Apple Watch Ultra 3 vs. Ultra 2: Trefft nicht die falsche Wahl

Lohnt sich der Kauf der Apple Watch Ultra 3 oder seid ihr mit dem Vorgängermodell vielleicht sogar besser beraten?

Wie unterscheidet sich die Apple Watch Ultra 3 vom Vorgängermodell? (Bildquelle: Apple GameStar Tech) Wie unterscheidet sich die Apple Watch Ultra 3 vom Vorgängermodell? (Bildquelle: Apple / GameStar Tech)

Apple hat auf seiner letzten September-Keynote neben dem iPhone 17 und der Apple Watch Series 11 auch die Apple Watch Ultra 3 vorgestellt und markiert damit das erste größere Hardware-Upgrade der Ultra-Reihe.

Während die Ultra 2 im Vergleich mit der ersten Generation keine nennenswerten Upgrades erhielt, bringt die dritte Generation einige Neuerungen.

Ich zeige euch, wie sich die beiden Smartwatches unterscheiden und gehe der Frage nach ob sich Kauf oder Upgrade lohnen oder ob ihr besser zum Vorgänger greift.


Die wichtigsten Spezifikationen im Überblick

SpezifikationApple Watch Ultra 2Apple Watch Ultra 3
Display1,93" LTPO OLED1,96" LTPO3 OLED
ProzessorApple S9Apple S11
Akkulaufzeitbis zu 36 Stunden (60 im Stromsparmodus)bis zu 42 Stunden (72 im Stromsparmodus)
KonnektivitätLTE, Wi-Fi, Bluetooth5G, Satellit, Wi-Fi, Bluetooth
GesundheitHerzfrequenz, SpO2, EKG, Temperatur, Bluthochdruck-Mitteilungen via UpdateHerzfrequenz, SpO2, EKG, Temperatur, Bluthochdruck-Mitteilungen via Update
Wasserdichtigkeit100 m100 m

Blutdruckmessung und Satellitenverbindung

Blutdruckmessung am Handgelenk: Die Ultra 3 führt Bluthochdruck-Mitteilungen ein. Das Feature nutzt Daten vom optischen Herzsensor, um zu analysieren, wie die Blutgefäße auf die Herzschläge reagieren.

Der Algorithmus analysiert über 30 Tage hinweg Daten im Hintergrund und benachrichtigt bei klaren Anzeichen von chronischem Bluthochdruck. Das Feature wird per Update auch auf die Series 9, Series 10 und Ultra 2 kommen. Auch die Series 11 bekommt die Bluthochdruck-Mitteilungen.


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Notruf SOS über Satellit: Als zweite große Neuerung ermöglicht die Ultra 3 erstmals Textnachrichten an Notdienste über Satellit, wenn kein Netz oder WLAN verfügbar ist.

Mit wenigen Fingertipps können Nutzer Notfallkontakte benachrichtigen und ihren Standort teilen. Bei schweren Autounfällen oder Stürzen kann die Uhr sogar automatisch Informationen an Notdienste senden.

Die Satellitenkommunikation ist für zwei Jahre kostenlos und macht die Ultra 3 zur ersten wirklich unabhängigen Apple Watch.

Größeres und helleres Display

LTPO3-Display mit verbesserter Performance: Die Ultra 3 erhält ein größeres Display mit LTPO3-OLED-Technologie. Diese ermöglicht 24 Prozent dünnere Displayränder und vergrößert den aktiven Displaybereich, ohne das 49mm-Gehäuse zu ändern.

Das OLED-Display mit weitem Sichtwinkel ist laut Apple bei schrägen Blickwinkeln heller und besser lesbar.

Always-On mit 1Hz Bildwiederholrate: LTPO3 ermöglicht eine Bildwiederholrate von einer Sekunde. Nutzer können den Sekundenzeiger sehen, ohne das Handgelenk zu heben.

Über 20 Zifferblätter wurden aktualisiert, darunter ein neues Wegpunkt-Zifferblatt mit Live-Kompass und schnellem Zugriff auf Satellitenkommunikation.

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  • Erstes, 100% CO₂-neutrales Produkt von Apple (Mit Sportloop-Band)
  • Akkulaufzeit wurde nicht verbessert
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Wahlweise mit Cellular (eSIM)
  • Schneller Prozessor für kurze Ladezeiten
  • Alle Fitness- und Sportfunktionen
  • Wasser- und schwimmfest
  • Ohne Always-on-Display
  • Keine EKG- und Blutsauerstoffmessung
  • Kein Temperatursensor für das Zyklusprotokoll

5G-Konnektivität

Die Ultra 3 unterstützt jetzt 5G Mobilfunk für höheren Durchsatz beim Laden von Musik, Podcasts und Apps.

Ein Algorithmus kann bei Bedarf beide Systemantennen gleichzeitig aktivieren, um die Signalstärke in Gebieten mit schwacher Abdeckung erheblich zu steigern.

Wo ist? über Satellit: Zusätzlich zum Notruf können Nutzer alle 15 Minuten ihren Standort an Kontakte senden, die sie zu Wo ist? hinzugefügt haben, auch ohne Netzabdeckung.

Leistung und Effizienz

Längere Laufzeit dank größerem Akku: Die Ultra 3 bietet mit bis zu 42 Stunden normaler Nutzung sechs Stunden mehr Ausdauer als die Ultra 2 mit 36 Stunden.

Schnelleres Laden: Die Ultra 3 lädt schneller als ihr Vorgänger. In 45 Minuten soll sie 80 Prozent Akkustand erreichen, während die Ultra 2 dafür eine volle Stunde benötigt. Nach 15 Minuten am Ladegerät soll die Ultra 3 bereits 12 Stunden normale Nutzung bieten.

Längere GPS-Nutzung: Für kontinuierliches GPS-Tracking bei Outdoor-Trainings stehen bei der Ultra 3 nun 20 Stunden mit vollständiger GPS- und Herzfrequenzmessung zur Verfügung - ein Vorteil für Ausdauersportler.

Gesundheits- und Fitnessfeatures

Schlafindex für bessere Schlafqualität: Mit watchOS 26 führt Apple den neuen Schlafindex ein, der Nutzern hilft, ihre Schlafqualität zu verstehen. Das Feature bewertet Schlafdauer, Einheitlichkeit der Schlafenszeiten, Unterbrechungen und Zeit in verschiedenen Schlafphasen.

Die Bewertung basiert auf Leitlinien der American Academy of Sleep Medicine und wurde mit Daten von über fünf Millionen Nächten entwickelt. Der Schlafindex landet mit dem Update auf watchOS 26 auch auf älteren Smartwatches.

Workout Buddy mit Apple Intelligence: Apple Intelligence analysiert Trainingsdaten und Fitnessverlauf, um während des Workouts personalisierte, gesprochene Motivation zu geben. Das Feature berücksichtigt Herzfrequenz, Pace, Strecke und persönliche Fitness-Meilensteine.

Die Funktion ist zum Start jedoch nur in englischer Sprache verfügbar, sodass sie hierzulande nur zur Verfügung steht, wenn ihr die Systemsprache ändert.

Für wen lohnt sich welche Smartwatch?

Neukäufer haben die Qual der Wahl: Mit einem Preisunterschied von fast 200 Euro - die Ultra 2 ist inzwischen laut dem Preisvergleichsportal Geizhals ab etwa 630 Euro erhältlich, während die Ultra 3 mit mindestens 800 Euro zu Buche schlägt - ist die Kaufentscheidung nicht so eindeutig.

Ultra 2 für Preisbewusste: Wer Wert auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis legt und auf Satellitenkommunikation verzichten kann, ist mit der Ultra 2 weiterhin bestens bedient. Alle wesentlichen Outdoor-Features wie robustes Titangehäuse, wasserdichte Bauweise bis 100 Meter, präzises Dual-Band-GPS und 36 Stunden Akkulaufzeit reichen sicherlich für viele Nutzer aus.

Ultra 3 für Outdoor-Fans: Der Aufpreis von 200 Euro rechtfertigt sich hauptsächlich durch die Satellitenkommunikation - ein Feature, das für Outdoor-Enthusiasten und Extremsportler in abgelegenen Gebieten wichtig sein kann. Die sechs Stunden längere Akkulaufzeit und das schnellere Laden sind nette Bonus-Features, aber nicht zwingend kaufentscheidend.

Upgrade von Ultra 2 auf Ultra 3: Für Besitzer einer Ultra 2 lohnt sich das Upgrade nur in speziellen Fällen. Wer regelmäßig in Gebieten ohne Mobilfunkabdeckung unterwegs ist oder die Satellitenverbindung als wichtiges Sicherheitsfeature betrachtet, kann den Wechsel in Erwägung ziehen. Alle anderen können mit der Ultra 2 noch lange zufrieden sein.

Die Ultra 3 ist die bessere Wahl, wenn:

  • Satellitenkommunikation für Outdoor-Aktivitäten essentiell ist
  • die längere Akkulaufzeit (42 vs. 36 Stunden) entscheidend ist
  • 5G-Konnektivität gewünscht ist
  • das größere und hellere Display wichtig ist

Die Apple Watch Ultra 3 bringt durchaus sinnvolle Neuerungen, aber der Preisunterschied von fast 200 Euro macht die Ultra 2 zur attraktiveren Option für die meisten Nutzer. Nur wer die neuen Features dringend benötigt, sollte zum neuesten Modell greifen.

Hinweis: Dieser Artikel ist in einer früheren Version bereits auf GameStar.de erschienen.

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