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Porsche-Monitor von AOC im Test: Was taugt er und ist er wirklich 800 Euro wert?

Der AOC PD27 kommt im exklusiven Porsche Design und ist laut Datenblatt ein echter Gaming-Bolide. Wie gut ist er in der Praxis?

von Alexander Köpf,
29.09.2021 18:00 Uhr

Zusammenfassung: Der AOC PD27 bietet mit 240 Hertz und 0,5 Millisekunden ein sehr schnelles Display, das durch sehr gute Farbdarstellung und Bildqualität überzeugt. Die Verarbeitung ist zudem auf einem sehr hohen Niveau, der Standfuß sucht seinesgleichen. Der AOC PD27 ist mit rund 800 Euro jedoch sehr teuer, unser Testgerät leidet zudem unter starkem Backlight-Bleeding.

Pro
  • Hohe Verarbeitungsqualität
  • Massiver Standfuß
  • Schnelles Display
  • für ein VA-Panel kaum Ghosting
  • sehr gute Farbdarstellung und Bildqualität
Contra
  • sehr hoher Preis
  • starkes Backlight-Bleeding bei unserem Testgerät

Die Frage nach dem richtigen Monitor zum Spielen ist eine der zentralen Angelegenheiten beim Zusammenstellen eines Gaming-PCs. Welche Auflösung soll es sein, werden möglichst hohe Bildraten respektive Bildwiederholfrequenz bevorzugt, IPS, VA oder TN? Nicht zuletzt spielt auch das Design für viele Nutzer eine Rolle.

Mit Blick auf den Look bietet der taiwanische Hersteller AOC einen besonderen Bildschirm an: Der AOC PD27 aus der AGON Pro-Reihe kommt im exklusiven Porsche Design, wofür das Kürzel PD im Produktnamen steht.

Doch nicht nur das Design des 27-Zöllers sticht heraus, auch seine Spezifikationen haben es in sich und weisen den Monitor als echten Gaming-Boliden aus. Wie gut sich der AOC PD27 in der Praxis schlägt, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Das ist der AOC PD27

Die technischen Spezifikationen des AOC PD27 in der Übersicht:

  • Bildschirmgröße: 27 Zoll
  • Auflösung: 2.560 x 1.440
  • Krümmung: 1000R
  • Bildwiederholrate: 240 Hertz
  • Reaktionszeit: 0,5 Millisekunden
  • HDR: DisplayHDR 400
  • Bildsynchronisation: AdaptiveSync, AMD Freesync. Funktioniert auch mit Nvidia-G-Sync, obwohl nicht als G-Sycn-kompatibel ausgewiesen.
  • Farbraumabdeckung: sRGB 119 Prozent, Adobe RGB 89 Prozent
  • Helligkeit: 550 Nits
  • Kontrast (statisch): 2.500:1
  • Kontrast (dynamisch): 80.000.000:1
  • Anschlüsse: 2x HDMI 2.0, 2x DisplayPort 1.4,
  • USB-Hub: 2x USB 3.2 (Gen1)
  • Preis: 881 Euro (laut Hersteller), ab rund 780 Euro im Handel

Wie es sich mit einem 4K-TV mit OLED und 120 Hertz spielt, erfahrt ihr im folgenden Artikel:

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Was sind die Besonderheiten des AOC PD27?

Wie eingangs bereits erwähnt, steht das Design des AOC PD27 im Stile des Edelkarossen-Herstellers Porsche im Vordergrund. Im Besonderen ist damit der massive Standfuß gemeint, der an Verstrebungen eines Überrollkäfigs erinnert, wie man ihn in Rennwagen findet.

Darüber hinaus bietet der AOC PD27 ein 240 Hertz flottes Display mit einer Krümmung von 1000R, das sich besonders für kompetitive Rennspiele und schnelle Shooter eignet. Das verbaute VA-Panel punktet zusätzlich mit einer sehr geringen Reaktionszeit und guten Kontrastwerden. Mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln ist gleichzeitig eine gute Detaildarstellung möglich.

Dem Monitor liegt außerdem eine Fernbedienung bei, mit der es sich bequem zwischen verschiedenen Einstellungen, etwa diversen Spielmodi und Beleuchtungseinstellungen auf der Unterseite des Bildschirms navigieren lässt.

Wie gut ist der AOC PD27?

Beim Auspacken fällt uns direkt die hohe Verarbeitungsqualität des AOC PD27 auf. Der Standfuß ist richtig schwer und wirkt sehr robust. Er weiß auch zu gefallen – aber über Geschmack lässt es sich bekanntlich streiten.

Der Standfuß des AOC PD27 ist ein echter Hingucker - und sehr massiv. Der Standfuß des AOC PD27 ist ein echter Hingucker - und sehr massiv.

Was uns nach dem Anschließen ebenso schnell ins Auge springt: Der AOC PD27 liefert eine sehr gute Farbdarstellung und Bildqualität. Für ein VA-Panel stellen wir außerdem erstaunlich wenig Ghosting fest. Andere VA-Panels, wie beispielsweise der deutlich günstigere Gigabyte G27FC aus unserem Test können hier nicht mithalten.

Mindestens genauso überzeugend sind die zwei integrierten 5-Watt-Boxen. Selten haben wir so gut und vor allem satt klingende Lautsprecher eines Bildschirms gehört, auch wenn das in der Praxis wohl eher eine untergeordnete Rolle spielen dürfte. Es soll aber nicht unerwähnt bleiben.

Dank der geringen Reaktionszeit von (laut Hersteller) 0,5 Millisekunden und die 240 Hertz Bildwiederholrate ergeben in Bewegung ein stets butterweiches Bild, Inputlag fällt uns zu keiner Zeit auf.

Helligkeit und Kontrast spielen ebenfalls in der Oberklasse. DisplayHDR 400 hätte gerne etwas höher ausfallen können, ist aber noch in einem guten Bereich – immerhin hätte es fast für DisplayHDR 600 gereicht.

Das Menü des AOC PD27 ist dafür etwas gewöhnungsbedürftig. Die einzelnen Menüpunkte sind optisch ineinander verschachtelt und fühlen sich nicht wirklich intuitiv an. Nach kurzer Zeit finden wir uns jedoch zurecht.

Unser Testmodell ist ungleich ausgeleuchtet. Das muss für andere Geräte der Reihe allerdings nicht gelten. Unser Testmodell ist ungleich ausgeleuchtet. Das muss für andere Geräte der Reihe allerdings nicht gelten.

Einziger Wermutstropfen: Unser Testmodell leidet an starkem Backlight-Bleeding, wie ihr am oben eingebetteten Bild gut erkennen könnt. Das Panel ist also ungleichmäßig ausgeleuchtet, was besonders in dunklen Szenen Bildqualität und Atmosphäre deutlich trübt.

Backlight-Bleeding

Wie gut ein Panel ausgeleuchtet ist, ist reine Glückssache und hängt davon ab, wie gut die einzelnen Filterfolien aufeinander liegen. Zwei identische Geräte können hier völlig entgegengesetzte Ergebnisse liefern.

Der AOC PD27 in der Bildergalerie:

AOC PD27 Test - Screenshots ansehen

Für wen lohnt sich der AOC PD27?

Der AOC PD27 richtet sich mit seinen 240 Hertz ganz klar an kompetitive Spieler. Den Anschaffungspreis von 800 Euro rechtfertigt das allerdings nicht. Hier dürfte ein erheblicher Teil in das Design, den massiven Standfuß, die Fernbedienung und, was bislang noch nicht erwähnt wurde: in die Verpackung des Zubehörs (Kabel, und so weiter) mit mehreren sauber voneinander getrennten Schachteln in einem edlen Karton fließen. Wem das wichtig ist, kann gerne zugreifen.

Wer nicht ganz so viel Wert auf das Design legt, wird mit anderen, günstigeren Geräten genauso glücklich. Von AOC selbst gibt es beispielsweise den AG273QXP, den wir in unserem Grafikkarten-Testsystem nutzen. Der bietet ein 170 Hz schnelles WQHD-Display in 27 Zoll, ist zwar nicht gekrümmt, kommt dafür aber mit einem IPS-Panel, das mit Blick auf die Farbdarstellung VA deutlich überlegen ist – und kostet um die 460 Euro.

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