Zumindest bis jetzt!
Die Entwickler hatten es schon angekündigt und in der aktuellen Demo könnt ihr es selbst ausprobieren: Anno 117: Pax Romana bringt eine Aktive Pause ins Spiel!
Das Thema ist schon lange ein Streitpunkt in der Community und insbesondere bei Anno 1800 wurden die Rufe nach einer aktiven Pause immer lauter. Das wird die Entwickler jetzt dazu bewegt haben, dieses gewünschte Feature endlich anzubieten.
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Anno 117: Wir haben 60 Minuten lang die Demo gespielt und … ja, unsere Stadt ist in Flammen aufgegangen
Was nützt die Aktive Pause?
Falls euch der Begriff nichts sagt, hier eine schnelle Erklärung. Die »Aktive Pause« bezeichnet vor allem in Strategiespielen die Möglichkeit, die Simulation zu pausieren und trotzdem aktiv in der Zeit zu bauen. Bislang war es in Anno nie möglich, das Geschehen komplett einzufrieren, aber neue Häuser zu setzen oder Handelsrouten zu bearbeiten.
Mit der Aktiven Pause in Anno 117 ist genau das möglich. Ein Klick auf den Pause-Button bringt die Welt um euch herum zum Stillstand. Die Bewohner bewegen sich nicht mehr, die KI-Gegner bauen nichts mehr, ihr bekommt keine neuen Nachrichten und es können keine Katastrophen wie Brände ausbrechen. Ihr könnt euch komplett auf das Bauvorhaben fokussieren, das ihr gerade verfolgt – ohne Ablenkungen.
Das hat aber auch Nachteile. Wenn sich die Welt nicht dreht, tun das auch eure Produktionsketten nicht. Geht euch aufgrund des im Spiel üblichen Sofortbaus das Geld oder Baumaterial aus, müsst ihr das Spiel spätestens dann weiterlaufen lassen - oder ihr baut einfach generell im Blaupausenmodus und plant nur eure Siedlung.
Was spricht für und gegen die Aktive Pause
Mit Anno 1800 wurde erst so richtig viel über eine Aktive Pause gesprochen. Denn Anno 1800 wahr mit seinen zwei Gebieten bereits kompliziert, wurde mit den ganzen DLCs aber immer komplizierter und erforderte teilweise absurdes Multitasking. Daher wuchs der Wunsch nach einer Pause, in der man sich der ganzen Brandherde annehmen konnte.
Es gab eine ganze Reihe an Gründen dafür:
- Schönbauer wollten sich mehr Zeit nehmen, ihre Sieldung aufzuhübschen. Das war nur selten möglich, wenn man überall gebraucht wird.
- Die KI hat immer einen gewissen Vorteil, da sie eben mehrere Projekte gleichzeitig steuern kann. Wir sind da als Menschen deutlich eingeschränkter.
- Insgesamt wird eine Aktive Pause vor allem dann hilfreichn, wenn Leute neu in Anno sind und gerade erst lernen, wie der Hase so läuft.
Es gab aber auch Argumente gegen eine aktive Pause:
- Für viele gehörte das Multitasking zu Anno dazu. Es war ein Teil der Spielherausforderung, die dauerhaften mahlenden Räder im Griff zu behalten.
- Wenn es zudem eine Pause gibt, könnt das den Spielfluss stören und damit auch die Balance stören. Während die Timings der Produktionen zuvor noch perfekt abgestimmt werden mussten, wäre nun unvorhersehbar, wie die Leute ihre Städte bauen und in welchem Tempo.
Letztlich hat sich Ubisoft nun für die Aktive Pause entschieden. Sie waren laut offizieller Aussagen auch nie wirklich dagegen, aber vor Anno 1800 wirkte es wohl »nicht notwendig«. Im Nachgang konnte die Pause aufgrund der technologischen Sturkture aber keine derartige Pause nachgereicht werden. Stattdessen gab es einen Kompromiss, indem eine Zeitlupenfunktion ins Spiel kam.
Seid ihr eher für oder gegen eine Aktive Pause? Schreibt es in die Kommentare!

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