Apple hat mal so nebenbei meinem heimlichen Lieblings-MacBook ein Update verpasst. Ich spreche vom neuen MacBook Air. Es kommt nicht so oft vor, dass ein Produkt bei mir wirklich einen bleibenden Eindruck hinterlässt.
Das MacBook Air hat dieses Kunststück bei seiner Weltpremiere im Jahr 2008 aber auf Anhieb geschafft. Ich werde vermutlich nie vergessen, wie Steve Jobs den Laptop mal soeben geschmeidig aus einem A4-Umschlag zog, um ihn dem Publikum zu präsentieren.
17 Jahre später liegt nun das neue Modell im Regal. Mit einer Höhe von nur 1,13 (13 Zoll) beziehungsweise 1,15 Zentimeter (15 Zoll) ist es immer noch atemberaubend dünn, auch wenn die stellenweise noch dünnere Keilform (0,4 Zentimeter an der dünnsten Stelle) des Gehäuses mittlerweile passé ist.
Darum ist das MacBook Air M4 jetzt schon mein Lieblings-MacBook
Mit der Zeit hat Apple das Air immer weiterentwickelt und verbessert. Das Gerät ist wie ein guter Wein immer weiter gereift und der Jahrgang 2025 ist der bis dato mit Abstand beste. Was ich an Apples Entry-Laptop schon immer geliebt habe, ist die Tatsache, dass er absolut lautlos ist.
Egal, ob ich damit arbeite oder am Abend einen Film ansehe, es gibt kein nerviges Lüfterrauschen, da es passiv gekühlt wird. Sprich der Hersteller verzichtet auf den Einbau eines Lüfters und benutzt das hochwertige Alu-Gehäuse als Kühlkörper.
An Leistung mangelt es dank Apples leistungsstarken ARM-Prozessoren trotzdem nicht. Bereits bei den Modellen mit M2- und M3-Chip kam bei mir eigentlich nie der Wunsch nach mehr Leistung auf, der neue M4 legt trotzdem noch eine ordentliche Schippe drauf, was hinsichtlich der Zukunftssicherheit nur von Vorteil sein kann.
Auch die Akkulaufzeit dürfte vom neuen M4-Prozessor profitieren, im MacBook Pro konnte ich in einem Test eine Laufzeit von mehr als 24 Stunden erreichen. So lange wird das kleine Air nicht durchhalten; Apple gibt 18 Stunden an. Gewöhnlich sind die Angaben des Herstellers da durchaus glaubwürdig.
Geladen wird das Notebook mit einem Mag-Safe-3-Ladekabel, dessen Stecker magnetisch am Laptop haftet. Warum ich das extra erwähne? Nun ja, unterwegs möchte ich darauf nicht mehr verzichten, dafür haben mir Mitreisende schon mehr als einmal unbeabsichtigt am Kabel gezogen, wenn sie im Zug ihren Platz verlassen haben.
Wenn das Ladekabel mit einem festen Stecker verbunden ist, landet der Laptop dann schnell auf dem Boden. Mit MagSafe löst sich einfach der Stecker, für mich einfach die beste Lösung bei einem Business-Laptop.
16-GB-RAM sind endlich Standard
Besonders gefreut hat mich, dass jetzt endlich 16-GB-RAM ohne Aufpreis selbst im kleinsten MacBook Air stecken. Auch wenn Apple nicht müde wurde, dass 8 GB für alles irgendwie noch ausreichend sein sollte, ist man jetzt doch dazu übergegangen, 16 GB zum neuen Standard bei allen Macs zu machen. Ein Schritt, der meiner Meinung nach schon lange überfällig war.
Das hervorragende Mini-LED-Display bleibt den teuren Pro-Modellen vorbehalten. Dennoch spart Apple nicht an der falschen Stelle, abgesehen von den ersten MacBook-Air-Generationen waren die verbauten Panels immer von einer hohen Qualität.
Angeboten wird das neue Gerät mit 13- und 15-Zoll-Display. Mein persönlicher Favorit ist dabei die kleinere Version. Für mich ist das Air einfach der ideale Begleiter, daher wäre mir das 15-Zoll-Gerät schon fast ein wenig zu sperrig. Ich würde mir sogar wünschen, dass Apple sich irgendwann noch einmal dazu hinreißen lässt, ein MacBook Air mit 11-Zoll-Panel zu bauen. Für Geschäftsreisen und das Arbeiten im Zug wäre das ein absoluter Traum!
M4 mit 8- oder 10-Core-GPU?
Viel Auswahl bei der CPU gibt es nicht, in jedem der neuen Modelle arbeitet ein M4 mit 10-CPU-Kernen. Lediglich bei der integrierten GPU ist es möglich, zwischen einem Modell mit 8 oder 10 Kernen zu wählen. Ich für meinen Teil würde mir den Aufpreis (125 Euro) für die 2 Kerne mehr sparen und das Geld anderweitig investieren. Der Unterschied ist in Benchmarks im Alltag zwar messbar, aber in der Regel kaum spürbar.
Was aber leider sehr schnell spürbar wird, ist der knappe SSD-Speicher im Basis-Modell. Hier müssen nach wie vor 256 GB ausreichen, das kann rasch knapp werden. Da ich unterwegs ungern mit externen Laufwerken hantieren möchte, würde ich wohl in den sauren Apfel beißen und 250 Euro für das 512-GB-Laufwerk drauflegen.
Günstiger als erwartet
Dass Apple durchaus auch günstig kann, könnt ihr bereits beim neuen MacMini sehen, der in der Basiskonfiguration bereits ab knapp über 600 Euro erhältlich ist. Das günstigste MacBook Air kostet mit 256-GB-SSD und 16-GB-Arbeitsspeicher 1.200 Euro.
Das sind bei besserer Ausstattung 100 Euro weniger als der Vorgänger. Den Preis würde ich für einen Laptop mit hochwertigem und massivem Aluminiumgehäuse und langer Akkulaufzeit als fair betrachten.
One more Thing
Fast hätte ich es vergessen: Es gibt eine neue Farbe. Kürzlich hatte ich noch spekuliert, ob Apple dem MacBook Air noch eine neue frische Farbe spendiert. Und siehe da, der Hersteller bietet den Laptop neben den Farben Mitternacht, Polarstern und Silber nun auch in Himmelblau an.
Im ersten Moment klingt das vielleicht etwas verwegen, aber ich muss gestehen, dass das mein klarer Favorit ist. Das Blau wirkt ein wenig metallisch, ist optisch nicht aufdringlich, wirkt aber dennoch nicht langweilig.
Auch wenn ich noch kein Gerät in dieser Farbe in meinen Händen hatte, gehe ich davon aus, dass man Fingerabdrücke nicht so deutlich sehen dürfte. Diesbezüglich ist die Farbe Mitternacht ja der blanke Horror.
Was denkt ihr über das neue MacBook Air? Könnte das ein Gerät für euch sein oder bevorzugt ihr doch eines der Pro-Modelle?

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