Intel pulverisiert: Der Apple M5 lässt die Konkurrenz alt aussehen – aber lohnt sich ein Upgrade?

Was leistet der M5-Prozessor wirklich? Ein Blick auf Benchmarks zeigt interessante Ergebnisse und auch, ob sich ein Upgrade lohnt.

Das neue MacBook mit M5-Chip ist von außen nicht von seinem Vorgänger zu unterscheiden. (Bildquelle: GameStar Tech) Das neue MacBook mit M5-Chip ist von außen nicht von seinem Vorgänger zu unterscheiden. (Bildquelle: GameStar Tech)

Mit dem neuen MacBook Pro 14, hat Apple die M5-Generation seiner ARM-Prozessoren eingeläutet.  Die Geräte sind mittlerweile im Handel angekommen und wir können uns nun endlich selbst einen ersten Eindruck davon machen, ob sich ein Upgrade vom M4 lohnt. 

Die technischen Daten

Werfen wir zuerst einmal einen Blick auf die technischen Daten. Apple fertigt den M5 weiterhin in einer Strukturbreite von 3 nm, es ist davon auszugehen, dass die TDP weiter reduziert wurde. Das Unternehmen hält sich leider schon traditionell mit technischen Details zu seinen Produkten zurück. Im Internet kursieren verschiedene Werte, die ich allerdings nicht verifizieren kann. 

Apple M5Apple M4 ProApple M4 Intel Core Ultra 9 275HX
Anzahl der Kerne10 Kerne12 bis 14 Kerne (14 Kerne in diesem Vergleich)10 Kerne24 Kerne
Taktfrequenzenbis zu 4.61 GHzbis zu 4.51 GHzbis zu 4.46 GHzbis zu 5,4 GHz
GPU10 Kerne20 Kerne10 Kerne4 Xe-Kerne

Bekannt ist, dass das Basismodell nach wie vor mit 10 Kernen ausgestattet ist, die mit bis zu 4,61 GHz takten können. Die im Chip integrierte GPU kommt ebenfalls mit 10 Kernen. Höhere Ausbaustufen wie der M5 Pro oder M5 Max wurden noch nicht angekündigt, ihr dürfte aber davon ausgehen, dass es zumindest einen M5 Pro geben wird.

Benchmarks: Intel hat keine Chance

So viel zur Theorie, schauen wir uns die Leistung im Geekbench und Cinebench an. Verglichen wird die Leistung des M5 mit dem M4 (10 Core GPU), dem M4 Pro (14 Kerne) und einem Intel Core 9 Ultra 275 HX. Bei letzterem Prozessor handelt es sich um ein Modell, das aktuell in vielen Windows-Laptops der höheren Preisklassen verbaut wird.

Im Single-Core-Test des Geekbench erreicht der neue M5 ein Leistungsplus von 15 Prozent im Vergleich zum Vorgänger. Da die Anzahl der Kerne im Single-Core-Benchmark keine Rolle spielt, ist es nicht verwunderlich, dass auch der nominell stärkere M4 Pro nicht wirklich schneller rechnet.

Die Intel CPU hat schon gegen den M4 absolut keine Chance und wird vom M5 um 66 Prozent nicht nur geschlagen, sondern regelrecht pulverisiert. 

Geekbench CPU
Apple MacBook Pro M5 14

  • Geekbench Punkte
Apple MacBook Pro 14 M5 - Single-Core
4301
Apple MacBook Pro 16 M4 Pro (14 Kerne) - Single-Core
3908
Apple MacBook Pro 14 M4 - Single-Core
3747
XMG Neo 16 Intel Core 9 Ultra 275HX - Single-Core
2593
Apple MacBook Pro 14 M5 - Multi-Core
18072
Apple MacBook Pro 16 M4 Pro (14 Kerne) - Multi-Core
22318
Apple MacBook Pro 14 - M4 - Multi-Core
14978
XMG Neo 16 Intel Core 9 Ultra 275HX - Multi-Core
13435
  • 0
  • 4600
  • 9200
  • 13800
  • 18400
  • 23000

Geekbench GPU
Apple MacBook Pro M5 14

  • Geekbench Punkte
Apple MacBook Pro 14 M5 (10 GPU-Kerne)
48935
Apple MacBook Pro 16 M4 Pro (20 GPU-Kerne)
70911
Apple MacBook Pro 14 M4 (10 GPU-Kerne)
37898
XMG Core 15 Nvidia RTX 4060 (140 W)
98093
  • 0
  • 19800
  • 39600
  • 59400
  • 79200
  • 99000

Im Multi-Core hat der M4 Pro mit seinen 14 Kernen die Nase vorn. Dahinter folgt dann der M5, der den M4 um 21 Prozent abhängt. Trotz seiner insgesamt 24 Kerne sieht Intel mit dem 275HX nur die Rücklichter, der M5 mit weniger als halb so vielen Kernen gewinnt überdeutlich.

Von besonderem Interesse ist ein Blick auf die integrierte GPU des M5. Aktuell gibt es nur das Modell mit 10 Kernen. Im Test des MacBook Pro 16 mit M4 Pro hatte ich gemutmaßt, dass Apple es mit der nächsten Generation schaffen würde, die GPU-Leistung einer dedizierten RTX 4060 zu erreichen. So viel vorweg, die Basis-M5-GPU schafft es nicht. 

Sie ist zwar gute 29 Prozent schneller als beim M4, die dedizierte RTX 4060 ist aber völlig außer Reichweite. Aber der Vergleich ist auch ungerecht, spannend wird es erst mit einem M5 Pro mit 20-GPU-Kernen. Ich bleibe dabei, dass ein solcher Chip das Potenzial hat, die RTX 4060 zu schlagen.

Cinebench 2024
Apple MacBook Pro M5 14

  • Cinebench 2024 Punkte
Apple MacBook Pro 14 M5 - Single-Core
199
Apple MacBook Pro 16 M4 Pro - Single-Core
171
Apple MacBook Pro 14 M4 (10 Core) - Single-Core
174
XMG Neo 16 Intel Core 9 Ultra 275HX - Single-Core
106
Apple MacBook Pro 14 M5 - Multi-Core
1173
Apple MacBook Pro 16 M4 Pro - Multi-Core
1730
Apple MacBook Pro 14 M4 - Multi-Core
921
XMG Neo 16 Intel Core 9 Ultra 275HX - Multi-Core
960
  • 0
  • 360
  • 720
  • 1080
  • 1440
  • 1800

Und was spricht der Cinebench? Auch hier zeigt sich, dass der M5 ein echtes Single-Core-Monster ist und die versammelte Konkurrenz genüsslich vernascht. Im Vergleich zum M4 bietet das neue Modell rund 16 Prozent mehr Leistung. Intel findet hier faktisch nicht mehr wirklich statt. 

Im Multi-Core schafft es der Intel-Prozessor immerhin, den älteren M4 mit 10 Kernen knapp zu überbieten. M5 und besonders der M4 Pro spielen allerdings in einer ganz anderen Liga.

Fazit: Ein Upgrade lohnt nur bedingt

Lohnt sich ein Upgrade auf den neuen M5? Diese Frage dürfte sich vielleicht der ein oder andere von euch stellen. Nach diesen ersten Benchmarks würde ich eher zu einem Nein tendieren.

Ein deutliches Plus an Leistung ist natürlich da, aber jetzt auch nicht in einem Maße, dass ihr direkt euer M4 MacBook in die Tonne treten müsst. Wirklich lohnen dürfte sich ein Wechsel am ehesten noch wegen der rund 30 Prozent schnelleren iGPU. 

Falls ihr ein Modell mit M4 Pro besitzt, stellt sich die Frage nach einem Tausch nicht wirklich. Der M4 Pro ist mit seinen 20-GPU-Kernen deutlich schneller unterwegs als der M5. Wie sich der M5 abseits von synthetischen Benchmarks schlägt, könnt ihr im in Kürze erscheinenden Test zum MacBook Pro 14 M5 lesen.

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