Seit fast 30 Jahren sind Multiplayer-Shooter meine Gaming-Heimat. Jetzt gibt es einen, der zumindest in einer Hinsicht alle übertrifft, die ich bisher gespielt habe: Arc Raiders macht aus mir auf einmal einen richtigen Entdecker!
Schon in meiner allerersten Partie am Release-Tag von Arc Raiders merke ich sofort, dass diese Welt mehr ist als eine Multiplayer-Map, auf der ich mich mit anderen Spielern fetze.
Stattdessen finde ich eine kleine Open World vor, die so vollgestopft ist mit liebevollen Details, Mysterien und rätselhaften Ereignissen, dass ich für eine Weile gar keine Lust auf Kämpfen habe.
Es klingt ganz und gar nicht nach mir, aber plötzlich will ich viel lieber erforschen.
Bevor die Erde fiel
Mein erstes Match beginnt auf einem alten Schlachtfeld. Ich laufe fasziniert zwischen den verkohlten Überresten rostiger Ungetüme herum, die wie tote Riesenspinnen herumliegen. Offenbar gab es hier einen dramatischen Kampf mit den Arc.
Aus den Kratern und Wracks berge ich ein paar Ressourcen und denke darüber nach, was hier wohl passiert sein könnte. Tobte hier eine der letzten Schlachten zwischen Menschen und Maschinen, bevor die Erdoberfläche an die Roboter fiel?
14:18
ARC Raiders - Weihnachten für Shooter-Fans!
An allen Ecken und Enden stolpere ich über die mysteriösen Überreste vergangener Zeiten. Nur kurze Zeit später erklimme ich den leblosen Körper eines riesigen Arc-Panzers, der ein seltsames Brummen von sich gibt. Lebt das Ungetüm noch? Kann ich es aktivieren? Und wenn ja, sollte ich es überhaupt aktivieren?
Auf den Spuren der Vergangenheit
Auf dem Dach finde ich eine Luke und hebele sie mit der Brechstange auf, doch das Stahlungetüm belohnt meinen Einbruchversuch damit, dass ich plötzlich in Flammen stehe.
Warum? Keine Ahnung, aber es war überraschend. Und irgendwie total faszinierend!
Die Arc-Bots mögen zwar unterm Strich nur KI-Gegner sein, doch ihre Anziehungskraft ist fast magisch. Was geht da oben im Orbit vor sich, wo viele dieser tödlichen Maschinen offenbar ja herkommen?
Und warum greifen die haushohen Arc-Monster, die ich bereits seit dem Tutorial immer wieder am Horizont erspähe, uns nicht an? Sicherlich wäre kein noch so gut ausgerüsteter Raider eine ernst zu nehmende Bedrohung für sie. Doch stattdessen streifen sie fast friedlich umher, während wir uns mit ihren kleineren Geschwistern erbitterte Gefechte liefern.
Noch während ich über diese Fragen nachgrüble, stolpere ich über ein verlassenes Camp. Kleine aus Wellblech zusammengeschweißte Hütten, Windräder und sogar ein kleiner Brunnen bezeugen, wie frühere Generationen hier gelebt haben könnten, bevor sich alle Überlebenden der Arc-Invasion letztlich gezwungen sahen, in den Untergrund zu gehen – im wahrsten Sinne des Wortes.
Ich bin plötzlich ganz anders
Arc Raiders versteht es herausragend, aus seinen Maps mehr zu machen als eine Kulisse. Es sind Orte, die eine Historie und eine Vergangenheit zu haben scheinen und in denen alte Geheimnisse schlummern.
Statt einfach eine Arena zu liefern, in der ich Loot suchen und anderen Spielern den Garaus machen soll, hat Embark eine Welt mit Seele und Identität konstruiert. Eine Welt, die mir sagt: Hier steckt mehr dahinter. Wer weiß, was du hinter der nächsten Decke noch so herausfindest?
Und plötzlich erkenne ich meinen eigenen Spielstil kaum wieder. Ich fühle mich als Forscher und lasse meine Shooter-Instinkte fallen. Das aktuell angesagte Meta-Loadout interessiert mich nicht. Ich meide aktiv Konfrontationen. Meine K/D könnte mir nicht egaler sein.
Stattdessen stürze ich mich Runde um Runde in Arc Raiders, um dem Rätsel dieser Endzeit-Idylle auf die Spur zu kommen. Reife Leistung, Arc Raiders.
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